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Archiv für Juni 2009

Ruhezustand

23. Juni 2009 8 Kommentare

Und jetzt…
…mal was ganz Anderes. Nämlich: Nix.
Also. Hier.
Nix.
Zum ersten Mal seit Start des Blogs.

Muss gerade mal weg und durchatmen.
Kopf frei kriegen.
Wieder auf die wichtigen Dinge im Leben besinnen.
Hört sich komisch an?
Ist aber so.
Darum: Blogpause.
Keine Ahnung wie lange.

Kleiner Trost: Die großen Abenteuer des kleinen Wiesels gehen auch ohne mich weiter. Und jetzt hat es neben einem Twitteraccount sogar eine Myspace-Seite.

CU.

Erschreckend. Zeit der Angst.

23. Juni 2009 6 Kommentare

„Erschreckend,“ murmelt der Arzt und vergräbt sich wieder bis zum Rand der Hornbrille in den Ausdrucken. Die enthalten die Diagramme und Messdaten des Lungenfunktionstest, den ich gerade machen musste. Dabei habe ich mich vor Aufregung ganz dusselig angestellt, bestimmt bin ich durchgefallen, hihi.

Ich bin nervös. Der skeptische Blick des Arztes auf die Röntgenaufnahmen steigert die Nervosität nur noch.
Dreizehn Jahre habe ich geraucht, 20 Zigaretten am Tag. An schlechten Tagen durchaus mehr.
Seit drei Wochen bin ich von der Kippe los, und ich vermisse das Rauchen kein Stück. Im Gegenteil, die neu gefundene Lebensqualität berauscht geradezu und ist jeden Tag wieder ein Genuß.

Weniger genußvoll sind die Schmerzen in der Brust. Mal ein Ziehen, mal eine Art Druck, mal ein Pochen, dann wieder nichts. Was ist das? Kommt das vom Herzen? Ist es nur verspannte Muskulatur von der schlechten Haltung am Schreibtisch? Oder schon Folgen des Rauchens, vielleicht ein Bronchialkarzinom?

Was es auch ist, es macht mir Angst. So saumäßig viel Angst, dass ich schon bei einem Allgemeinmediziner war – das erste Mal seit 6 Jahren. Denn Raucher leben immer in Angst. In Angst davor, auf die Zigarette verzichten zu müssen. Oder dass ihnen jemand sagt, sie dürften nicht mehr Rauchen. Diese Angst ist so groß, dass Raucher zu Beruhigung erst einmal eine Rauchen müssen.
Hört sich für Nichtraucher wie ein Riesenwitz an, ist aber leider schlimme Realität.

Der Allgemeinmediziner, eine ziemliche Schnarchnase, machte ein EKG (unauffällig) empfohl Vitamine, Magnesium und eine Überweisung zum Lungenfacharzt. Der würde mal Röntgen und genau hingucken, was da los sei.

Dieser Lungenarzttermin ist heute. Die Tage zuvor war ich schon ein Nervenbündel und fiel meiner Umgebung mit Rückzug und oder Gejammer auf den Wecker. Was, wenn der Arzt nun Schatten auf der Lunge finden würde? Würde ich eine Biopsie aushalten? KONNTEN die Schmerzen überhaupt von was anderem kommen als Lungenkrebs? Alle Symptome passten doch- Mit solchen Gedanken wache ich morgens schon auf, nach einer Nacht voller schweisnassem Rumgewälze.

Jetzt ist der Termin endlich da, ich sitze dem Arzt gegenüber, mit einem Puls von 200, und er murmelt „Erschreckend“ und vergräbt sich wieder bis zum Rand seiner Hornbrille in den Ausdrucken des Lungenfunktionstests. Mir wird Übel.
Man kann halt nicht jahrelang quarzen und denken „hihi, vielleicht passiert ja gerade MIR nichts.“ Natürlich passiert einem was. Manchmal schlimmer, manchmal weniger schlimm. Ich wusste das, als ich angefangen habe zu rauchen. Jetzt ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen.

„Sie haben wirklich 13 Jahre lang geraucht?“
„j–ah“, stammele ich
„Erschreckend, wie sich der menschliche Körper doch gegen Gifte zur Wehr setzen kann. Sehen Sie, hier: Ihre Lungenfunktion entspricht dem eines Nichtrauchers. Und auch auf den Röntgenbilder, alles ohne Befund.“

Als ich die Praxis verlasse, atme ich erst einmal tief durch und lehne zitternd am Geländer. Erleichterung.
Ich habe das Rauchen überlebt. Bisher.
Fast habe ich das Gefühl, als wäre mir eine zweite Chance gewährt worden.
Ab hier noch 10 Jahre bis zum Normalrisiko. Aber füt heute: Alles OK.
Vielleicht markiere ich mir den 23.06. als zweiten Geburtstag im Kalender.
Der Tag, an dem jahrelange Angst erst einmal endete.

Momentaufnahme: Juni 2009

22. Juni 2009 Kommentieren

Herr Silencer im Juni 2009:

Lesen: Gordon Dahlquist: „The Glass Book of the Dreameaters“ (Frag nicht)
Hören: Nix
Sehen: Heroes, Staffel 3b (US-Import), Terminator: Salvation (Kino)
Spielen: „Psychonauts“ (PC)
Machen: Seit 02.06. nicht mehr rauchen, Sorgen, Arztbesuche, Urlaubsvorbereitung

Webdesignkunden im Alltag

22. Juni 2009 3 Kommentare

Jeder, der schon mal mit Schraubermichel & Co zu tun gehabt hat, wird sich beim folgenden Video auf dem Boden rumkugeln:

Via

Rock Band: Evanescence

21. Juni 2009 3 Kommentare

Gerade mit Herrn S. und Frau Schildmaid eine nette Rock Session abgehalten. Am Ende floss Blut, aber wenigstens haben wir uns Roadie-Zombies untertan gemacht.
Im Vorbeigehen dann noch im Rock Band-Shop das Evanescene-Paket entdeckt.

Ich weiß ja immer noch nicht was ich von der Combo halten soll. Bring me to Life ist großartig, Going Under hat im Matrix-Spiel funktioniert. Aber der Rest des ersten Albums war durchschnittlich bis würg.

Trotzdem konnte ich den folgenden drei Songs zum plastikrocken nicht widerstehen.

Bring me to Life:


Originalvideo

Call me when you´re Sober (in der Fetisch-Rottkäppchen-Version):

Weight of the World:

Stuttgarter Spinnweben vs. Apple

20. Juni 2009 Kommentieren

Ich mag Stuttgart nicht. Und den Rest des Schwabenländles auch nicht. Was in erster Linie an den Menschen liegt, die dort wohnen. Und an deren Denkweise. Meine Apathie beruht nicht auf Vorurteilen, sondern auf empirischer Beobachtung.

Schwaben müssen so eine Art Ableger der austrischen Stämme sein, anders kann man sich die Bigotterie, Verlogenheit und ganz allgemein die Rumschleimerei wohl nicht erklären (Ausnahmen bestätigen die Regel, Kalesco!). Umso erstaunter war ich, als ich gerade las, dass die Consumer Mac Show in Stuttgart stattfindet.
WTF?
Das verpiefte, spinnwebige Schwaben hostet ein Apple Event?
Ach nö, dann doch nicht. Die umständliche Formulierung hätte schon ein Hinweis sein können.

Die „Consumer Mac Show“ findet zeitgleich mit der „Hobby & Elektronik“, der „Süddeutschen Spielemesse“, der „Kreativ- & Bastelwelt“ und der „Modellbau Süd“ statt.

Womit es sich um bei der CMS um eine ähnliche Veranstaltung handeln dürfte wie der „Grossen PC Show“, die früher durch die Stadthallen tingelte. Bei der durften alle Interessierten horrende 8 Euro Eintritt latzen, um drinnen festzustellen, dass lokale Frickler ihre 20 Jahre alten COM-Kabel aus Schweinekisten zu verhökern suchten.

Schwaben und Apple? Nur in einer Reihe mit Modellbahnern und Stricklieseln.
Na, dann bleibt mein Weltbild wenigstens intakt.

Updates

20. Juni 2009 2 Kommentare

Die Seiten „Plastik Rock“ und „Wiesels große Reise“ sind nun auf einem aktuellen Stand.
Viel origineller: Das Update der Wiesel-Karte. Meine Güte, wenn ich sehe, wo das Wiesel in den letzten Wochen war, werde ich ganz neidisch.

Leinenzwang für Einhörner!

19. Juni 2009 3 Kommentare


Dieses Gesetz verlangt perfiderweise, das zu tun, was den Mißbrauch der Kinder zum zweiten Male noch schrecklicher macht: Wegzusehen.

Wegsehen bedeutet in unserer Gesellschaft nichts anderes, als das Geschehene zu tolerieren. Ich (…) sehe bei jeder gesperrten Seite, die mit einem Stoppschild verdeckt wird, das Versagen unseres Rechtsstaates, da er nicht in der Lage war, dieses Verbrechen effektiv zu bekämpfen, sondern auf ein Mittel zur Zensur zurückgreifen mußte.

Torben Friedrichs, offener Brief an die SPD

Was derzeit in der deutschen Politik so los ist, muss einen stante pede in die Politikverdrossenheit reissen. Selbst als engagierter Bürger muss man überlegen, ob an der Aussage „Die da ohm machen doch eh watt se wollen“, gegen die man jahrelang argumentiert hat, vielleicht doch was dran ist.

Erst ignorieren die Damen und Herren „da oben“ jegliche Sachargumente in der Diskussion um die Zensur des Internets, dann verhöhnen und diffamieren sie politisch aktive Bürger, bügeln (im Fall der SPD) die eigene Parteibasis nieder und stellen sich dann, wenige Stunden nachdem das Gesetz beschlossen wurde, schon hin und fordern die Ausweitung der Zensur. Bizarrerweise auf Killerspiele im Internet. Was in etwa der Forderung eines Leinenzwangs für Einhörner gleichkommt.

Aber zurück zum Thema: Liebe Politiker -hHervorragend. Ganz toll gemacht. Mit der Diskussion um die Internetsperren und den Gesetzesbeschluss habt ihr vor allem eines demonstriert: Das sich auch ohne Bürger und Sachkenntnis, einfach nur mit Ignoranz und Arroganz, hervorragend Politik machen lässt.

Oder läuft das am Ende IMMER so, und bisher hat´s die breite Masse noch nicht so mitbekommen?

Offensichtlich ermöglichen ja auch weder Petitionen noch die Mitgliedschaft in einer Partei das Finden von Gehör.

Gerade im Fall der SPD wurde vorab aus den eigenen Reihen sehr deutlich gemacht, um was es für die Partei geht: Die Entschiedung zwischen evtl. ein wenig schlechter BILD-Schlagzeilen, wenn man gegen den Gesetzentwurf stimmt auf der einen Seite und dem Verlust einer ganzen Wählergeneration auf der anderen Seite. Die Einschätzung ist vielleicht etwas überrissen, macht im Kern deutlich worum es ging, und die Entscheidung zeigt, wo bei der SPD die Prioritäten liegen. Sowas will gewählt werden?

Die einzige halbwegs vernünftige Stimme in der Diskussion um den Gesetzentwurf kam ausgerechnet von der FDP. Soll man sowas etwa wählen? Dann lieber politikverdrossen werden und nicht mehr wählen gehen. Oder nur so absurde Randparteien wie die Piraten oder die Grünen.

Lass mich das für Dich Googeln!

18. Juni 2009 3 Kommentare

Als jemand, der sich viel im Internetz bewegt und evtl. noch was mit Computern zu tun hat, wird man von Freunden und Bekannten oft als eine Art Supportstelle ausgenutzt. Betreibt man ein Blog, ist es noch schlimmer – jetzt gehen einem evtl. auch Fremde auf die Nerven. Oder man liest Blogs, in denen die Verfasser Unwillen demonstrieren, sich auch nur ansatzweise mit der Materie zu beschäftigen und deshalb die Leserschaft um Anleitung anschnorren. Dabei hätte es weniger lang gedauert das gewünschte Ergebnis über eine geschickt formulierte Frage an eine Suchmaschine zu ermitteln als einen Beitrag zu verfassen.

Oder diese „Expertencommunities“! Sowas wie Lycos IQ (Ruhe es in Frieden) oder Yahoo Answers – das stellen Deppen Fragen wie „Bei welcher Temperatur kocht Wasser“ und erhalten von noch größeren Deppen eine breite Palette (meist falscher) Antworten inkl. angeschlossenem Flamewar.

Warum könnt ihr das nicht selber googeln? möchte ich all diesen Supportnehmern, Blogger/-innen und Pseudoexperten zurufen. In besonders anstrengenden Fällen oder bei besonders abstrusen Fragen war meine Antwort bisher immer
„Die Antwort findest Du auf http://gidf.de

Schon nicht schlecht, aber in Zeiten des WebzweiDings geht das noch schöner.
„Let me Google that for you“ erlaubt es, quasi ein Suchergebnis mit Anleitung zur Benutzung einer Suchmaschine in eine tinyURL zu verpacken und Fragende damit zu beglücken. Funktioniert sehr schön, schnell und einfach – und sorgt mit Sicherheit dafür, dass man von einem solcherdings bedachten Menschen so schnell nicht mehr mit Fragen überhäuft wird.

So sieht „lmgtfy.com“ aus und funktioniert es:
http://tinyurl.com/lkyubf

Was ist das? – Auflösung

17. Juni 2009 8 Kommentare

Was das wohl sei, fragte ichin einem der vorangegangenen Beiträge. Rüdiger vermutete Gummihandschellen oder Rohrfixierungen oder Tischbeinhalterungen, Wortkomplex einen „Muckitrainer für Dreiarmige“. Fehlte eigentlich nur noch, dass jemand einen Rotationssteigbügel vermutet.

Richtig lag Donkys Freund, der souverän erkannte: Das ist das Kopfteil eines Gitarrenhalters. Ein ganz einfacher und billiger, für drei Instrumente. Entdeckt in einem Lädchen hier um die Ecke. Der wollte unbedingt mit, denn:
Plastik Rock muss stilvoller werden!

17-06-09_1842

Die Instrumente sind mittlerweile fast genauso groß und schön wie echte Gitarren und ein echter Schmuck für die Wohnung. Da kann man sie auch mal angemessen präsentieren. Anders als früher – die ersten Plastikklampfen sahen aus wie Kleinkinderspielzeug, weshalb man sie verschämt unter Bett aufbewahrte.

WordPress frisst Kommentare

17. Juni 2009 5 Kommentare

Ist mir heute Morgen schon in Frau Zimtapfels Blog aufgefallen: WordPress verhindert gerade Kommentare, nach dem Absenden kommt nur eine weiße Seite. Anscheinend aber nicht immer und bei jedem, die Sympathien sind da wohl willkürlich verteilt.

Bestimmt ist daran wieder Matt Schuld:

Wer ein Kommentar hinterlassen möchte und nicht kann: einfach später noch einmal probieren. Wenn es nicht warten kann: Mail an Silencer137@gmx.de

Rüdiger: Nein, keine Gummihandschellen ;-)

Gegen Alles!

17. Juni 2009 5 Kommentare

Gerade wälzt sich eine Demo die Strasse vor dem Bürogebäude lang. Wofür oder wogegen die Demonstranten sind kann man nicht so richtig erkennen – auf den Transparenten sind die Stichpunkte G8, Schule, Militär, Zukunft, Umwelt zu lesen. Wollen die alle einen Ausbildungsplatz beim Militär oder was? Die Beschallung hilft auch nicht beim Erkenntnisgewinn, die Stimme, die ab und zu die laute Musik durchbricht, beschränkt sich darauf, glotzende Anwohner und Passanten zu beleidigen.

Diese Aussageschwäche von Demos ist mir in letzter Zeit schon häufiger aufgefallen und scheint ein generelles Problem, insb. bei linken Demos, zu sein: Weil man alles auf einer Veranstaltung in einen Topf wirft, vom Protest gegen Rechte und Zensurursula über die Forderung nach höheren Löhnen bis hin zur Rettung des Regenwaldes, nimmt keiner die Demo mehr ernst.
Selbst schuld.

Was ist das?

17. Juni 2009 7 Kommentare

Zugegebenermaßen nur ein Teil eines nicht ganz alltäglichen Utensils, dass mich neulich ansprang und unbedingt mit nach Hause wollte. Weiß jemand was das ist?

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Wie lebst abgeschrieben

16. Juni 2009 3 Kommentare

Aus meinem elektronischen Briefkasten:


Hallo!
Wie du lebst? Ich habe deine Mitteilung von der Webseite friendfinder bekommen. Ich dachte, dass mein profile inaktiv ist. Ich konnte deinen profile nicht anschauen, ich wei? nur, dass du aus Deutschland bist. Aber es ist unbedeutend! Ich werde mit dir froh sein, abgeschrieben zu werden!

Na, den Wunsch erfülle ich Dir. Fühl Dich hiermit abgeschrieben.
Mach´s Dir im Junkordner gemütlich.

Geunschautzkataloge

15. Juni 2009 4 Kommentare

„Geunschutz“ ist ein Vertipper und soll eigentlich Grundschutz heissen. Lustig, hat aber nichts mit dem Rest dieses Postings zu tun. Diese Mail ist gerade reingekommen:

„Peter Müller möchte die Nachricht „Achtung, Wichtig“ zurückrufen.“

Das glaube ich gerne, Du Nase. Leider, leider arbeite ich, im Gegensatz zu Dir, nicht in einer Behörde. Ich muss kein Outlook benutzen, also bekommst Du Deine Mail nicht wieder. Ätschbätsch. Der unqalifizierte Blödsinn darin ist jetzt für alle Ewigkeiten dokumentiert. Mal gucken, vielleicht drucke ich ihn mir aus und hänge ihn an die Wand.
Warum?
Weil ich es kann.