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Monatsarchiv: März 2009

4 – Heute Nacht. Und jeden verdammten Tag.

death

Die Nacht versinkt im Regen.
Passend zur melancholischen Stimmung.

Heute Nacht, vor vier Jahren,
in einer Nacht wie dieser
wurde aus unserem Kind
ein Sternenkind

Ich erinnere mich, dass ich an einen Druckfehler glaubte,
als ich kurz zuvor eine Anzeige sah,
in der das Todes- vor dem Geburtsdatum lag.

Heute Nacht, vor vier Jahren,
begriff ich
was das bedeutete.

Heute Nacht,
erinnere ich mich an eine Zukunft
die nie Gegenwart wurde.

Ich vermisse sie
Ich vermisse Dich
Jeden Tag

Jeden verdammten Tag
bricht es mir das Herz

 
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Geschrieben von am 12. März 2009 in Uncategorized

 

Returned mail: see transcript for details

—– The following addresses had permanent fatal errors —–

(reason: 550: invalid address)

Wenn man mir eine Anfrage von einer nichtexistenten Mailadresse aus schickt und die Mails, die an die Firmensammeladresse gehen, nicht beachtet werden, braucht man sich weder zu wundern noch telefonisch zu beschweren, wenn die Antwort nicht ankommt.

Als wenn man um Rückruf bittet und seine Telefonnummer nicht angibt.

 
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Geschrieben von am 12. März 2009 in Berufsleben

 

Logo vergessen?

Apple, was ist DAS denn?
OK, der neue iPod Shuffle ist wirklich winzig – zumindest auf Fotos aber auch häßlich. Irgendwie fehlt auf der Vorderseite mindestens das Apple-Logo.

So nichtssagend das Äußere, so laberbackig das Innenleben: Der Ipod liest einem vor, welchen Song man gerade hört. Mit einer quäkigen Blechstimme, die sich typisch microsynthetisiert-holprig anhört. Das konnte das Programm Logox schon vor 10 Jahren schöner.

Ach, 2009 ist ein komisches Jahr. Jetzt stellt sogar Apple schon häßliche Dinge her.

 
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Geschrieben von am 12. März 2009 in Ganz Kurz

 

Watchmen (2009)

Nach langen Jahren der Vorbereitung und diversen Rechtsstreitigkeiten gibt es nun doch eine Verfilmung des unverfilmbaren Graphic Novels Watchmen – und der Regisseur wird nicht müde zu beteuern, wie sehr er doch versucht hat, der Vorlage gerecht zu werden. Tatsächlich sahen die Trailer und Poster sehr stimmungsvoll aus, aber ist dabei nun DIE Comicverfilmung herausgekommen, die jeder gesehen haben muss?
Ich meine: Nein. Obwohl der Film besser ist, als man nach dem Hype erwarten durfte.

Was wäre wenn? Aus diesem Ansatz baut Alan Moore, der von mir sehr geschätzte Autor des Graphic Novels, die Parallelwelt auf, in der Watchmen im Jahr 1985 spielt. Diese Welt gleicht unserer, nur kleiden sich dort in den 40er Jahren einige Menschen in absurde Kostüme und nehmen als „Superhelden“ das Gesetz in die eigene Hand. Die zweite Generation dieser Männer und Frauen in Strumpfhosen formiert sich in den 60er Jahren und nennt sich Watchmen. Wirkliche „Superkräfte“ hat nur einer von Ihnen, ein blauer Muskelschlumpf namens Dr. Manhattan, der durch einen Unfall mit irgendwas zu einem gottgleichen Superwesen mit Kifferattitüde wurde. Er schert sich nicht wirklich um die Menschheit oder irgendwas anderes, sondern denkt in kosmischen Maßstäben, was dazu führt, dass er permanent Blödsinn redet und nackt rumrennen muss.

Auch seine Watchmen Kollegen machen nicht mehr viel, denn Ende der 70er erklärt die Regierung Superheldentum für illegal. Die Welt hat auch ohne die selbsternannten Helden genug Probleme: Es ist 1985, und da es in der Was-wäre-wenn-Welt kein Watergate gab, ist Nixon noch Präsident. Der kalte Krieg mit den Russen ist auf seinem Höhepunkt, der Ausbruch eines Atomkriegs steht bevor. Die Menschen leben in ständiger Angst. In diesem Klima wird einer der ehemaligen Watchmen ermordet, und die Geschichte beginnt.

Viel wurde schon über „Watchmen“ geschrieben, die literarische Vorlage als der großartigste Grafik Novel aller Zeiten gelobt und als unverfilmbar deklariert.

Nun, die wenigsten, die sowas zusammenschreiben, haben das Buch wirklich gelesen, sondern einfach nur die Pressemitteilung zum Film abgepinnt. Tatsächlich ist das Comic was Besonderes – wegen der Mischung aus Gesellschaftskritik und Dekonstruktion von Superhelden, wegen seiner Erzählweise und seiner zynischen Grundhaltung.

Aber: Es ist beim ersten Lesen auch ziemlich zäh und langweilig. Typisch für den Autor Alan Moore ist eine lange Exposition, ohne das der Leser überhaupt erfährt, wohin die Reise eigentlich geht. Über mehrere hundert Seiten werden Charaktere eingeführt, teils auf unterschiedlichen Zeitebenen, ohne das man wirklich einen Plan hat, was da eigentlich gerade passiert.

Ein der letzten, noch illegal arbeitenden, Watchmen ist Rohrschach, der nach dem Mörder seines Kollegen fahndet und eine Verschwörung wittert. Was nicht viel zu sagen hat, denn Rohrschach ist ein paranoider Psychopath, der als einziger noch die Watchmen im Auge behält. Er warnt seine ehemaligen Mitstreiter vor einem Killer, der es auf Ex-Superhelden abgesehen hat. Aber weder das verweichlichte Bruce-Wayne-Imitat Nite Owl, noch die Latexfetischistin Silk Spectre glauben ihm. Die beteuern lieber, das ihnen das Superheld sein nicht fehlt, sind aber ohne ihre Fetisch-Anzüge nicht in der Lage ein Nümmerchen zu schieben.

Ein Nacktschlumpf-Kiffer, ein ungewascherner Psycho, ein liberales Weichei und eine Fetischistin – um diesen Haufen Kaputter, die nun wirklich überhaupt kein Identifikationsmaterial abgeben, vorzustellen, braucht das Buch mehrere Hundert Seiten inkl. Zeitsprünge und Rückblenden. Das ist verwirrend, langatmig und stellenweise auch langweilig – einer der Gründe, warum Watchmen NICHT der „größte Graphic Novel aller Zeiten“ ist, auch, wenn er durch Zufall auf irgendwelchen Bestsellerlisten gelandet ist. Der große Verdienst der Vorlage ist das Durchschütteln eines Genres: Ein Buch über Superhelden, das ohne wirklichen Bösewicht auskommt, und die Protagonisten als selbstgefällige Saubeutel mit „Wir wissen was gut für Euch ist“-Attiüde zeigt, die sich am Ende die Frage stellen müssen, ob sie den Preis der Freiheit zu zahlen bereit sind.

Der Film folgt der Erzählstruktur der Vorlage sehr genau, und absurderweise muss man ihm genau das vorwerfen: Das er zu eng an der Vorlage klebt.

Was im Graphic Novel gut funktionierte, erweist sich beim Kinobesuch als Bruch mit den üblichen Sehgewohnheiten. Statt nach dem üblichen Blockbusterschema mit 1-3 Höhepunkten vorzugehen, nimmt sich der Film Zeit, um seine Figuren vorzustellen. Viel Zeit.

Rund 100 Minuten lang sehen wir, wie aus einem Physiker der Muskelschlumpf wird, was für Probleme die Mutter der Fetischistin hatte undundund. Der Spannungsbogen um den Mord an dem alten Watchmen wird nur zögerlich und mit vielen, langen Einschüben verfolgt. Das ist durchaus unterhaltsam, wenn man als Zuschauer begreift, dass hier der Weg das Ziel ist. Aber selbst wenn man die Vorlage kennt, wünscht man sich (und dem schmerzenden Hintern im Kinosessel), dass die Geschichte um die große Verschwörung etwas stringenter und straffer erzählt wird. Zum Vergleich: Die „Herr der Ringe“-Filme waren auch deshalb gut, weil die Elemente der Geschichte verwürfelt wurden und eben NICHT jedes Frühstück der Hobbits zelebriert wurde.

Wenn es dann endlich losgeht und die Story um den Mord wieder in den Vordergrund tritt, dürften 2/3 der Kinobesucher schon weggedämmert oder verwirrt unter ihre Sitze gekrochen sein.

Das liegt nicht an der Umsetzung, die z.T. wirklich gut ist, auch wenn die Effekte einen nicht vom Hocker reissen. Nur: Die memorablen Bilder sind nicht unbedingt der Verdienst des Filmes. Fast jedes Bild, teilweise sogar die Kamerawinkel, entstammen der Vorlage. Jeder coole Einfall (abspritzendes Eulenschiff) stammt aus dem Buch. Dialoge sind meist eins zu eins übernommen.

Die einzigen Bereiche, in denen der Film ein wenig Selbstständigkeit entfaltet, sind der Soundtrack, die exzessive Ausführung der Gewaltszenen und das geänderte Ende der Geschichte. Die beiden erstgenannten Punkte sind dabei nicht wirklich gut gelungen. Die eingespielten Musikstücke sind im Filmkontext nervig, abgenudelt oder nur skurril (Bob Dylan, Nena). Die Darstellung von Gewalt, die im Buch nur angedeutet wird, ist so widerlich und übertrieben, als hätten die Macher des Filmes sich noch mal auf die Schnelle überlegt, hier ein Meta-Irgendwas in SAW-Manier transportieren zu müssen. Lediglich das neue Ende passt besser als der Originalschluss.

Muss man das jetzt gesehen haben?
Nein, nicht unbedingt.
Watchmen ist ein wirklich guter und unterhaltsamer Film geworden, aber beileibe kein must-see-for-everyone.
Das Festhalten an den mäandernden Erzählstrukturen und die übertriebene Gewaltdarstellung werden viele abschrecken. Wer die Vorlage kennt und mag, wird begeistert sein, auch wenn viel von der Mooreschen Gesellschaftskritik fehlt und das wichtige Element der atomaren Krisenangst sehr cheesy umgesetzt ist.
Wer gänzlich unvorbereitet einen klassischen Superheldenfilm a la „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“ erwartet, wird sein blaues Wunder erleben. Auch in Form eines nackten Pimmelschlumpfs.

 
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Geschrieben von am 11. März 2009 in Film, review

 

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Wetten dass…

Fürchterliche Dinge sind heute passiert.
Die Ersten nutzen die Ereignisse schon wieder, um politische Forderungen zu stellen – hübsch verpackt in Beileidsäußerungen.

Die üblichen Mechanismen laufen an – und ich WETTE, dass spätestens Morgen früh zu lesen ist, dass Tim K. ja immer „so Killerspiele“ spielte. Und in 24 Stunden hält Prof. Pfeiffer sein Gesicht wieder in die Kamera und darf unkommentiert den üblichen Quark absondern.

Wenn die Pietätlosigkeiten nur groß genug sind, fallen Sie gar nicht mehr als solche auf.

[Update, 22.58 Uhr:] Wette gewonnen. Ich hatte es vorher nicht gesehen, aber die ARD bietet den Pfeiffers dieser Welt schon die Bühne: In einer Sondersendung zum Thema.

[Update 23.50:] Reflexhaftes Medienhandeln: Spiegel und SZ fabulieren von Killerspielen. Die FAZ schreibt dazu O-Ton im Interview mit einem Klassenkameraden: Sein wichtigstes Hobby jedoch habe er nie aufgegeben: „Tischtennis war seine Leidenschaft“, sagt Tomas. Mit Computern hatte er dagegen nicht viel am Hut. Für das Internet habe er sich auch nicht begeistert.“
Liebe FAZ, DAS PASST NICHT INS BILD!
[Update 12.03., 10.30:] Uh, es geht weiter. Der übliche Fund von Counter Strike: „Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counter-Strike gefunden.“

 
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Geschrieben von am 11. März 2009 in Ganz Kurz, Gnadenloses Leben

 

Warnung: Aus Liebe

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Vorsicht! ECHTES Marzipan wird aus Zucker und Mandeln hergestellt!
„Heute ist wieder die Liebe des Kochs im Essen zu schmecken“ ist in vielen Kantinen immer noch der Code für „Schmeckt, als hätte er sich… äh… am Essen vergangen.“

 
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Geschrieben von am 11. März 2009 in Gnadenloses Leben, Skurril

 

Das kann nur auf dem Dorf passieren

Neulich, beim Aufladen des Motorrads:

Er: „Wir haben die Spanngurte vergessen, Mist.“
Sie: „Kennen wir hier wen, den wir anrufen könnten?“
Er: „Harry hat bestimmt Gurte. Ruf doch mal Harry an!“
Sie: stellt sich mitten auf die Strasse und brüllt laut „Haaaaaarry!“

Er: „Was machst Du denn da? Nimm das Telefon!“
Sie: „Das im Auto, das WAR gerade Harry!“

Und Harry hat´s sogar gehört, ist umgedreht und hatte Spanngurte dabei.
So was kann nur auf einem Dorf passieren.

 
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Geschrieben von am 10. März 2009 in Gnadenloses Leben

 

Blogmüde?

Moment ist in der Blogwelt nicht viel los.

Zumindest nicht in vielen, von mit präferierten Blogs. Bei manchen gibt es nur noch ein sporadisches „Seufz, ja, mich gibt´s noch, und das Wetter ist Mist“ zu lesen. Andere, wie Welt des Wissens, der Dünenwanderer, Taxi-Blog und die Wortteufel machen offiziell Blogpause und verkünden das auch.

Das ist konsequent und nett, denn als Leser weiß man wenigstens: OK, hier gibt es gerade nichts zu sehen – aber ich muss mir keine Sorgen machen, dass dem Blogger/der Bloggerin was pasiert ist, irgendwann geht´s weiter.

Andere sind da weniger konsequent. So viel weniger, dass ich mal meine Blogroll, das Gunst-O-Meter, aufräumen musste. So gern ich manche der rausgeflogenen BloggerInnen auch mag: Wenn der letzte Eintrag von Anfang November 2008 stammt, dann ist das nicht mal mehr was für die Kategorie „jährlich“.

Schlägt Frühjahrsmüdigkeit auch auf Blogs durch? Ist momentan eine gewisse Unlust zu spüren? Saisonal bedingt, vielleicht?

Oder anders: GEHT DAS WIEDER WEG?!

Wenn jetzt nämlich alle zu Twitter abwandern und da nur noch 140-Zeichen „Bohre gerade in der Nase“ oder „OMG! Mein Apple-Dings läuft EinsElf“ von sich geben, wird die Blogroll noch weiter ausgedünnt.

Ich hoffe mal, es handelt sich bloss um das Blog-Äquivalent zum Schweinezyklus, und in ein paar Wochen ist die Blogmüdigkeit weg.

So lange freue ich mich einfach über jeden reintröpfelnden Post und darüber, dass Schon-Zeit nach langer Abstinenz wieder regelmäßig postet und Gunst-O-Meter-Neuzugang Bee auf Zynaesthesie tolle, wenn auch viel zu lange Texte schreibt.

 
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Geschrieben von am 10. März 2009 in Ganz Kurz, Meta

 

Volume-Bass-Treble-Balance

Eigentlich soll hier der „extrem realistische Sound“ eines Unterhaltungssystems beworben werden – Schnarch. Die Visualisierung eines solchen „lebensechten“ Sounds ist aber wirklich gelungen und lustig anzuschauen:

Muss ich jetzt eigentlich Angst davor haben, dass kleine Leutchen in meinem Radio wohnen?

 
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Geschrieben von am 9. März 2009 in Webvideo

 

Gewalttätige Kinder?

Frag ['fræɡ] bezeichnet:

  • das Töten eines virtuellen Gegners in Computerspielen (Egoshooter, Deathmatch)
  • das im US-Militär praktizierte Töten von unbeliebten Mitgliedern einer Kampfeinheit während des Vietnam-Kriegs
  • die Kurzform von fragmentation grenade, einer Handgranate

Quelle: Wikipedia

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Geschrieben von am 9. März 2009 in Gnadenloses Leben, Skurril

 

Bye-Bye, Baby

Seit 1993 kennen wir uns schon. Wind und Wetter haben wir zusammen durchlitten. Jeden Tag zur Uni oder zur Arbeit, jedenfalls solange, wie die Temperaturen über 0 Grad lagen. Wir waren ein Brot-und-Butter-Gespann, Du und ich.
Schön-Wetter-Biker haben wir verachtet.

Wir haben tolle Zeiten miteinander verbracht, wie bei den Ausflügen nach Südtirol oder nach Ungarn. Und auch schlimme Zeiten, wie den Schneesturm oder den Ausflug nach Ungarn.

Du hast alles mitgemacht. Deine riesigen Hepco & Becker-Koffer fassten auch die größten Einkäufe. Meine Dankbarkeit spiegelte sich in Toleranz gegenüber Deiner kleinen Macken und liebevoller Pflege wieder. Du bist die einzige CB 450 N, die ich kenne, die neben verchromten Anbauteilen auch noch einen Sturzbügel hat. Zum Glück brauchten wir den nur einmal, damals, in dieser Kehre hinter Cortina d´Ampezzo, wo heute noch Fragmente des hinteren Blinkers im Asphalt stecken. Zum Glück haben wir uns auch bei solchen Aktionen keine bleibenden Schäden zugezogen. Selbst als mitten in der Pampa die Ölleitung platzte, ist uns nichts passiert.

Leider sind wir in den letzten Jahren nicht dazu gekommen, viel miteinander zu unternehmen. Irgendwann haben die vierrädrigen Vehikel Dir den Rang abgelaufen. Deshalb trennen sich nun unsere Wege, aber ich weiß, dass Du in guten Händen bist. Wenn alles klappt, wird bald wieder der Asphalt unter Dir dahinziehen. Das ist allemal besser, als sich noch Jahre in dieser Scheune die Reifen platt zu stehen.

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Mach´s gut, Silberschatten, und bring Deine neue Besitzerin immer genauso sicher an´s Ziel wie mich.

 
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Geschrieben von am 8. März 2009 in Gnadenloses Leben, Historisches

 

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Cebit 2009: Bilanz

Ehernes Gesetz von Hannover: Nieselregen, Kälte und Wind sind obligatorisch. Ohne geht´s nicht.

Ehernes Gesetz der Branche: Wenn die Besucherzahlen im Keller sind, faselt die Messeleitung zur Halbzeit was von der „hohen Qualität der Kontakte“ und den „guten Gesprächen“, wahlweise auch „zufriedenen Ausstellern“. Besucherzahlen werden nicht veröffentlicht.

Krisenjahr 2009: Auch am Standbau wird gespart. Manch Aussteller greift sogar zum Wachsmalstift und gestaltet die Werbeposter liebevoll selbst.

Krisenjahr 2009: Auch am Standbau wird gespart. Manch Aussteller greift sogar zum Wachsmalstift und gestaltet die Werbeposter liebevoll selbst.

Heute gelernt: Die Cebit findet NICHT in Hannover statt. Sondern in Laatzen. Sagt ein Laatzener.

Erkenntnis: Viele Besucher sind Cebit-Urviecher. Die Messe ist der heilige Gral aller Rechenzentrumsbären, und viele der grummeligen, alten Männer in ausgeblichenen Jeans sind nur dort, weil man halt schon seit 20 Jahren zur Cebit fährt.

Deppen: Die Messeleitung gebärdet sich immer noch wie eine Clique von Sonnenkönigen und macht Ausstellern durch Unverschämtheiten wie schlechte Planung und Verlegungen-in-letzter-Sekunde das Leben schwer. Als ob man sich das noch erlauben könnte.

Ausgewürfelt: Ebenfalls der Messeleitung zuzuschreiben: Gemeinschaftstände, die auf 3(!) Standorte aufgeteilt sind. Oder Themengebiete, in die willkürlich unpassende Riesenstände geworfen wurden. Oder wie ist es zu erklären, dass die Bauten des russischen Innovationsministeriums und des Landes Niedersachsen den Knowledge-Solutions-Bereich dergestalt fragementieren, dass die Besucher nicht mehr zu den Ständen dahinter finden?

Beobachtung des Jahres: Fast alle tragen wieder Krawatten. Die Zeiten von „wir sind so geil, wir machen´s wie Middelhoff und lassen den Fetzen weg“ sind vorbei.

Treppe voller Post-Its: Irgendwo muss das ganze Kram, das im papierlosen Büro eingespart wird, ja hin.

Treppe voller Post-Its: Irgendwo muss das ganze Kram, das im papierlosen Büro eingespart wird, ja hin.

Service: Woran erkennt man Cebit-Anfänger?

Platz 3: An den durchweichten Anzügen (billige Fabrikate sehen schon mal so aus, als ob sie auseinanderfallen). Merke: Wenn man seinen Mantel an der Garderobe lässt (was Cebit-Profis schon für einen Fehler halten), sollte man wenigstens einer Schirm dabeihaben. Es ist pure Illusion, zu denken, man käme trockenen Fußes von einer Halle in die nächste.

Platz 2: Verschmierte Brillen. Cebit-Profis haben immer Taschentücher dabei, um die Brille zu trocknen. Das Seheisen an der durchlöchterten Krawatten zu reiben verrät den Anfänger.

Platz 1: An den Brandlöchern in den Krawatten. Die weht der böse Hannoveraner Märzwind beim Rauchen in die Zigarette. Merke: Wenn Raucher, dann Cebit nur mit Krawattennadel. Oder ohne Krawatte.

Bonus, außer Konkurrenz: Echte Anfänger erkennt man schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Messegelände – am Rumstolpern oder im-Weg-stehen auf dem Skywalk.

Der Ort Bürger-trifft-Behörde liegt zwischen Halle 9 und dem Dorf Genau-zwischen-die-Augen.

Der Ort Bürger-trifft-Behörde liegt zwischen Halle 9 und dem Dorf Genau-zwischen-die-Augen.

 
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Geschrieben von am 6. März 2009 in Berufsleben, Betrachtung

 

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Wiesels große Reise, Woche 29 & 30

Eigentlich eine Wiesel-Kurzmeldung, denn wirklich viel ist dem Wiesel in den letzten zwei Wochen nicht passiert.
Das Wiesel hat in der Tauschlade seine poetische Seite entdeckt – der Aufenthalt hat ihm wirklich gut getan, und eingetauscht wurde es zum Glück auch nicht.

Romantisch nahm es auch seinen Abschied:

„früher oder später
weil ich nicht weiß
wie Abschied nehmen
Vielleicht wie der Sommer
auf Herbstblättern
Bis Bald!“


Bilder: dieTauschlade
Es ist nicht dokumentiert, ob das Wiesel auf seiner Reise wirklich die ganze Zeit gedichtet hat. Ich stelle mir das ja durchaus lustig vor, wie so ein Wiesel textend oder komponierend durch die Lande zieht.
Nun ist es bei Anita und Töchterchen Iris in Österreich gelandet.


Bild: Anita

So beginnt er also, der Zug durch die Alpenrepublik.

Andere Wieselmeldungen:

Frau Welt des Wissens hat jetzt ein eigenes Wiesel – und die Heerscharen von LeserInnen ihres Blogs durften über den Namen abstimmen. Entschieden hat man sich letztlich für -tata!- Das wunderbare Wiesel. Die Taufzeremonie war dementsprechend würdevoll. Das wunderbare Wiesel ist damit Wiesel Nr. 5, das im Zuge des Wieselcontents auftaucht. Auf das es uns viele Stunden der Freude bereiten möge.

Tolle Wieselgeschichten gibt es auch in den absurden Eddie-Dickens-Büchern von Philip Ardagh. In den sechs Bänden der Trilogie werden die Abenteuer des Eddie Dickens erzählt, der im viktorianischen England inmitten skurriler Verwandter aufwächst. Neben dem Wahnsinnigen-Onkel-Jack, der Rechnungen in Trockenfisch begleicht ist das vor allem die Noch-wahnsinnigere-Tante-Maude. Die trägt permanent ein ausgestopftes Wiesel mit dem Namen Malcolm mit sich herum.
Mit Malcolm schlägt die NWTM bevorzugt andere Leute, wenn sie ihn nicht gerade in Orangenmarmerlade taucht. Lesenswert, nicht nur für Wieselfans. Oder besser noch: Hörenswert, denn die deutschen Ausgaben gibt es als Hörbuch, gelesen vom hervorragenden Harry Rowohlt, der die Bücher auch übersetzt hat.

 
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Geschrieben von am 6. März 2009 in Wiesel, Wiesels große Reise

 

Beating a dead horse

Die Hypo Real Estate ist ein totes Pferd.
Schon bei ihrer Zeugung war klar, dass sie nie wirklich gesund sein würde – was ihre Eltern bewusst in Kauf nahmen, um ihre Bilanzen zu schönen.

Trotzdem setzten sie der Hypo Real Estate einen Sattel auf und liessen sie zum Rennen antreten. Das ging eine Zeit lang gut: So lange die Türen der Startboxen geschlossen blieben, merkte keiner was. Im Zuge der Finanzkrise fiel dann aber recht schnell auf, dass es irgendwie muffig roch, und als mal jemand nachsah, lag das Pferd schon tot am Boden.

Bis kurz vor diesem Zeitpunkt jubelten die Herren Vorstände noch vom hohen Ross herunter, während das Pferdchen unter ihnen stolperte und hustete. Keiner kam auf die Idee, das Pferd mal zu pflegen. Bis es zu spät war. Einer der Herren stieg ab, bevor alles zusammenbrach, die beiden anderen mussten mit der Brechstange, sprich: fristloser Kündigung, vom Ross geholt werden.

Seither wuseln stattliche Retter um das verwesende Pferd herum, stopfen es mit Geldscheinen aus, schienen die Beine mit Holzbalken und halten den Kopf mit Seilzügen oben. Ein Zombiegaul, der alle paar Tage wieder umfällt.

So weit, so bekannt.

Und jetzt das Unglaubliche: Drei von denen, die das Pferd zu Tode geschunden haben, Klagen vor Gericht und stellen Forderungen – auf das man sie für ihre gute Arbeit entlohnen möchte. Bei einem geht es nur um Geld, aber die anderen beiden, darunter der ehemalige Finanzvorstand, klagen – man halte an sich! – auch auf Rücknahme Ihrer Kündigungen.

Man stelle sich das mal vor: Die drei sind für die Vernichtung von wer-weiß-wie-viel Kapital zuständig. Sie haben ihre Holding so gründlich gegen die Wand gefahren, dass 102.000.000.000 Euro nicht ausreichen um das Ding zu retten. Und nun haben die auch noch genug Eier in der Hose, um nicht nur weitere (Bonus-) Zahlungen zu beanspruchen, sondern sich auch noch juristisch gegen ihren Rauswurf zu wehren. Respekt! So sind deutsche Manager – hart in der Sache. Wenn die Sache das eigene Portemonnaie ist.

Man stelle sich vor, was passiert, wenn die damit durchkommen und die Kündigungen als unwirksam erkannt werden. Dürfen die dann in ihren alten Job zurück? Kann man sowas allen Ernstes wollen?
Oder soll nur der Lebenslauf geschönt werden? („MIR wurde noch nie gekündigt“)

Aber wer stellt solche Flachpfeifen überhaupt noch ein? Obwohl – vielleicht ist das die verkehrte Frage. Thom.as Middelho.ff, nur mal als Beispiel, kriegt ja auch immer wieder neue Unternehmen zum kaputt spielen, wenn er mal wieder eins mit Schmackes gegen die Wand gedonnert hat.

 
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Geschrieben von am 6. März 2009 in Betrachtung

 

Wii Cooking Extreme

Das neue Hammer-Game und must have für alle Wii-Besitzer: Wii Cooking!
Fast wie „Cooking Mama“ (das heisst wirklich so), aber mit noch mehr Zubehör.
Um nicht zu sagen: Extrem viel Zubehör.

Hätte ich eine Wii – ich würde es mir holen!

 
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Geschrieben von am 5. März 2009 in Fun

 
 
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