Liebe Sparkasse,
seit über einem Jahr versuchst Du mich, als Firmenkunden, von den guten, alten TAN-Listen wegzubekommen. „Tanlisten sind doof“ brüllen die Broschüren mit denen Du mich im dreiwochenabstand zuschmeisst, „nehmt lieber das Neueste vom Neuen, dieses SMS-TAN oder gleich Chip-Tan“. Zeitgleich wird damit gedroht, dass es in Zukunft keine TAN-Listen mehr geben wird.
Ja wow, wie innovativ. Andere Häuser bieten diese Verfahren seit vielen, vielen Jahren an. Aber so mit vornweg Dabeisein hast Du es ja eh nicht so, stimmt´s, Sparkasse? Ich erinnere mich noch gut daran, wie Deine Berater bei der Einführung von Onlinebanking eine Veranstaltung aufführten, die nur eines zum Ziel haben konnte: Die Kunden vom Onlinebanking abhalten. Da passt es ins Bild, dass die gleichen Berater heute keine Ahnung von den neuen TAN-Verfahren haben und sofort die Waffen strecken, wenn der Kunde nicht unter dem Hagel willkürlich rausgerotzter Stichworte (HBCI! TanJack! Sicherheitsklasse 2! Online!) wimmernd in die Knie geht, sondern im Gegenteil damit mehr anfangen kann als das nicht-Dienstleistende Sparkassenpersonal.
Obwohl Du, Sparkasse, seit Jahr und Tag die „neuen“ Verfahren anpreist, ist es FÜR MITARBEITER VON FIRMENKUNDEN nur möglich die zu nutzen, wenn man AUCH ALS PRIVATPERSON ein Konto bei Euch hat. Das kann euer Rechenzentrum nicht anders, heisst es. Oder vielleicht doch, so im Frühsommer vielleicht. Man weiss es nicht genau
Wir fassen zusammen, liebe Sparkasse: Dein Personal hat keinen Schimmer und überredet Leute zu Dingen, die gar nicht geleistet werden können.
Na, schönen Dank auch. Dann lege ich mir jetzt die neu angeschafften Kartenleser mal schön in den Schrank und hoffe, dass deren Batterien noch funktionieren, wenn die Sparkasse endlich im Jahrhundert des Flughunds angekommen ist.
Ich hoffe, dass ich das noch erleben darf.