Am Telefon, Fortsetzung von dem hier und dem hier.
Ich: “Moin Frau Brunzel, Sie erinnern sich noch an mich?”
Stefanie Brunzel, Volksbank in K-Dorf: “Ist der Antrag auf eine Kreditkarte etwa immer noch nicht angekommen??”
Ich: “Doch. Aber dazu habe ich eine Frage und eine Anmerkung. Zunächst: In den Unterlagen steht, dass ich mich zur Zahlung von allem Möglichen gemäß der Konditionen verpflichte. Nur: Wo finde ich diese Konditionen? Die sind nirgendwo aufgeführt?”
Brunzel: “Die stehen in einem Flyer.”
Ich: “Und wo ist der?”
Brunzel: “Der liegt in unserer Filiale aus.”
Ich: “Gngh. Gibt´s den Online?”
Brunzel: “Brp. Ich kann Ihnen den per Post schicken, aber wenn Sie hier vorbei…”
Ich: “Schon gut, schon gut. Das zweite: In den Antragsunterlagen ist mein Geburtsdatum um genau einen Tag verrutscht, und meinen Geburtsort haben Sie nach zwei Orte nach Norden verlegt. Wie kommt denn sowas?”
Brunzel (hyperventilierend): “DAS ist GENAU der Grund weshalb wir gerne PERSÖNLICH MIT IHNEN SPRECHEN WOLLTEN! In einem persönlichen Gespräch wird auch immer gleich gecheckt ob die Stammdaten noch stimmen, ganz schnell und unkompliziert!”
Ich: “FRAU BRUNZEL! Das ist ja wohl nicht ihr Ernst! Wie oft ist es denn in im Laufe ihrer beruflichen Karriere vorgekommen, das sich bei einem Menschen das Geburtsdatum und der Geburtsort geändert haben, hm?”
Brunzel: “Brp. Wenn sich da jetzt bei Ihnen was geändert hat, müssen Sie eine beglaubigte Kopie ihres Personalausweises mitschicken”
Ich: “Bei mir hat SICH NICHTS GEÄNDERT! Ich bin jetzt seit 25 Jahren bei Ihrer Bank, diese Angaben waren bisher immer korrekt bei ihnen gespeichert. Würfeln Sie neuerdings mit den Kundenstammdaten, wenn sie Langweile haben?”
Brunzel: “Ich brauche eine beglaubigte Kopie ihres Personalausweises. Die können Sie per Post schicken oder selbst vorbeibringen.”
Ich: “Frau Brunzel, ich sage es gerne zum wiederholten Male: Ich fahre wegen sowas nicht 120 Km um bei Ihnen vorbei zu kommen. Entweder ein nicht beglaubigter Scan per Mail tut es auch, oder ich hole mein Konto jetzt an meinen Wohnort, zu einer anderen Bank, und beantrage dort eine Kreditkarte.”
Brunzel: “Na gut, dann machen sie halt dieses Scan und dann Mail.”
Ich: “Gut.”
Brunzel: “Gut.”
Ich: “Tschüss.”
Brunzel: “Tschüss.”
Den Satz “Na gut, dann machen sie halt dieses Scan und dann Mail” hat sie in einem “Sie werden schon sehen, was sie davon haben“-Tonfall gesagt. Bin mal gespannt was da noch kommt. Oder eben auch nicht kommt.
Die “Könnensenichmal vorbeikommen”-Anthologie:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4


Dünenwanderer
19. August 2009 at 10:32
Diese Frau muss man einfach lieben…
zimtapfel
19. August 2009 at 12:10
Juhuu! Bitte noch mehr Stefanie Brunzel-Geschichten! Die sind toll! So…realistisch!
Schildmaid
19. August 2009 at 16:07
Generation Kugelschreiber.
noch ein Markus
19. August 2009 at 17:57
“Wenn sich da jetzt bei Ihnen was geändert hat, müssen Sie eine beglaubigte Kopie ihres Personalausweises mitschicken”
wie geil ist das denn?
klar, Geburtsdatum ändere ich auch immer mal wieder, wer weiss was man damit alles anstellen kann.
brrr.
so etwas leidensfähig bist du ja schon, ich hätte lang die Bank gewechselt, so ca. 3einhalb Minuten nach dem ersten Gespräch..
weltdeswissens
19. August 2009 at 19:15
Sie behalten Ihr Konto auch nur noch da, um mit Frau Brunzel zu flitren, oder
? Oder sind Sie doch Masochist?
Silencer
19. August 2009 at 20:10
Zimtapfel: Das liegt aber nur daran, das sie echt sind. Hm.
Markus: Mittlerweile bin ich nur total amüsiert und will wissen wie es ausgehen wird.
WdW: Ich bin dich kein Flitrchen
weltdeswissens
19. August 2009 at 20:26
Das beruhigt mich
Silencer
19. August 2009 at 21:28
Wir schreiben heute beide komisch, glaube ich. Ersetzen Sie das “i” in “dich” durch ein “o”, der Rest ist Zitat.
weltdeswissens
20. August 2009 at 20:06
Habsch doch verstanden, werter Silencer. Musste nur so lachen beim Gedanken, dass Sie mir Frau Brunzer flirten oder gar flittern…
ruediger
24. August 2009 at 09:05
Ganz ehrlich, bei aller lesenden Zuneigung vor dieser besuchsfixierten Person (*) spätestens jetzt wäre mein Zeitpunkt gekommen mir eine Kreditkarte an andere Stelle zu besorgen.
(*) Warum fragst Du sie nicht endlich mal, ob sie verheiratet ist? Hilf ihr doch, ihre offensichtliche Schüchternheit zu überwinden.
Silencer
24. August 2009 at 16:45
Geduld ist eine Tugend. Und vom Tonfall her will die alles, aber NICHT flirten.
zimtapfel
24. August 2009 at 18:45
Sie kann es halt nicht so zeigen. Aber sie mag dich BESTIMMT!
ruediger
24. August 2009 at 18:51
Ohne Zweifel. Doch wo hört die Geduld auf und beginnt die Einladung zur Verarsche?
Ok, also keine Anbahnung. Ich bin demzufolge still und harre auf Neuigkeiten.
weltdeswissens
24. August 2009 at 22:22
Versuchen Du musst Yoda-S>prech, junger Padawan, Bankerinnen darauf stehen…
Silencer
25. August 2009 at 09:31
Ist schon wieder Talk-like-Yoda-Day?
ruediger
25. August 2009 at 09:42
Kein Ende gesehen hat der Tag, der die Sprache des Yoda trägt. So sollten begehen wir den Tag in neuer Freude.
Silencer
25. August 2009 at 14:47
Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat ein Kerl das Herz eines Weibchens erobert weil er wie Yoda sprechen konnte. Da bin ich mir zumindest sehr sicher.
ruediger
25. August 2009 at 15:01
Wer versucht es hat schon ohne Erfolg? o_0
Silencer
25. August 2009 at 15:08
“Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein versuchen”