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Cranberries: Roses

Uh, das ich das noch erleben darf! Die Helden meiner Zeit des Übergangs zum Erwachsenwerden sind wieder da: Am 24.2. erscheint ein neues Album der Cranberries!


Ich habe ja die Solo-“Karriere“ von Dolores O´Riordan verfolgt. Die hat inzwischen zwei Alben rausgebracht, von denen eines der Hammer und eines so mittelmäßiges Gejaule ist und kann daher sagen: Ich freu mich drauf, dieses Comeback kann was werden.
Sie geben sogar ein Konzert. Aber wirklich nur eins: Am 25.06. in der Zitadelle in Spandau.

 
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Geschrieben von am 27. Januar 2012 in Event, musik

 

Fremdscham

Man möchte vor Scham das Gesicht in den Händen verbergen: Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert SOPA//PIPA auch für Deutschland, um zukünftige Kim Schmitz zu verhindern. Für die Begründung schreiben sie von den Amerikanern und aus der Wikipedia ab, nicht ohne nochmal ordentlich Fehler reinzubauen. Das wirft zwei Fragen auf:
1. Warum halten die es eigentlich nicht für nötig, auf dem Gebiet mal Kompetenz aufzubauen und
2. Wissen die eigentlich nicht, das mit ACTA ihre geliebten Netzsperren auf europäischer Ebene eigentlich schon beschlossen sind?

Und mal so generell: KIM SCHMITZ WURDE FESTGESETZT OHNE DIESEN SOPA/PIPA/ACTA-KRAM. Die rechtlichen Rahmen und Instrumente sind also vorhanden. Niemand auf der Welt will SOPA/PIPA. Außer der Contentmafia und der CDU/CSU-Fraktion. Was weitere, interessante fragen aufwirft: Warum sind die Politiker dafür? Where is the money?

 
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Geschrieben von am 26. Januar 2012 in Betrachtung

 

„Dort stülpte sie einen Krug nach dem andern über sich“

Herr Silencer macht sich Gedanken über Verschwörungstheoretiker in Zeiten des Internet am Beispiel des Falles Asht in einem viel zu langen Text mit bandwurmsartigen Gesätzen von skurriler Sprache.

„Wir arbeiten an einem neuen Verfahren, das die Energieffizienz um 50 Prozent steigert.“
„Wer ist denn „wir“?“
„Sage ich nicht. Wir werden den Energiemarkt aufwirbeln, deshalb kann ich jetzt nicht darüber reden. Wir sind auch nicht im Internet. Wer weiß wer sie sind, vielleicht gehören sie ja zu DENEN“, sprach der Mann Mitte 50, warf mir einen letzten Blick über den, nun, Rand seiner randlosen Brille zu und verweigerte jegliche Konversation.

Diese Szene ereignete sich gestern Abend, am Rande eines Vortrags zur Energiegewinnung aus Biomasse. Die randlose Brille hatte den Vortragenden des Öfteren unterbrochen, unverständliche Sätze in Frageform von sich gegeben und generell alles in Frage gestellt. Leute wie ihn dessen-Namen-er-nicht-nennt gibt es viele auf der Welt. Sie tauchen bei Vorträgen und auf Mesen auf, reden irgendwie unzusammenhängend und schroff, und geben nichts von sich preis. Sie meinen, etwas ganz besonderes entdeckt/getan/geschaffen oder vor zu haben und fühlen sich nun verfolgt von Politiker/Nachbarn/DENEN, die ihnen ihr Ding/Erfolg/Handlung neiden oder ihre Ideen stehlen wollen.

Ich kenn mich mit sowas aus, mein Vater ist auch so einer. Der hätte auch schon dreimal die Welt revolutioniert, hat aber seine Arbeiten auf dem Gebiet der Energiegewinnung aus Baumbewegungen, dem Impulsantrieb aus Stereoanlagen und Schusswaffen mit Magnetfeldern nie fertig gestellt. Aus drei Gründen: 1. weil die heutige Physik noch nicht soweit ist, 2. aus Angst vor DENEN und 3. weil immer kurz vor dem Durchbruch was Interessantes im Fernsehen kam. Nunja.

John Asht ist nach eigenen Angaben hauptberuflich Schriftsteller und freier Journalist, in seiner Freizeit „uriger Naturliebhaber (kein Ökofuzzi)“1. Was eventuell erklärt, weshalb er einerseits Natur liebhaben, sich andererseits aber stolz neben einem Humvee ablichten lassen kann.

John Asht, der ehemalige Student der Religionsgeschichte und Ethnologie, schreibt keine normalen Bücher. Er schreibt „Prosa-Epen“ in eigenwilliger Sprache. Oder, wie er es sagt: „Nach dem Studium der Ethnologie und Religionsgeschichte wiedergebe ich nunmehr meine Erkenntnisse in Form von historischen und surrealistischen Werken.“2

Nunja. Sowas gefällt nicht jedem, zumal die Sprache dergestalt verwendet wird, dass es wirklich ans Surreale grenzt. Ein Insidergag und Klassiker ist mittlerweile der Satz „Dort stülpte sie einen Krug nach dem andern über sich“1. Wie muss man sich denn sowas vorstellen? Ist das nicht unpraktisch, mit so vielen Krügen auf dem Kopf?

Aber wie wurde der Satz bekannt? Nun, alles fing mit Bloggerin Myriel an. Sie liest gerne. Und sie schreibt in ihr eigenes, kleines Blog, die „Bücherzeit“, was sie von den Büchern hält. Myriel liebt Bücher, arbeitet selbst in der Buchbranche und liest dementsprechend oft und viel. Die allermeisten Bücher liest sie auch zu Ende – nicht aber das Buch „Twin Pryx“ von John Asht. Nach drei Anläufen stellt Myriel fest, dass sie dermaßen Probleme mit Sprache, Logik und Handlung hat, dass sie nicht über Seite 90 hinauskommt und sich in der Folge nicht in der Lage sieht, eine Bewertung für das Buch abzugeben.

Das schreibt sie im November 2011. Mehr als ein Monat vergeht, dann erfolgt ein erster Kommentar zu dem Blogeintrag – von John Asht höchstpersönlich! Gleich in den ersten Sätzen beleidigt er Myriel, die als „23jährige“s „Mädel“ „mit Hochliteratur nichts anzufangen weiß“4. Damit sind die Grenzen gesteckt, und in einem zweiten Kommentar legt er gleich noch hinterher, dass er seine „Anwälte [Blog und Bloggerin, Anm. S.] ahnden lassen werde“, zumal ihm das Ganze suspekt wirke „etwa so, wie von gewissen Leuten bezahlt, um einem Autor zu vernichten.“4

Nun gut, bis hierher kann handelt es sich um the same old story: Autor ist gekränkt und wittert eine Verschwörung. Aber es wird noch besser: Der dritte Kommentar kommt von Ashts Verlegerin – ein langer Beitrag, indem sie sich darüber beklagt, das Myriel einen Verriss geschrieben habe, ohne das Buch gelesen zu haben – das sei unfair. Wir erinnern uns – Myriel (die ihren echten Namen mit Anschrift im Impressum ihres Blogs hat) schrieb gerade KEINE Bewertung, weil sie das Buch nicht lesen konnte.

Das passt aber nicht ins Bild der Verlegerin, die schon ihren ersten Kommentar, bewusst oder unbewusst, mit Publikumsbeschimpfung schliesst:

„Wer damit (gut ausgearbeitete Bücher -Anm. S.) nicht mehr umgehen kann, sollte sich künftig besser nur noch mit anspruchsloser Kost berieseln lassen. Das ist auch den Machthabern lieber, denn diese Art von Fast-Food-Leser lassen sich optimal lenken und kontrollieren – eben weil sie allmählich das rationale Denken verlernen.“4

Aha. Aber es kommt noch besser: In einem zweiten Kommentar in Myriels Blog legt die Verlegerin nach und unterstellt ihr Wirtschaftkriminalität („Artikel 5 des Grundgesetzes gibt Ihnen noch lange nicht das Recht, Wirtschaftskriminalität zu betreiben, indem Sie willkülich den Verkauf eines Produktes boykottieren.“)4, beklagt sich, dass Menschen, die keine „studierten Literaturkritiker sind“ ins Internet schreiben dürfen und droht, deswegen den Börsenverein des Deutschen Buchhandels einzuschalten.

Ja, genau. Wo kommen wir denn da hin, wenn plötzlich jeder selbst entscheidet, welche Produkte er gut findet oder kauft? Wir befinden uns im Kapitalismus, Konsumverzicht ist ein Wirtschaftsverbrechen.
Aber es kommt noch besser.
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Geschrieben von am 25. Januar 2012 in Betrachtung, Meinung

 

Von Venedig nach China

Genua, Italien, im Jahr 1299.
Die Sonne brennt vom Himmel, aber davon hat Rustichello da Pisa nicht viel. Er sitzt in einem dunklen Kerker. Der junge Mann wäre so gerne ein großer Schriftsteller geworden. Stattdessen ist er erst irgendwie zwischen die Fronten im Krieg der Seerepubliken geraten, dann in genuesische Gefangenschaft. Die Tage im Gefängnis ziehen sich wie Kaugummi, und Rustichello reagiert auf die Gefangenschaft mit einer, ebenso verständlichen wie ungesunden, Mischung aus Frustration und Wut.

Um nicht komplett durchzudrehen, und um überhaupt irgend etwas zu tun zu haben, gibt er schliesslich dem Drängen eines Mitgefangenen nach. Der leicht verwildert aussehende Mann, ehemals Kapitän einer venezianischen Kriegsgaleere, fürchtet, das die Genueser ihn nicht mehr lange am Leben lassen werden. Er drängt Rustichello seine Lebensgeschichte aufzuschreiben. Der ist auf übertriebene Kriegsgeschichten gefasst, gewürzt mit der ein oder anderen Schürzenjägerstory, die der Nachwelt den alten Mann als glorreichen Helden zeigen soll. Opa erzählt vom Krieg, gähn.

Rusticchello ist nicht auf die völlig unglaubwürdigen Geschichten gefasst, die ihm stattdessen aufgetischt werden. Der alte Mann erzählt von langen Reisen, auf denen er angeblich viele wunderliche Dinge, Menschen und Tiere gesehen haben will. Einhörner, ewig brennende Brunnenschächte und Papierschnipsel, die so viel Wert wie Münzen sein sollen. Er habe am Hofe eines Königs gelebt, dessen Reich angeblich größer sein soll als die bekannte Welt. Er sei in geheimen Diensten dieses Königs unterwegs gewesen, und als er endlich, nach 24 Jahren, nach Hause zurückkehrte, habe ihn niemand mehr erkannt und selbst seine eigene Familie zweifelte an seiner Identität.

Rusticchello da Pisa schreibt alles auf. Eigentlich hält er es für Unfug, aber der Fremde erzählt so eindrücklich und detailreich, dass er sich nicht hundertprozentig sicher ist, ob nicht doch ein Fünkchen Wahrheit in den Geschichten sein kann. Und selbst wenn nicht: Als Fanatasieroman taugt das Ganze allemal. Nach seiner Entlassung sucht er einen Verleger für dieses Reiseabenteuer, dem er den Titel „Le Livre des merveilles du monde“ (Das Buch von den Wundern der Welt) gibt. Es findet keinen großen Anklang, bis es ins italienische übersetzt wird, zunächst unter dem Titel „Libro delle meravigilie del mondo“, dann als „Il Millione“. Seither gab es keinen Reisebericht der öfter gelesen wurde. Ein Bericht über die Reisen des…

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Geschrieben von am 24. Januar 2012 in Reisen

 

Nie wieder Alk

Er ist nämlich ausgestorben, der Riesenalk:

(Jaja, Flachwitz)

 
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Geschrieben von am 23. Januar 2012 in Reisen

 

Mega-Abschaltung

In Neu Seeland wurde ein großer, dicker Mann verhaftet. Und alle so: Ha-Ha, guck an, der Kim Schmitz. Da hat es ja den richtigen getroffen. Mag sein, immerhin ist Kim Schmitz, der sich auch gerne mal „Kimble“ oder „Kim Dotcom“ nennt, genauso irre wie er guckt. Er ist ein Großmaul, ein größenwahnsinniger Angeber, er prahlt mit seinem Geld und ist skrupellos, was das Geschäftsgebaren angeht. Was man bei all den Anwürfen gegen die Person aber nicht ausser acht lassen darf ist die Sache, um die es hier geht. Schmitz betrieb Megaupload, das ist ein Dienst im Internet, bei dem zunächst mal jeder Daten, auch in großen Mengen, ablegen darf und festlegen kann, wer die Daten wieder abrufen darf. Klar, das wurde selbstverständlich genutzt, um Filme, Serien, Musik und ähnliches hochzuladen und zu teilen. Das ist illegal, aber im Zweifel eher den Nutzern als dem Dienst anzulasten. Den hat das FBI jetzt erstmal dicht gemacht. Und da beginnen meine Probleme.

Die Megaupload Limited, die den Dienst betrieb, hat ihren Sitz in Hong Kong. Die Rechenzentren stehen rund um die Welt, u.a. in den Niederlanden. Von dort hört man gerade, das die vom FBI gestürmt wurde. Das FBI rühmt sich wiederum damit, gleichzeitig in X Ländern zugeschlagen zu haben. Was folgende Fragen aufwirft: 1. Hat wirklich das FBI die Stürmungen geleitet? Oder haben die Polizeien der Länder Amtshilfe geleistet? Falls ersteres: Auf welcher Grundlage wird ein amerikanischer Geheimdienst in anderen Ländern offiziell tätig?
2. Hier wurde massiv Internetinfrastruktur abgeschaltet. Klar, die bösen Filmehochlader wandern Jetzt alle zu Rapidshare, aber was ist mit den Nutzern, die, evtl. auch noch gegen Geld, ihre Urlaubsbilder eben jener Cloud anvertraut haben, die das FBI nun dicht gemacht hat? und 3. Was bedeutet das für die Zukunft von Cloud Storage? Immer mehr Dokumente legen wir im Netz ab – wer kann uns garantieren, das nicht irgendein Geheimdienst die einbehält?

Es geht mir nicht darum, Unsympath Schmitz oder sein Mega-Dings zu verteidigen. Insbesondere letzteres war zu deutlich auf Film- und Pornsharing ausgelegt, als das man hier von einem Opfer sprechen könnte. Nichtsdestotrotz finde ich es beängstigend, wie einfach hier offensichtlich ein riesiger Speicherplatz abgeschaltet werden konnte.

 
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Geschrieben von am 23. Januar 2012 in Betrachtung, Internet

 

Miniaturwunderland


Oben: Rekursion: Das Gebäude, das das Miniaturwunderland beherbergt, ist selbst Teil des Miniaturwunderlandes.

Da fehlte doch noch was… Ich bin neulich ja nicht in Hamburg gewesen um eine Tüüt-Tüt zu holen, sondern auch um das Miniturwunderland anzusehen. Das liegt in der Speicherstadt, 20 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt und in direkter Nachbarschaft zum Hamburg Dungeon und einer Erlebniskaffeerösterei.

Die Hamburger Speicherstadt mit ihren fantastischen Backsteingebäuden und der abgefahrenen Architektur ist schon allein einen Besuch wert

Das Miniaturwunderland ist, verkürzt gesagt, eine große Modelleisenbahnanlage. Sogar die größte der Welt.

Aber das Projekt allein auf seine Größe zu reduzieren (sic) würde ihm nicht gerecht. Denn was die Macher der Anlage, die ehemaligen Discobesitzer Braun aus Hamburg, aus einer Laune heraus starteten, zieht seinen Reiz nicht aus der Größe, sondern vielmehr aus dem Detailreichtum und den liebevollen Geschichten, die man immer wieder und an fast jeder Ecke entecken kann. Wie die von dem Vollhonk, der mit seinem getunten Auto unbedingt versuchen musste, ob er durch die Verkehrsbremse passt. Nun steht er da, und seine Kumpels stehen um ihn rum und feixen.

Oder die Natursportlergruppe, die auf einem Gletscher im 6 Meter hohen Gebirge Nacktwandern betreibt: die Gruppe von Leuten, die nackt auf einem Gletscher des 6 Meter hohen Gebirges gegen den Klimawandel protestieren – wie seinerzeit in echt bei einer Greenpeace-Demo. (Danke für den Hinweis, rstockm)

Oder der Käselaster mit dem kaputten Schloss an der Laderaumtür:

Derlei Miniaturen (sic) gibt es überall. Im idyllischen Bach liegt eine Leiche, das Spurensicherungsteam rückt bereits an. Oder ein Sonnenblumenfeld, in dem ein Liebespaar auf einer Picknickdecke schmust. Wenn man im richtigen Moment am richtigen Ort schaut, kann man sogar eine Alienentführung miterleben. Das unterscheidet das Wunderland von Modellanlagen, die normalerweise eine idealisierte und damit langweilige Version der Realität abbilden. Das MiWuLa tut das nur Vordergründig, wenn man genau hinschaut entdeckt man irre Ideen und schwarzen Humor.

All diese Details sind es, die einen schnell vergessen lassen, das man es hier „nur“ mit einer Modelleisenbahn zu tun hat. Das MiWuLa ist eine eigene, kleine Welt. Immer wieder fragt man sich, wie die das technisch bloß gemacht haben – neben den Zügen kurven auch 250 Autos über die Anlage, Schiffe fahren über die Ostsee und Flugzeuge heben vom Airport der Stadt Knuffingen ab und verschwinden im Himmel über der Anlage.

Und überhaupt: Die Landschaften! Von der Stadt Knuffigen reist man als Besucher über den Harz, Skandinavien, die Alpen bis ins Ferne Amerika, erlebt dabei alle 15 Minuten den Wechsel von Tag und Nacht mit und ist wie berauscht von den Farbstimmungen und den Beleuchtungen.

Konzert von DJ Bobo, komplett mit Tanzeinlagen der Minifiguren.

Zusammengefasst: Selbst für Leute, die mit Modelleisenbahn nichts am Hut haben, ist das Miniaturwunderland eine wunderbares Erlebnis. Man sollte mindestens 2 Stunden für den Besuch einplanen, besser aber noch 4-5 Stunden und eine Pause im gemütlichen Restaurant bei Gulaschnudeln oder Kaffee. Über die sehr gute Website kann man den gewünschten Besuchszeitraum reservieren und dadurch Wartezeiten auf fast Null reduzieren. Ebenfalls auf der Website findet sich Gerrits Tagebuch, in der Besitzer, Erfinder und Oberprogrammierer des MiWuLa, Gerrit Braun, einen Blick hinter die Kulissen gestattet.

Hier noch der offizielle Trailer und ein paar Impressionen. Die Bilder auszuwählen sind mir schwer gefallen: Ich habe in knapp 3 Stunden rund 250 Aufnahmen gemacht…

Trailer:

Kontrollraum


Blinkenlights

 
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Geschrieben von am 22. Januar 2012 in Reisen

 

Choose your Side

Für RS: Freeze Mop Mob auf dem Time Square in NY zur Prämiere des Spiels Star Wars: The old Republic. Pretty Cool gemacht: Ein Flashmob von Sith kämpft gegen Jedi. Die abgebrühten Großstadtbewohner irritiert das natürlich nur für die Dauer einer New Yorker Sekunde, dann wählen sie ihre Seite…

 
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Geschrieben von am 20. Januar 2012 in Games

 

Internationaler Allergiepass

Es gibt so Dinge, die gibt es gar nicht. Wortwörtlich gemeint. Ein solches Ding ist ein internationaler Allergiepass. Den gibt es nämlich wirklich nicht. Zumindest habe ich bei meinen Recherchen keinen gefunden, und schlimmer noch: Anscheinend gibt es noch nicht mal eine amtliche Vorlage für einen nationalen Allergiepass. Was erklärt, warum die Namen von Pharmafirmen auf diesen „medizinischen Dokumenten“ stehen. Die Firmen verteilen die Vorlagen an die Arztpraxen, als Werbemaßnahme, amtlich ist daran mal gar nichts. Und mehrsprachig gibt es die erst recht nicht.

Dabei wollte ich so gerne die fast zwanzig Jahre alte, große Nasspappe mit dem inliegenden Papyrus loswerden:

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Das einzige, was ich im Netz zum Stichwort „Internationaler Allergiepass“ gefunden habe, sind Websites dubioser Firmen, in die man seine Daten eintragen kann, um dann einen Allergiepass seiner Wahl zu bestellen. Für Preise zwischen 5 und 29 Euro bekommt man dann per Post einen laminierten Zettel oder eine geprägte Plastikkarte in Deutsch und einer Fremdsprache der Wahl zugeschickt. Wahlweise sogar mit einebauten USB-Stick, auf dem eine Textdatei mit jenen Daten liegt. Das ist in meinen Augen ärgerliche Bauerfängerei. Nehmen wir ein Beispiel aus der Praxis: Mich.

Ich habe ein Immunsystem aus Titan, das absolut resistent gegen Pollen, Staub, Tierhaare und andere Geschütze der Natur ist. Alles, was andere für Wochen komplett niederstreckt, neutralisieren oder ignorieren meine körpereigenen Abwehrkräfte schlicht. aber auf exakt drei synthetische Betäubungsmittel reagiert mein Körper heftig allergisch. wie sie z.B. beim Zahnarzt oder in Notfällen verwendet werden.

Kann man sich nun ernsthaft vorstellen, dass bei einem Unfall, wenn ich aus einem Wrack gezogen werden, die Ersthelfer innehalten und sagen: „Oh, guck mal, er hat einen USB-Stick in der Brieftasche! Hol mal den Laptop aus dem Rettungswagen und lass mal gucken was da drauf ist bevor wir ihm die Spritze geben!“
Wohl kaum. Das Anästhetikum aber, was bei Schocks in ganz leichter Dosierung verabreicht wird, könnte bei mir zum Herzstillstand führen. Ich glaube auch nicht, dass diese Allergikerschmuckstücke, Armband und so, funktionieren. Danach guckt doch kein Ersthelfer, oder?

Zusammengefasst: Alles doof. Offizielle Allergiepässe gibt es nicht, obwohl das ECHT mal wichtig wäre. Stattdessen gibt es nur Werbematerial oder teuren, nutzlosen Unfug.

Aber hey, warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Wenn offensichtlich jeder Hinz und Kunz Allergiepässe ausstellen kann, dann kann ich das auch! Ausgedruckt, laminiert, fertig ist der Original internationale Silencer Allergiepass auf Deutsch und Englisch:

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Geschrieben von am 20. Januar 2012 in Gnadenloses Leben

 

Yippie-ya-yeah, Schweinepappe

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Es ist an der Zeit. Ich trenne mich von meinem (deutschen) Führerschein. 18 Jahre hat er mich begleitet, nun gebe ich ihn ab. Wegen seiner Farbe und der irgendwie immer feuchten Haptik wird er im deutschen Sprachgebrauch auch liebevoll als „Schweinchenpappe“ bezeichnet. Eigentlich trauere ich dem großen, glibberigen Ding nicht hinterher – allerdings machten die vielen „das darf er“-Stempel schon ein wenig stolz: Bis auf die ganz großen LKW darf ich alles steuern, was mit Rädern bewegt werden kann. Der neue EU-Führerschein im Kartenformat ist dagegen sehr nüchtern und unspektakulär. Noch so ein Plastikding, neben dem die Karte der Videothek noch spannend aussieht.

Dafür gibt es damit keinen Ärger mit Polizisten im Ausland. Natürlich ist die Schweinchenpappe auch im Ausland gültig, aber wer will das einem mies gelaunten Karabinieri erklären, der den Standpunkt vertritt, das, wenn es einen EU-Führerschein gibt, man doch nicht mit einem rein deutschen Dokument unterwegs sein muss, dessen Inhalt er nicht versteht.
Hat er irgendwie auch recht.

Ausserdem ist damit das vorletzte, wirklich große Dokument aus meiner Geldbörse verschwunden. Jetzt kann ich endlich damit beginnen, mich nach einem kleineren Portemonnaie umzusehen. Gibt es eigentlich Organspendeausweise und Allergiepässe schon im Kreditkartenformat?

 
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Geschrieben von am 20. Januar 2012 in Ganz Kurz

 

Überlegt

Ob RTL-Reporter wohl nachdenken, bevor Sie Sätze aufsagen wie „das unehrenhafte Verhalten des Capitano Dilettante bringt Schande über das gesamte Land“?
Vermutlich nicht.

 
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Geschrieben von am 19. Januar 2012 in Medienschau

 

SOPA, PIPA, ACTA

Bei amerikanischen Webten bleibt heute das Licht aus. Wikipedia ist dunkel, WordPress ziert sich mit „Zensiert“-Schildern und selbst Gonge trägt Trauer. Der Grund: Gesetzesvorlagen mit so lustigen Namen wir SOPA, PIPA oder deren europäisches Pendant, ACTA. Worum es dabei geht? Stark verkürzt darum: Die Musik-, Film- und sonstige Rechteinhaber haben große Anstrengungen unternommen, um das, was sie als ihr Eigentum bezeichnen, zu schützen und dessen Mißbaruch verfolgen zu lassen. Nun galt bisher: Wenn Irgendwo Nutzungsrechte verletzt werden, dann beschwert man sich, das Kram kommt aus dem Netz und gut. Das soll zukünftig anders werden: Wenn die Gesetze durchkommen, sind Provider gezwungen, ihre Kunden zu überwachen und aktiv nach Rechtsverstössen zu fahnden und zu ahnden. Die Folgen: Zensur im Namen des Geldes, Film- und Musikverlage gleichzeitig als Ankläger, Richter und Henker.

Noch kürzer ausgedrückt: Die Contentmafia lässt sich gerade Gesetze schreiben, die die freie Nutzung des Internets unmöglich machen werden.

Selbst die Obama-Regierung ist gegen die Gesetzesinitiative, kann aber mangels Mehrheit im Repräsentantenhaus de Vorlage der Gesetzentwürfe nicht verhindern. Und wer jetzt denkt „Ach, die Amis. Egal, halt“, der muss ich vor Augen führen, dass in Europa mit ACTA genau so ein Mist bevorsteht. Es sei denn, das EU-Parlament verhindert das noch.

Mehr hier.

Dieses Blog wird übrigens nicht abgedunkelt. Ist bei einer Leserzahl von nur ein paar Hundert/Tag nicht effektiv und wäre ohnehin wie eine Predigt an die Gläubigen, da hier eh alle internetaffin sind und genau wissen wie gefährlich SOPA, PIPA und ACTA sind.
Oder?
ODER???

 
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Geschrieben von am 18. Januar 2012 in Internet

 

Smart Window

Eigentlich gibt es ja internationale Gesetzesvorgaben, nach denen man „Smart“ und „Window“ nicht in einem Satz verwenden darf, aber DAS HIER ist wirklich mal ein interessantes Fenster. Das hätte ich dann auch gerne in meiner Wohnung.

Obwohl… wenn ich es mir genauer überlege… vielleicht doch nicht. Auch wenn es ein Einwegfenster ist, und die Nachbarn nicht sehen was man da macht – warum am Fenster stehen um auf´s Netz zuzugreifen? Na, egal. Cool ist es auf alle Fälle.

 
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Geschrieben von am 17. Januar 2012 in Spielzeug

 

Voll crank

Seit 2005 war ich nicht mehr krank. Und das, obwohl ich ständig auf den Seuchenschiffen der Republik (vulgo: ICs, ICEs) unterwegs bin. Ein Immunsystem nicht nur aus Stahl, sondern quasi aus Titan.

In diesem Jahr hat es mich nun voll erwischt. Ja, von wegen „gesundes neues Jahr“, stattdessen gleich erstmal voll auf der Nase. Und zwar exakt von Samstag, 15.00 Uhr bis Sonntag, 00.40 Uhr.

Damit ist die Rekordserie gebrochen, aber immerhin kann ich noch damit angeben, das ich seit fast 7 Jahren keinen (kompletten) Arbeitstag verpasst habe.
Braver Arbeitnehmer.
Ach.

 
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Geschrieben von am 10. Januar 2012 in Ganz Kurz

 

Bimbitechnologie

Wenn die, von mir sehr geschätzten, Herren Wischmeyer und Kalkofen in Ihren Radiocomedies deutlich machen wollten, dass etwas besonders ramschig und minderwertig sein sollte, setzten sie einfach ein „Bimbi“ vor das entsprechende Wort. Häufig wurde in den Sketchen vom „Bimbimarkt“ gesprochen, der dann stellvertretend für alle Discounter herhalten musste. Wenn es ganz heftig kam, fuhr man sogar ins Bimbiland. Kann man lustig finden, muss man aber nicht.

Trotzdem musste ich aufgrund dieser Vorprüfung sehr lachen, als ich sah, unter welchem Namen Vorwerk Geräte im Ausland anbietet.

Was zum Geier soll das eigentlich sein? ein Grill? Ein Mixer? Ein Strudelbereiter?
Und was bedeutet die Überschrift? „Echt und technisch“?

 
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Geschrieben von am 6. Januar 2012 in Reisen

 
 
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