Clone Wars: Trailer zu Kinofilm und neuer Serie

12 05 2008

Mein “First Contact” mit Star Wars fand im zarten Alter von 6 Jahren statt. Mein Vater nahm mich mit ins Dorfkino. Seitdem bin ich dem Krieg der Sterne verfallen, und was in den Klonkrigen passiert, wollte ich seit Leias Satz “Ihr habt meinem Vater in den Klonkriegen gedient, General Kenobi” unbedingt wissen.

Deshalb war ich auch ein wenig entäuscht von den neuen Kinofilmen:Am Ende von Star Wars: Episode II sahen wir den Beginn der Klonkriege, zu Beginn von Episode III deren Ende.
Aber was war währendessen im Star Wars-Universum passiert?

Die Zeichentrickserie “Clone Wars - The Animated Series” versuchte die Lücke ein wenig zu füllen, schaffte das aber bis kurz vor dem Aus wenig bis gar nicht. Gewöhnungsbedürftiger Zeichenstil und komische Stories, deren Stakkatorythmus der Folgenlänge von nur drei(!) Minuten geschuldet war - wäre da nicht noch auf die letzte Viertelstunde der Übergang zu Episode III aufgetaucht, man könnte das Ding beerdigen und nie wieder ein Wort drüber verlieren.
Man merkte an allen Ecken und Enden, dass es sich hier um ein Abfallprodukt und Merchandisingvehikel für die Kinofilme handelte.

Aber nun wird alles besser: eine weitere animierte TV-Serie, ebenfalls mit ungewöhnlichem Zeichenstil, dafür aber in 3D, mit richtigen Autoren und von Rick Berman zur Chefsache erklärt, soll die Klonkriege nun in epischer Breite zeigen.

Ungewöhnlich: Lucasfilm produzierte die Serie ohne einen Abnehmer zu haben, wie es sonst in der Branche üblich ist. Normalerweise wird erst Luft in Dosen verkauft, dann gearbeitet. Wenn dann Mist bei rauskommt - was soll´s, gibt es halt nur eine Staffel.
Nicht so hier: George Lucas ist so überzeugt das das Ding ein Knaller wird, dass er erst einmal Mörderkohle investiert und sich erst hinterher Gedanken macht, wie die wohl wieder reinkommt.

Dafür greift er zu cleverem Marketing: Um nicht nur die Zuschauer, sondern auch die TV-Sender für sich zu gewinnen, werden die ersten Folgen der neuen Clone Wars Serie als zusammenhängender Film ins Kino gebracht. Los geht es am 15. August in den USA, ein deutscher Starttermin steht ebenso wenig fest wie ein Ausstrahlungstermin für die Serie.

Trailer gibt´s nach dem Klick. Den Rest des Beitrags lesen »





Wiesel Content (II)

12 05 2008

In den Kommentaren wurde gefragt, womit das Wiesel wohl gefüttert wird.
Nun, natürlich nur mit wieselgerechter Nahrung aus ökologischem Anbau. Ausserdem wird es gelegentlich mit dem Kopf in Orangenmarmelade getaucht.

Aber wie das immer so ist: gesundes Futter ist laaaangweilig, und wenn man es nur für einen Moment aus den Augen lässt, geht das Wiesel selbst auf Nahrungssuche:

Böses Wiesel.

Disclaimer: Nein, ich bin nicht verrückt geworden. Wiesel-Content ist in Liebe meinen beiden Wiesel-Verehrerinen gewidmet.





Schwarzer Punkt, zu Tode verwaltet

12 05 2008

Ich habe einen tiefschwarzen Punkt in meiner Vergangenheit:
Ich habe mal für eine Hochschule gearbeitet.
Drei Monate.
Das ist schon lange her und ich bin auch nicht Stolz darauf. Aber ich war Geld und brauchte das Jung. Oder so.
In dieser Zeit habe ich aus Versehen 93 Euro in die Rentenkasse eingezahlt. Habe ich später zurückbekommen, also: nix eingezahlt.

Irgendjemand in der, höhö, Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VLB) scheint mich aber zutiefst zu lieben. Er (oder sie, wasweißich) vermisst mich so sehr, dass er mir regelmäßig Briefe schreiben muss, sonst findet er keine Erfüllung im Leben. So erkläre ich mir das zumindest. Die Geschichte einer innigen Beziehung mit Höhen, Tiefen, Abhängigkeiten und Happy End. Hört sich das nicht besser an als: “ich rege mich auf über Vorgänge in einer einer großén Verwaltungs-, hihi, Anstalt, die auf´s absurdeste von Links nach Rechts verwaltet?

Dabei begann es ganz harmlos. Das erste Schreiben informierte darüber, dass ich 93 Euro MINUS 93 ERGO Nix Euro in die Rentenkasse eingezahlt hätte. Das zu erklären bedurfte drei eng bedruckter Seiten, am Ende der Satz: “Wichtige Informationen! Bitte bewahren Sie diese Unterlagen unbedingt auf!”.
Na gut, habe ich das halt abgeheftet.

Sechs Monate war Ruhe, aber dann spürte der Briefeschreiber wieder dieses tiefe Bedürfnis mir zu schreiben. Er schickte den gleichen Brief noch einmal.
Den habe ich auch abgeheftet.

Nun wurde der Briefeschreiber mutiger und wollte ein wenig mehr Pepp in unsere Beziehung bringen: plötzlich kam eine fröhliche Benachrichtigung, dass meine Beiträge (wir erinnern uns: 0,00 Euro) um 0,018 Euro nach OBEN korigiert wurde. Ich freute mich über das Geld aus dem Nichts und heftete das Schreiben ab, in Gedanken schon am Rechnen, wieviele Zinsen 0,018 Euro wohl gebracht haben wenn ich endlich in Rente gehe. Als Liebesbeweis schickte mir der Briefeschreiber noch eine Bestätigung. Zweimal. Ich heftete sie ab.

Damit begann aber alles erst, denn wie bei jeder Sucht wird die Frequenz zwischen den Kicks immer kürzer. Er schrieb immer öfter, immer exzessiver. Am Ende fand ich alle zwei Monate ein Schreiben in meinem Briefkasten. Neue Korrekturen. Bestätigungen. Zusammenfassungen. Bestätigungen der Zusammenfassungen.
Ich kaufte einen neuen Ordner, nur für VLB-Briefe, und heftete fleissig ab.
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