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Monatsarchiv: April 2009

Kurzmeldungen aus der Welt des Plastik Rock (4)

Rock Band 1 Hardware für billich-billich
Die RB2-Instrumente kommen – irgendwann. Vielleicht bald. Man weiß es nicht. Was man weiß: Aktuell gibt es das komplette Hardwarebundle (Drums, 1 Gitarre, Mikro) für alle Konsolen für unter 60,- Euro. Das ist kein Schreibfehler, sondern schlicht unglaublich. Man erinnere sich: Zu Beginn sollte das Instrumentenpaket 240,- Euro kosten, im Handel war es dann lange für 160,-. Nun also um 100 Euro im Preis gesenkt. Allein das beiliegende Logitech-Mikro kostet im Handel sonst normal schon 20,- Euro. Bei dem Preis kann man evtl. über die Schwächen der schwammigen Gitarre und die recht lauten Drums hinwegsehen – einfach vom gesparten Geld ein paar Silencer mitbestellen.

Rock Band Unplugged
Hat irgendjemand hier eine Playstation Portable? Nein? Gut, dann können wir recht schnell darüber hinweghuschen das am 04. Juni „Rock Band Unplugged“ für die PSP erscheint.

Mit größtenteils bekannten Songs und einem Alleinstellungsmerkmal: Der Spieler kann während des Songs das Instrument wechseln. Gespielt wird über die ganz normalen Buttons, was das Feeling von Plastic Rock nicht wirklich transportieren dürfte. Kann eigentlich nur Grütze werden.

The Beatles: Rock Band
Besser hört sich da schon die Ankündigung von Harmonix an, im 03. Quartal ein Musikspiel um die Beatles herausbringen zu wollen. Nach 17 Verhandlungsmonaten ist der Vertrag mit Apple Records unter Dach und Fach. Obwohl die Engine des Spiels die von Rock Band 2 sein wird, zählt man das Spiel nicht offiziell zur Rock Band Serie – wohl ein Zugeständnis an die Plattenfirma der Beatles, die deren Songs nicht als Download Content sehen wollen. Angekündigt sind Fassungen für PS3, XBOX und Wii – von einer PS2-Fassung ist nirgendwo die Rede.

Rock Band Lego
Soll ebenfalls noch in 2009 erscheinen. Was man davon halten soll? Ganz einfach: Die Hersteller drehen am Rad. Hier wächst zusammen, was nicht zusammen gehört, aber den Fans Geld aus den Taschen zieht. „RB Lego“ soll sich an ein jüngeres Publikum richten. Schneidet man bei Songs gut ab, gibt es virtuelle Legosteine zum Verschönern der Band. „Jüngeres Publikum“ klingt stark nach „Wir singen Hannah Montana“. Viel Spass. Ohne mich. Wird zum Glück wahrscheinlich ohnehin nicht für die PS2 erscheinen.

Guitar Hero PC-Fassungen
Auf der CeBit im März verriet mir eine Mitarbeiterin von Activision, dass „World Tour“ im Juni für PCs erscheinen soll. Davon ist immer noch nichts zu sehen, dafür ist still und leise „Guitar Hero: Aerosmith“ am 03. April erschienen.

Ausgerechnet der schwächste und schwerste Teil der Reihe.

Doppeltrommler
Das Release von GH: Metallica steht kurz bevor. Das Spiel bringt einen Expert+ Modus für die Drums mit. Wer die Kombo kennt, weiss: Die trommeln wie wild, ohne zwei Basspedale ist das nicht machbar. Tatsächlich ist ein einzelnes Pedal bereits vorbestellbar und soll am 28.05. ausgeliefert werden.

Wenn das die gleiche Fassung wie in den USA ist, enthält die Packung einen kleinen Y-Adapter, der es erlaubt zwei Pedale an einem GHWT-Drumset zu betreiben.
Sowas gibt es auch für die RB-Drums, aber leider mal wieder nicht in Europa.

Guitar Hero im Büro
Eingeweihte wissen beim Anblick dieser Krawatten Bescheid:

Mann sollte sich nur nicht beim Üben auf dem Halsstrick erwischen lassen.
Gefunden und im Verkauf bei Zazzle

Rock Band ACDC in Grau – aktueller Stand
EA verhökert IMMER NOCH die falsche, amerikanische NTSC-Fassung für die PS2 aus und hofft, dass es keiner merkt.

 
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Geschrieben von am 30. April 2009 in Plastik Rock

 

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Manchmal muss ich ja auch loben

Ich mag bestimmte Versandhändler ja sehr.
Einer meiner Lieblinge ist die Mindfactory in Wilhelmshaven. Die haben nicht nur einen sehr netten und fähigen Service, eine gute Website und sind oft die günstigsten Anbieter, sie sind auch noch schnell:

Dienstag um 20.18 Uhr: übers Internet bestellt.
Dienstag um 21.02 Uhr: Meldung, dass das Paket verschickt wurde (Uh?)
Donnerstag Vormittag: Angekommen.

So muss das sein. Großes Lob. Weiter so.

So groß und schwer hätte ich es nicht erwartet. DAS UPGRADE ist da.

So groß und schwer hätte ich es nicht erwartet. DAS UPGRADE ist da.

 
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Geschrieben von am 30. April 2009 in Ganz Kurz

 

15 Sekunden Ruhm

In der Fussgängerzone laut geniest.
Musste daraufhin prompt diverse Kamerateams, Reporter und Paparazzi mit Regenschirm verprügeln.
Irgendwie übertreiben die es mit ihrer Schweinepestsensationsgeilheit.

 
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Geschrieben von am 30. April 2009 in Fun, Ganz Kurz

 

Woah, T-Mobile, woah!

Das ging nun fix: Knapp 24 Stunden nachdem ich eine hübsche Mail, gespickt mit Worten wie „Eskalation“ und „Zweiter Lauf“ und „Portierungsfenster schliesst sich“ geschrieben habe, schleppt ein Kurier eine SIM-Karte an.

Nicht schlecht. Noch schöner wäre es allerdings, wenn die auch funktionieren würde.
Statt „eplus – SIM nicht registriert“ steht aber immerhin schon mal „T-Mobile – SIM nicht registriert“ auf dem Bildschirm.
Es geht also voran.

 
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Geschrieben von am 29. April 2009 in Berufsleben, Gnadenloses Leben

 

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Dieses Blog ist eine Großstadt.

Vor kurzem behauptete die Web2.0-Dingsbumms-Plattform Facebook, mit seinen 200.000.000 registrierten Karteileichen sei man quasi der fünftgrößte Staat der Erde. Was natürlich absurder Quatsch ist, den sich nur klebstoffschnüffelnde PR-Fuzzis ausdenken können. Und die werden bekanntlich bei der Revolution als erste an die Wand gestellt.
Aber beeindruckend ist der Vergleich doch.

Nun denn, was die Angeber um Babyface Zuckerberg können, kann ich auch.
Meine Damen und Herren: Dieses Blog ist seit letzter Nacht eine Großstadt.

 
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Geschrieben von am 29. April 2009 in Ganz Kurz, Meta

 

Wiesels große Reise, Woche 36: Das Wiesel erobert Wien

Und das ist wörtlich zu nehmen:

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Wie schon vorab exklusiv vermeldet, steht das Wiesel mal nicht am Pranger. Nein, es war im Prater, dem berühmten Wiener Amüsierdings.

Den Ausflug hat es Manati Mum zu verdanken, in deren gastfreundlichen Blog es sich das Wiesel gerade bequem gemacht hat. Als frisch ernanntes Familienwiesel fühlt sich das Wiesel auch in Gesellschaft des kleinen Moritz äußerst wohl:

Wiesel mit Moritz im Prater

Wiesel mit Moritz im Prater

Mit Moritz und seiner Family erlebt das Wiesel gerade wirklich viel – hätte gar nicht gedacht, dass man in Wien so coole Sachen machen kann. Aber das Wiesel ist wirklich in Wien, wie diese Aufnahmen beweisen:

Wiesel vor original Fiaker

Wiesel vor original Fiaker

Zuckerschnute (Wiesel) vor Zuckergoschen (Gebäude)

Zuckerschnute (Wiesel) vor Zuckergoschen (Gebäude)

Auch wenn es, ganz Wiesellike, weniger die zweispännige Lohnkutsche zur Fortbewegung nutzt. Nein, so ein Wiesel, das hat neben Puscheligkeit auch Benzin im Blut:

Brumm-Brumm

Brumm-Brumm

Bei Manati-Mum haben sich innerhalb weniger Tage schon dutzende Wieselbilder angesammelt – und ein Ende der Wieselbespassung ist noch nicht in Sicht, deshalb: nichts wie rüber in ihr Blog.

Lesen Sie hier in der nächsten Woche:

Das Wiesel erobert Australien*

wieselinwien5

…und findet ein neues Hoby: Kite-Surfing!

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* OK, das ist gelogen.

Mehr Wiesel bei Manati Mum:
The one and only Blogwiesel! Im Prater! Im Frühling!
Das Wiesel erobert Wien
Einmal Akupunktur und zwei Mal Flohmarkt, bitte!
Familienfeste und Kite-Surfing

 
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Geschrieben von am 28. April 2009 in Wiesel, Wiesels große Reise

 

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Die Zensurursula und ihre Freunde

Was könnte man denn noch so Zensieren?
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und Begehrlichkeiten werden jetzt schon laut. Einige der üblichen Verdächtigen melden sich aufs unappetitlichste zu Wort:

Die Business Software Alliance vergleicht Raubkopierer mit somalischen Piraten. Klar, logisch somalische Piraten klauen ja auch ständig geistiges Eigentum. Warum also nicht Torrents sperren?

Dagegen hätte auch „Prof.“ Dieter Gorny, Ex-Vivaerfinder, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Musikindustrie, nichts – und instrumentalisiert auf eine widerwärtige Weise die Zensurkampagne für seine Lobbyziele:


„Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.“

Und wo man schon mal beim Verbieten ist, haut noch mal schnell der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in den Sack und schmeisst Computerspieler in einen Topf mit Pedokriminellen und möchte „Killerspiele“ verbieten.

OK, Gorny weiß was er sagt und warum. Beim Rest von Zensurursulas kleinen Freunden bin ich da nicht so sicher. Ist das jetzt eigentlich schon Sommertheater? Oder Arbeiten die alle auf die von Dr. „Die Frisur“ Gesine Schwan prophezeiten gesellschaftlichen Unruhen hin?

Schön, das die CDU/CSU- und die SPD-Fraktionen im Bundestag die Fahne hochhalten und in Gestalt von Volker Kauder, Dr. Peter Ramsauer und Dr. Peter Struck verkünden:
Das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit weltweit durchsetzen und der Internetzensur entgegentreten

Super!
Was? Ach. Tschuldigung.

Wie ich gerade erfahre, war das die Sau, die vor genau einem Jahr durch Dorf getrieben wurde. Der Appell richtete sich nur an irgendwelche Zensur ausübenden Schurkenstaaten wie Lampukistan und nicht an Deutschland.
Nunja. Womit deutlich ist, wo unser Land dieser Tage angekommen ist.

 
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Geschrieben von am 28. April 2009 in Ganz Kurz, Skandal

 

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Uh, T-Mobile, Uh

Gerade mit der Kundenhotline telefoniert. Guess what´s not there.
Richtig, der Portierungsauftrag.

Hat schon wieder etwas das Fax aus dem T-Punkt auf dem Weg zur Auftragszentrale gefressen. Und an wem bleibt es wieder hängen? An mir, dem fröhlichen Neukunden, der mittlerweile seit 2 Wochen ohne Telefon ist.
Der Arbeitsauftrag der Hotline lautet: „Können´se das Formular mal einscannen und per Mail schicken? Dann gibt´s gleich eine Ticketnummer. Das geht ja bei Fax nicht, das ist so unpraktisch“
.
Ja, liebe Hotlinerin, sehe ich genau so. Fax ist oh so yesterday. Aber erklär das mal Deinen Kolleginnen im T-Punkt.
Mein Versuch, die Kundenberaterin Frau Erbsing vor Ort zu erreichen, wurde von der Vorzimmer-Ute rabiat abgebügelt: „Wie stellen Sie sich das denn vor? Es ist 18.50 Uhr! Die machen doch in 10 Minuten zu, die lesen doch jetzt keine Faxe mehr.“

Uh.

 
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Geschrieben von am 27. April 2009 in Gnadenloses Leben

 

„Gastbeitrag“ von Jens Scholz: Warum es um Zensur geht

Ausgangslage: Diese Familienministerin behauptet, ordentlich was gegen Kinderpornographie zu tun. Welcher normal denkende Mensch könnte etwas dagegen haben?
Probleme:
1. Die nun anrollenden Maßnahmen sind in keinster Weise geeignet um das Problem in den Griff zu bekommen.
2. Dafür kann man damit ganz andere Dinge anfangen, die dieser Innenminister in seinen feuchtesten Anti-Terrorträumen nicht etablieren konnte: Unkontrollierte Zugangsbeschränkungen.

Das Thema ist wichtig. Warum, wieso und worum es überhaupt geht, beschreibt der von mir wegen seines analytischen Verstand sehr geschätzte Jens Scholz, mit dessen Genehmigung der folgende Artikel hier veröffentlicht wird. Er fasst alles besser zusammen als ich es könnte.

Bitte bis zum Ende lesen. WIR, die Blognutzer und quasi Internetspezialisten, sind in der Pflicht, unseren Politikern und dem Großteil der Bevölkerung (Internetlaien) zu erklären, um was es hier geht.

Jens Scholz mit einem Quasi-Gastbeitrag bei Non-Stop Action:

Warum es um Zensur geht
Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigendlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenmäßig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie schützen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod führen kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der übrigens natürlich nicht im Netz „erwischt“ wurde, sondern über Handykontakte und DVDs per Post).
Aber ich schweife schon wieder – wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gewünscht ist – ab.
Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja natürlich nicht, daß man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.
Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, daß eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, Zensur ermöglicht wird. Auch wenn die zunächst gesperrten Websites tatsächlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten müsste) wäre sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu können.
Technik
Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, daß Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird. Gleichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen könne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.
Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erhält die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, weiß er nicht und nachprüfen darf er das auch nicht, da ja schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, daß er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.
Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie „versehentlich“ die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.
Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.

Verwaltung
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:
1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Prüfungsinstanz erstellt und die die Provider möglichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter über den Inhalt, es überprüft keine unabhängige Institution über die Rechtmäßigkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen überhaupt wieder von der Liste gelöscht werden könnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher darüber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.
2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die Öffentlichkeit gerät kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verdächtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.
3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, daß das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz möchte, daß auch „mittelbare“ Seiten gesperrt werden können, kann somit de facto auch jede Seite gesperrt werden.
4. Das System soll die direkte Verfolgung von Zugriffen erlauben. es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass für verdeckte Überwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorgänge sein.
Die Staatsanwälte dieses Landes üben ja seit einiger Zeit kräftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen über eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu möglichst spektakulär und öffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, Frau B.).

Psychologie
Womit wir schon beim gewünschten Effekt von Zensur sind: Die Einführung der Schere im Kopf. Die wirksame Selbstzensur, weil man nicht weiß, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik äußert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre völlige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewußt eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.
Ein anderes ist die Verknüpfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels wären. Man weiß ja inzwischen, daß auch nur der leiseste Ruch, man könnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und Pädophilen zu tun haben, die Existenz vernichten kann, selbst wenn hinterher rauskommt, daß tatsächlich nichts an den Vorwürfen dran war. Wie nahezu generell nichts rauskommt. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was natürlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weil sein Versuch, diese Schere im Kopf einzuführen (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden Trigger dranhängt (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).
Die Justizministerin gibt dann noch Tipps in die richtigen Richtungen, die natürlich prompt reagieren. Überhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, daß Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war – so sagt sie zumindest – sie es, die den Gesetzentwurf gegenüber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen verschärfen ließ und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.

Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft überhaupt dazu kommen kann, daß ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich zähle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bekämpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel „Kampf der Kulturen“ drüben bei netzpolitik.org durchlesen.

Jens Scholz

 
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Geschrieben von am 27. April 2009 in Service, Skandal

 

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Schon wieder…?!

Das Telefon ist recht still, Ansprechpartner sind kaum erreichbar, auf Mails wird nicht geantwortet.
Sind etwa SCHON WIEDER alle im Urlaub?
Gibbet doch gaanich.
Oder doch? Wissen die denn nicht, dass zu viel Urlaub nicht gut für die Gesundheit ist?
Oder so. Ähem.

 
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Geschrieben von am 27. April 2009 in Berufsleben, Ganz Kurz

 

Von der Leyen: Immer unglaublicher

Diese Familienministerin fällt wirklich gerne auf, und sei es durch die Diffamierung von Internetnutzern.
Das folgende Zitat aus einem Interview mit Radio1 gibt einen eutlichen Aufschluss darüber, wie diese Familienministerin denkt.


„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, wer Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.“

Na klar. Weil ich weiß, wie ich manuell einen DNS-Server eintrage, falle ich schon unter die 20 Prozent der „anderen“, die sich in den Schmuddelecken rumtreiben und mit Sicherheit kriminell sind.
Wenn das kein Generalverdacht ist, was dann?

Bemerkenswert auch: Es ist keineswegs illegal, einen DNS-Server von Hand einzutragen. Frau von der Leyen tut allerdings bereits so, als wäre es das – nur, weil die ohnehin unwirksamen Sperren damit ausgehebelt sind.

Die Argumentation, wie sie Heiko auf Twitter schön zusammenfasst:

„sperren haben kaum wirkung“ „wir sperren trotzdem“ „sperren sind umgehbar“ „wer sperren umgehen kann, ist kriminell“

Widerwärtig, diese Denkweise und Handlungen.
In Kürze gibt es dazu hier einen ebenso langen wie relevanten Eintrag.

Skurrilität am Rande: Eigentlich sollten auch Glücksspielseiten in den BKA-Filter. Dagegen hat diese Familienministerin heftig interveniert. Ihr Bruder besitzt ein großes Unternehmen für Internetglücksspiel aller Arten. Ein Schelm, wer sich dabei was denkt.

 
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Geschrieben von am 27. April 2009 in Skandal

 

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Momentaufnahme: April 2009

Herr Silencer im April 2009:

Lesen: Bill Willingham: „Jack of Fables Vol. 05: Turning Pages“, Gordon Dahlquist: „The Glass Book of the Dreameaters“ (immer noch, nicht schon wieder)
Hören: Fleetwod Mac: „Rumors“
Sehen:Die Ludolfs
Spielen: „Rock Band 2″
Machen: Bauschschmerzerregendes Grübeln über tiefgehende Entscheidungen/ Versuchen, die Lyrics von „You oughta know“ auswendig zu lernen.

 
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Geschrieben von am 26. April 2009 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

Vorname. Nachname. Mailadresse. Mal zwei.

Ach, ach, ach.
E-Mail begreife ich ja als Segen – wenn ich heute mit Fax und Post rum hantieren müsste, ich würde wahnsinnig werden. E-Mail ist schnell und meist unkompliziert, wenn nicht gerade ein wildgewordener Greylisting-Server vor dem Postfach des Empfängers Wache schiebt.

Aktuell bringt mich aber der Mailverkehr mit einer Firma auf die Palme. Bevor man auf deren Mails antworten kann, ist erst einmal Handarbeit angesagt. Das nervt.

So bekommt man normalerweise Mailabsender in seinem Mailprogramm angezeigt:

Peter Müller <p.mueller@firma.de>

Ganz einfach, oder?
Das steht dann normalerweise auch im Empfängerfeld, wenn man auf Antworten klickt.
Es sei denn, die Absender nutzen eine kaputtkonfigurierte Outlook-Windowsserver-Kombination, in der Vor- und Nachname durch völlig kranke, nur von Microsoftprodukten interpretierte Trennzeichen getrennt sind. Dann macht nämlich jedes gesunde Mailprogramm (Thunderbird), dass Trennzeichen vernünftig interpretiert, aus einer Adresse ZWEI.
Das sieht dann so aus:

Antwort an:
1. Müller
2. Peter <p.mueller@firma.de>

Natürlich gibt es dann beim Senden der Mail einen Fehler, weil der Empfänger „Müller“ keine Mailadresse eingetragen hat. Man muss diesen Empfänger per Hand löschen, um die Mail überhaupt senden zu können.
Übrig bleibt dann im konkreten Fall noch der Vorname des Empfängers. Wenn man mit Herrn Prof. Dr. Müller nicht per du ist, verbietet sich das Absenden der Mail an „Peter“.

Ach. Können nicht alle einfach mal auf diesen proprietären, jeglichen Standard ignorierenden Microsoft-Dreckskram verzichten und vernünftige Software benutzen?
Oder, im konkreten Fall: Kann sich eine, nicht gerade kleine, Firma nicht mal einen Admin leisten, der syntaktisch korrekte Mailadressen anlegt?
Dann bräuchte ich nicht, wie damals in der Steinzeit, Empfänger von Hand einzutippen.

 
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Geschrieben von am 25. April 2009 in Berufsleben, Hass

 

The Cranberries: In the Ghetto (Live)

Hammer. Immer wenn ich denke, jetzt aber wirklich alles von den Cranberries zu kennen, taucht so eine Perle auf. Muss mal auf die Suche gehen, was die noch so gecovert haben.

 
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Geschrieben von am 25. April 2009 in Ganz Kurz, musik

 

Rock Band Song Pack 2

rbsp2

Jaja, die Franzosen. Die haben nicht nur eine gut aussehende First Lady, das beste Baguette der Welt und wirklich gute Weine – nein, sie haben auch schon seit dem 16.04 das Song Pack 2 von Rock Band, das in Deutschland, wenn überhaupt, frühestens am 30.04 rauskommt. Schön auch, dass die Lieferzeit aus Frankreich genauso kurz ist wie bei einer Bestellung in Deutschland.

Wie bereits geschrieben findet sich leider schon wieder eine falsche Version auf der PS2-Scheibe, die das Spiel auf PAL-Fernsehern schwarz-weiß und verzerrt darstellt. Wohl dem, dessen TV oder Beamer PAL UND NTSC beherrscht.

Unter der Haube des SP2 werkelt die leicht modifizierte Engine von Rock Band 1 mit 20 frischen Songs. Auf „Message in a Bottle“ habe ich mich besonders gefreut, das fand sich schon auf Guitar Hero II, seinerzeit aber nur für die Gitarre. Hab´s damals gespielt bis zum Umfallen. Leider ist die RB-Umsetzung des Songs nicht halb so gut wie seinerzeit in GHII – irgendwie sind die Noten so strange gesetzt, dass auf „Mittel“ kein Flow aufkommt.

Egal, über „Snow“ von den Red Hot Chillis und „Why do you love me“von Garbage freue ich mich wie ein Schuljunge – das sind einfach tolle Songs. Das die unsäglichen Nine inch Nails-Schrammler schon wieder vertreten sind lässt sich da verschmerzen.

So, und jetzt wird mit der Band gerockt!
Wir haben nämlich in Frankreich bestellt. Und verfügen über einen NTSC-fähigen Projektor. Hehe.

Insgesamt ist das SP2 eine schöne Mischung (Klick auf den Songtitel öffnet das Video):

Afterlife (Avenged Sevenfold)

„Call Me“ (Blondie)

El Scorcho (Weezer)

Girl U Want (Devo)

Girls Who Play Guitars
(Maximo Park)

Indestructible (Disturbed)

It Hurts (Angels & Airwaves)

Just What I Needed (The Cars)

Message in a Bottle (The Police)

Monkey Gone to Heaven (Pixies)

Rio (Duran Duran)

Saints of Los Angeles (Mötley Crüe)

Simple Man (Lynyrd Skynyrd)

Snow ((Hey Oh)) (Red Hot Chili Peppers)

The Perfect Drug (Nine Inch Nails)

This Ain’t a Scene, It’s an Arms Race (Fall Out Boy)

Time Is Running Out (Papa Roach)

Why Do You Love Me? (Garbage)

You’ve Got Another Thing Comin (Judas Priest)

Zero (Smashing Pumpkins)

Das SP2 es für alle Plattformen und ist allein lauffähig, ein RB1 oder RB2 wird zum Spielen nicht benötigt. PS3 und XBOX-Besitzer können die Songs nach RB2 importieren.

 
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Geschrieben von am 24. April 2009 in Plastik Rock

 

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