Tja, Mist verdammt. (Woohooo II)

8 05 2008

Eigentlich sollte “Non-Stop Action from a different Perspective” nicht wirklich der Name dieses Blogs werden.

Das war nur der Arbeitstitel, weil mir auf die Schnelle, als die Schildmaid mich zum Anlegen eine Blogs gezwungen genötigt überredet hat, nichts Besseres eingefallen ist.

Und nun?

Nun hat dieses Blog innerhalb der ersten vier Tage seines Bestehens mehr als tausend Besucher gehabt, ist an zig Stellen im Netz verlinkt und wurde in etliche Blogrolls aufgenommen. In den WordPress-Charts ist es in den Top 25 der beliebtesten Blogs, einzelne Artikel haben es schon in die Top 10 geschafft, wurden als “heisser Tip” auf der Worpress-Startseite angezeigt und sind Volltreffer bei Google.

Was mich alles doch sehr überrascht (und natürlich freut, aber ich höre jetzt auf damit, sonst klingt das hier noch nach Eigenlobhudelei).

Zurück zum dämlichen Titel: den jetzt noch zu ändern wäre all den netten Verlinkerinnen und Verlinkern gegenüber unfair. Also bleibt er für´s erste. Grummel.

Vielleicht nimmt man den irgendwann ja gar nicht mehr war. Mit den bescheuerten Namen von Musikbands klappt das ja auch.

Wenigstens mit dem Untertitel bin ich zufrieden.

Aber der passt ja auch.





Madonna! Sie knutscht wieder!

8 05 2008

Aber das ist mir sowas von egal und, objektiv gesehen, auch so dermaßen irrelevant, dass es gerade in diesem Blog nichts zu suchen hat.
Sollen sich andere damit beschäftigen.

Relevant ist dagegen, dass man sich durchaus ab und an vor Augen halten muss, was manchmal so als “Nachricht”, im Sinne von Mitteilung eines relevanten Ereignisses, durchgeht.
Guckt oder hört man sich die, äh, “Nachrichtensendungen” mancher Privatsender an, beschleicht einen unweigerlich der Verdacht, dass die Redaktion aus einer Horde Affen besteht, die nie auch nur den Hauch einer journalistischen Grundausbildung wahrgenommen hat und daher Nachrichten nicht von Unterhaltung unterscheiden kann.

In Wahrheit sieht es natürlich anders aus. Menschen gierten schon immer nach Klatsch & Tratsch. Dieses, nennen wir es mal “Bedürfnis”, wird durch Boulevardmeldungen und Bilder von niedlichen Tierbabys bedient. Da gerade Privatsender weniger den hehren Bildungsauftrag als viel mehr die Quote im Blick haben (was legitim ist, immerhin handelt es sich um Unternehmen) wird halt das serviert, was das Publikum wünscht.

Und auch das ist legitim. Nach einem harten Tag mit leerem Hirn vor der Glotze sitzen und froh sein, dass man die, höh, Probleme der (halb-/viertel-/achtel-) Promis nicht am Hals hat, kann durchaus entspannend sein.

Man sollte nur nicht Unterhaltung mit Nachrichten verwechseln.
Oder so dreist sein, auf irgendwelchen Blödsinn das Etikett “Nachrichten” zu kleben.

Um die Informationskompetenz, einer der wichtigsten Schlüsselkompetenzen in einer Wissensgesellschaft, ist es bei Vielen eh´ nicht zum Besten bestellt. Wenn die Fähigkeiten zur Unterscheidung zwischen relevanter Nachricht und irrelevantem Blödsinn nicht gelernt und trainiert werden, ertrinkt man früher oder später in der Flut aus seichten Informationen.

Was dann nämlich passiert, ist schön albern in dem netten Film “Idiocracy” bebildert.
Insgesamt spassiger (stellenweise auch platter) Film, bei dem einen des Öfteren das Schmunzeln auf den Lippen gefriert.

Aber es besteht noch Hoffnung: Jugendliche sind nicht doof und kriegen durchaus mit, dass das, was manche Privatsender als Nachrichtensendung ausgeben, eigentlich totaler Mumpitz ist, der das Hirn verklebt.
Das lassen zumindest Diskussionen wie diese hier annehmen, in der sich genannten Zielgruppe nicht nur der Verarsche durch verflachte und durchboulevardisierte Nachrichtensendungen bewusst ist, sondern auch gleich Alternativen zur Information einbringt.

Ach, gäbe es doch mehr so vernünftige Menschen wie diese (mutmaßlich) halbwüchsigen KillerspielComputerspieler/-innen.

Ein großer Teil der Bevölkerung geht mit Medien und Informationsquellen nicht emanzipiert um.

Ein anderer Teil weiß um die Mechanismen der Massenverdummung, schert sich aber nicht drum - vielleicht, weil sich ein Hirn voller Zuckerwatte ja auch ganz gut anfühlen kann.

Wer´s mag…

 





Herr Lehmann und Frau Weber II

8 05 2008

Anscheinend ist Herr Lehmann am 08.03. wirklich viel rumgekommen und hatte noch mehr Pech als vermutet. Auch in Frankfurt, Dresden, Bonn, usw. haben ihm Leute das Auto angefahren und sich dann aus dem Staub gemacht.

Neben den eigentlichen Opfern, den Adressaten der Briefe, gibt es auch noch weiteren Kollateralschaden dieser Aktion. Für die, dem “Anwaltsschreiben” von “Weber & Partner” beigefügte, Werkstattrechnung haben die Absender Namen und Anschrift eines real existierenden Unternehmens mißbraucht. Was in der Firma jetzt los sein muss, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Möglicherweise haben wir es neben versuchter Erpressung und Betrug auch noch mit Rufmord (ist das eigentlich ein Straftatbestand?) zu tun.

Jetzt wird der Fall auch von den Medien aufgegriffen:

Die Online-Ausgabe des “Generalanzeiger” schreibt:

Nach Angaben ihres Sprechers [der Staatsanwaltschaft Münster, Anm. Silencer] Wolfgang Schweer sind die ersten Briefe am Dienstag bei den Adressaten angekommen. “Wir haben Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Erpressung und des versuchten Betruges aufgenommen”, sagt Schweer. Anklagebehörde und Polizei versuchten “aus den vorhandenen Daten an die Betrüger zu kommen”.
[...]
Schweer mutmaßt, dass es sich um mehrere 1 000 Schreiben mit Betrugsversuchen handelt und die Adressaten bundesweit willkürlich ausgesucht worden sind. Allein mit der relativ niedrigen Summe von knapp 100 Euro legten es die Unbekannten darauf an, dass die Leute, offenbar viele ältere, lieber zahlten als sich einen Prozess an den Hals zu hängen, so Schweer. Davor könne er nur warnen.

Sehr schöner Artikel.
Den kompletten Beitrag gibt es hier

Vielen Dank an Alexander für den Hinweis!

[Update 13.05.2008] Weitere Berichte in den Medien, die Reisekarte des Herrn Lehmann und die Anzahl der verschickten Briefe: Hier klicken
[Update 15.05.2008] Ein TV-Magazin sucht Betroffene. Wer im Fernsehen berichten möchte: Hier klicken





Telefon!

8 05 2008

Spiegel-Online schreibt heute morgen:

Die Zahl der gerichtlich angeordneten Telefonüberwachungen ist im Jahr 2007 um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie die Bundesnetzagentur am Mittwoch in Bonn mitteilte, wurden 44.278 Telefone abgehört, überwiegend Handys.

Ein Skandal!
Warum nur so wenige? Es gibt doch bestimmt viel mehr Top-Manager und Politiker hier im Land, oder?