Cinemaxx, Ihr habt´s echt nicht verstanden

9. Februar 2010 8 Kommentare

Liebes Cinemaxx,

wenn ich Dir als Kunde Deine Arbeit abnehme, dann solltest Du mir eigentlich entgegenkommen und nicht auch noch höherer Eintrittspreise verlangen. Im Ernst: Du, Cinemaxx, bewirbst allerorten Dein voll-Supi Reservierungs- und Online-Kaufsystem und hättest gerne, dass das alle benutzen.

Vermutlich hauptsächlich deshalb, weil Du dann noch eine Abendkasse unbesetzt lassen könntest. Warum soll ich aber, wenn ich mit schon die Mühe mache und Deine Flashverseuchte, Augenkrebs erregende Website besuche, dort den Saalplan aufrufe, Dir meine Kontakdaten in den Rachen werfe und meine Kreditkarte mit ohnehin hohen Ticketpreisen belaste, auch noch 50 Cent “Onlineaufschlag” pro Karte zahlen? Weil die Website noch nicht abbezahlt ist, oder was? Kann mir das bitte mal jemand erklären?

Da komme ich doch ins Grübeln. Zum Beispiel darüber, ob ein Film wirklich die geforderten 12,50 Euro wert ist. Dazu kommen noch 2 Euro für den Parkplatz. Für die altvorderen Milchmädchenrechner unter uns: Das hätten 29 D-Mark sein können. Für einen Kinobesuch. Am Kinotag, an dem es eigentlich billiger sein sollte. Oder geht billig nur Online nicht? Abgesehen davon: In Multiplex-Kinos steckt keine Liebe. Der Besuch ist dieser Tage geprägt von quasselnden Deppen, schlecht eingestellten Projektoren und scheppernden Lautsprechern. Und für dieses Ärgernis zahlt man so viel Geld?

Ich kann schon verstehen, warum Heimkinosysteme Hochkonjunktur haben.

Zahlungserinnung

9. Februar 2010 2 Kommentare

Sowas liebe ich ja: Leute, die auch auf Nachfrage nicht mit einer Rechnung rüberkommen. Bis ihnen irgendwann einfällt, dass Sie jetzt mal ganz schnell Geld brauchen könnten, und deswegen statt Rechnungen gleich mal Mahnungen in maximal ausgereizter Höhe verschicken.

Da ist entweder eine schlechte Buchhaltung oder ordentliche Dreistigkeit im Spiel. Beides geht gar nicht, zeugt es doch von einem gerütteltem Maß an Unprofessionalität. Wie soll man sowas als Geschäftspartner ernst nehmen?

Entstellt

5. Februar 2010 4 Kommentare

Ich mag Spiele, die Geschichten zu erzählen haben. Und ich mag Spiele, in denen ich Aussehen, Auftreten und evtl. sogar den Charakter meiner Spielfigur beeinflussen kann.

Nur: Warum bekommt es eigentlich kein Hersteller hin, seinen Spielen einen vernünftigen Charaktergenerator zu spendieren? Egal ob Guitar Hero, Rock Band oder Mass Effect: Stets schiebt man stundenlang irgendwelche Regler hin und her um Nasen, Ohren, Augen, Wangenknochen, Schultern, usw. zu verändern. Man investiert viel Zeit, sich zu überlegen, welche Frisur, Haar- und Augenfarbe wohl zum Spielcharakter passt. Und was kommt am Ende dabei raus? Ein Frankenstein. Schon nach dem Ziehen am dritten Regler sieht die Spielfigur bestenfalls aus wie Mick Jagger, der stundenlang mit einer Dachlatte vermöbelt wurde.

Aktuelles Beispiel: Mass Effect (1). Superambitioniertes Rollenspiel, Riesenwelten, tolle Story, blabla. Aber die eigene Hauptfigur sieht schon von der Stange aus wie ein Brandopfer auf Botox. Legt man dann noch selbst Hand an die Erscheinung, landet man schnell bei etwas, das aussieht wie Keith Richards, der von einem Laster überfahren und anschliessend laminiert wurde.

Geht gar nicht, sowas. Schon allein deshalb nicht, weil man in Mass Effect das Aussehen der erstellten buw. entstellten Figur NIE wieder ändern kann und sie von den Folgespielen, Mass Effect 2 und 3, übernommen wird. Und wer will schon in drei Spielen mit einem Rolling Stones-Wrack das Universum retten?

Sozial beeinträchtigt

5. Februar 2010 5 Kommentare

Was soll man davon halten, wenn ein Ansprechpartner in einem IT-Center nicht ans Telefon geht, obwohl er nach Aussage seiner Kollegen am Arbeitsplatz ist und auch Mails binnen Minuten beantwortet? Ist er vielleicht ein wenig autistisch veranlagt?

Ich kann mir das regelrecht vorstellen, wie er mit verzerrtem Gesicht und angstgeweiteten Augen das Telefon anstarrt, in der Hoffnung es möge aufhören zu klingeln und der Anrufer endlich eine Mail schreiben…

Bäh-Tag

4. Februar 2010 17 Kommentare

Ich bin gerade in der Bäh-Tag-Phase (jaja…): Mir ist schlecht, ich habe Ohrenschmerzen, der Mund brennt und darüber hinaus fallen mir ständig die Augen zu.

Also los, Differentialdiagnose! Auf was deuten die Symptome hin?
Tip: Es ist NICHT Lupus.

Rutschbahn

4. Februar 2010 5 Kommentare

“Warum fährt der Idiot denn nicht? Der hat doch grün!”

Als ich mich an ihm vorbeimogele, sehe ich den Grund dafür: Nicht eine kognitive Fehlleistung des Fahrers ist Schuld an der Verkehrshinderung. Er ist guten Willens, allein: Das reicht gerade nicht. Mit durchdrehenden Reifen steht er vor der grünen Ampel und kommt nicht von der Stelle. Zwar sieht es so aus, als wäre die Strasse nur feucht, aber in Wirklichkeit ist sie mit einer Schicht Eis bedeckt.

Normalerweise brauche ich 5 Minuten bis zum Bahnhof. Für heute Morgen hatte ich die sechsfache Zeit eingeplant. Was nicht ausgereicht hat.

Gut: Angekommen ohne Beule. Schlecht: Ich war zu spät am Bahnhof. Gut: Der Zug auch. Schlecht: der Sprint vom Parkhaus zum Bahnsteig erinnert mich daran, dass ich für solche Art Laufaktivitäten in kalter Morgenluft nicht gemacht bin. Die Lunge fühlt sich an wie mit Eisnadeln penetriert.

Eiszeit

2. Februar 2010 6 Kommentare

Sendepause.
Der Internetanschluss streikt. Der Fernseher zeigt nur Rauschen. Wahrscheinlich umhüllt eine zentimeterdicke Eisschicht die Satellitenschüssel. Selbst Edge auf dem iPhone will nicht wirklich. Draußen gefriert die Welt, drinnen kuschele ich mich tiefer in den Lieblingssessel und sichte ungeguckte Perlen aus dem DVD-Regal.
Mal gucken, ob die Reise nach BW morgen wirklich stattfindet. Aber morgen ist ja noch lange hin. Eine ganze, gefrorene Nacht weit weg.

Momentaufnahme: Januar 2010

1. Februar 2010 4 Kommentare

Und schon wieder zu spät. Für diesen Monat wird Besserung gelobt.

Herr Silencer im Januar 2010:

Lesen: Eoin Colfer And Another Thing

Hören: Shakira She Wolf (doof)

Sehen: Becker Staffel 1 (DVD)

Spielen: Assassins Creed II (XBOX), Assassins Creed (IPhone, ist doof)

Machen: Zu Fuss gehen und dabei lange Unterwäsche tragen, weil alles eingeschneit/übergefroren ist. Kältester Januar seit weißichnicht. Aber gemütlich.

Lips: Cardigans Track Pack

30. Januar 2010 1 Kommentar

Ja, ich bin ein Kind der Neunziger. Ich mag diese Band. Und ich werde sie singen.

Losing my favourite Game.

Erase/Rewind.

Carnival.

Lips Track Pack Cardigans, 28/01/10, Xbox Market Place

Was soll das…

29. Januar 2010 3 Kommentare

Was soll das für ein Tag werden, der mit einem herzhaften Ausrutscher und einer Landung in einen Schneehaufen anfängt und mit dem zerreissen der Autoabdeckung weitergeht?

Was soll aus dem Tag noch werden, wenn er mit einer Windows-Installation weitergeht, die sich verzögert, weil für das Einspielen von Updates ein Update notwendig ist, Netzwerke etwas sind was nur anderen passiert und überhaupt drei Stunden dauernde Datentransfers 15 Sekunden vor Schluss abbrechen, weil Windows meint, dass es mal Zeit für einen Neustart ist?

Was soll das, im Stockdunkel von Kopf bis Fuß in Schwarz gehüllt und zu Zweit nebeneinander her mitten auf der vereisten Strasse zu joggen? Lebensmüde oder Ninja-Jogger? Und weil wir gerade dabei sind:

Was soll das, Dur retardiertes Muttertier, dass Du mit Deinem 4jährigen Kind nicht auf dem geräumten Fußweg gehst, sondern auf der stark abschüssigen und engen Strasse, während von oben und unten, links und rechts Autos an euch vorbeirutschen? Na, wenigstens hast Du Dein Kind an der Seite zur Fahrbahnmitte hin laufen lassen, das erwischt es im Zweifelsfall zuerst und gibt Dir vielleicht Gelegenheit in Sicherheit zu huschen.

Was soll, liebe Nachbarin, das Schneefegen unter dem überdachten Vorbau des Hauses? Sie müssen sich schon entscheiden: Entweder Schnee fegen wollen, dann gehört dazu das man dorthin geht wo der Schnee liegt, oder es sein lassen. Schnee dort zu fegen wo allenfalls drei Flocken liegen ist albern.

Assassins Creed II DLC – Die Schlacht um Forli

28. Januar 2010 4 Kommentare

Assassins Creed II ist ein großes Spiel – ursprünglich hätte es sogar noch größer sein sollen. Um den Veröffentlichungstermin rechtzeitig vor Weihnachten einhalten zu können, wurden einige Abschnitte aus dem Spiel entfernt. Das erklärt auch, warum sich bemerkbare Lücken in der Haupthandlung ergeben. Die leicht verruchte Edeldame, die Ezio vor seiner Abreise nach Venedig trifft, wird recht aufwendig eingeführt – und taucht dann nie wieder auf. Das Hauptspiel redet sich mit “beschädigten Gedächtnisabschnitten” raus, die übersprungen werden.

Jetzt werden diese Abschnitte nachgereicht – in Form von kostenflichtigem Downloadable Content für Xbox und PS3. Für 320 MSP bzw. 3,99 € kann man seit heute “Die Schlacht von Forli” erstehen, in der man der Edeldame Caterina Sforza gegen die Gebrüder Orsi beisteht und den Templern in die Suppe spuckt. Auch die Geschichte um die Edensplitter, die im Hauptspiel nur am Rande vorkamen, wird etwas vorangetrieben. Wie die Glyphenrätsel schon andeuten: Darum dreht sich letztlich alles.

Umso schlimmer ist es, dass diese wichtigen Teile der Geschichte als DLC nachgereicht werden. Sie sind damit kein Ad-On, sondern integraler Bestandteil der Story. Das Schlimme: Wenn man das Hauptspiel schon durch hat, hat das nachgereichte Mittelteil einen schalen Geschmack und keinen spielerischen Mehrwert. Stattdessen hat man das Gefühl, doppelt Geld für ein Flickwerk ausgegeben zu haben. Lohnt sich also der Kauf? Ja. Finden wir die Verkaufspolitik gut? Eindeutig nein.

Während PC Besitzer wohl erst am 14.03. mit dem Hauptspiel loslegen können, steht der zweite DLC schon in den Startlöchern: Ende Februar soll für die Konsolen “Das Fegefeuer der Eitelkeiten” erscheinen, in dem sich unser Assassine des verrückten Mönchs Savonarola annimmt.

Und weils so schön ist, hier noch ein paar Trailer zum Hauptspiel.

Mehr …

Video: iPad in Aktion

27. Januar 2010 1 Kommentar

Projekt 52/4: Bei Wind und Wetter

27. Januar 2010 4 Kommentare

…bleibt das Wiesel zu Hause. Wenn es draußen regnet, stürmt und schneit, mummelt es sich dick ein, zerrt sich ein gutes Buch vor die Nase und macht es sich gemütlich.

Das Wiesel lebt meinen Traum.
Irgendwie bin ich ein wenig neidisch.

Assassins Creed: Initiation

Nett gemachter Fan-(Kurz)-Film über die Aufnahme Altairs in die Sekte der Assassinen.
Warnung: Blutig! Bis zu Leonardo da Vincis Modifikation der klassischen Assassinenwaffe mussten nämlich Gliedmaßen abgetrennt werden, um den Körper passend zur Waffe zu gestalten. Oder, wie der Meister es ausdrückt: Die Waffe verlangte die Hingabe des Trägers. Uh.

Lesebefehl: Die gekaufte Republik

Ein Twitterer (wer genau ist mir entfallen, SRY. Wenn Du hier mitliest, bitte melden) schrieb neulich sinngemäß:

“Kann Google nicht mal die FDP kaufen? Bessere Internetpolitik würde allen helfen”

Galgenhumor im Angesicht der Westerwelle, die da auf uns zuschwappt.
FixMbr schreibt sehr lesenswert und strukturiert auf, was uns dieser Tage wirklich empören muss. Dreist wie nie zuvor wird systematisch wird von CDU und FDP der Umbau der Sozialsysteme zugunsten von Unternehmen betrieben. Beraterstellen im Gesundheitsministerium mit Lobbyisten besetzt, jeder abgesägt der sich nicht mit der Pharmalobby in ein Bett legen will und politische Positionen kurz nach Großspenden geändert.

Ein Lobbyist der privaten Krankenversicherung soll also zukünftig eine zentrale Stelle im Bundesgesundheitsministerium übernehmen und mitverantwortlich für die gesetzlich Versicherten sein. Das wäre ungefähr das gleiche, als würde sich der Weihnachtsmann selbst einen Wunschzettel schreiben und entscheiden, was er sich selbst schenken wird. Der deutsche Sozialstaat wird in diesem Fall noch nicht einmal meistbietend verkauft – er wird zum Schaden der Menschen verschenkt.

Zum Artikel geht es hier lang.