Die Rechtschreibkorrektur ist in Gedanken woanders oder schon im Wochenende oder hat das Tourette-Syndrom.
Aus „Rule of Origin“ macht sie „Rule of Orgien“ und aus „Annual Working Programme“ wird „Anal Vorging Programme“.
Gut, dass ich vor dem Versand nochmal Korrektur gelesen habe.
Monatsarchiv: April 2010
Regel der Orgien
Momentaufnahme: April 2010
Herr Silencer im April 2010, der einfach so durchgerauscht ist.
Lesen: Mark Millar Kick-Ass

Hören: Amy Winehouse Frank
Sehen: Magnum (DVD)
Spielen: Mass Effect (XBOX), Mass Effect 2 (XBOX)
Machen: Ein Wochenende in Berlin gewesen, Burg Hohnstein besucht, ein Wochenende in Wiesbaden verbracht, Mopped fahren
Steve Jobs: Gedanken zu Flash
Flash was created during the PC era – for PCs and mice. Flash is a successful business for Adobe, and we can understand why they want to push it beyond PCs. But the mobile era is about low power devices, touch interfaces and open web standards – all areas where Flash falls short.
Das ist die Begründung, warum wir Flash nicht auf iPod, iPad und iPhone sehen werden. Es ist zugleich das Fazit eines seitenlangen Artikels, in Steve Jobs in allen Einzelheiten begründet wird, warum Adobe und Apple nicht mehr zusammenkommen werden und wieso Apple Cross-Plattform-Entwicklersuites ablehnt.
Sehr lesenswert. Zu finden hier.

Quelle: Theduty.tumblr.com
Internet Explorer 6 – UNSICHER???!
Stoppt die Druckerpressen, der Heise Online-Ticker hat weltbewegende Schlagzeilen:
Microsoft: Surfen mit dem Internet Explorer 6 ist ein Risiko
Als Ergebnis seines aktuellen Sicherheitsreports empfiehlt Microsoft dringend ein Update auf Version 8. Laut Microsoft machen deutsche Anwender beim Thema Internetsicherheit im internationalen Vergleich einen guten Job. mehr…
Natürlich machen deutsche Endanwender in Punkto Sicherheit was richtig – Sie nutzen nämlich inzwischen mehrheitlich alternative Browser wie Firefox. Und das der IE6, der 2001 rauskam und 2006 abgelöst wurde, nicht mehr sicher ist – nun, wer das noch nicht weiß, nutzt das Internet nicht. Etliche Plattformen (m.W. auch Youtube und alle offiziellen Seiten skandinavischer Länder) verweigern einfach den Dienst, mit dem Hinweis, dass man seinen Gerümpelbrowser doch mal aktualisieren solle.
Sollte heute der Tag der weltbewegenden Nachrichten sein, hier gleich noch ein paar weitere von ähnlichem Kaliber:
***Der Mond ist nicht aus Käse*** ***In China fällt gelegentlich ein Sack Reis um*** ***Deutsche würden von G. Westerwelle keinen Gebrauchtwagen kaufen***
Nicht wirklich, oder? Der Christliche Aktien Index
Ich musste wirklich auf den Kalender gucken, ob nicht doch schon wieder der 1. April ist, als im Radio die Meldung kam, das es nun einen „Christlichen Aktien Index“ gebe. Wie bitte?
Was soll der denn?
„…der als Benchmark für glaubenskonforme Anlagen dient. Wie das Joint Venture der Deutschen Börse und des Schweizer Marktbetreibers Six Group mitteilte, heißt das Produkt Stoxx Europe Christian Index. Der Index messe die Performance von Aktien des Stoxx Europe 600, die entsprechend der Werte und Prinzipien der christlichen Religion ausgewählt würden.“
Quelle: Börsenzeitung
Aha. Welche Unternehmen prinzipientreu sind und welche nicht, das legt ein Gremium fest, dem u.a. der Vatikan, selbst als nicht gerade zimperlich bekannt was Investitionen angeht, angehört, aber auch „viele Experten“ wie die Sprecherin der Stoxx nicht müde wurde im Interview zu beteuern.
Firmen, die bspw. Verhütungsmittel produzieren, haben keine Chance in den Index aufgenommen zu werden. Ölkonzerne wie BP und Dutch Oil und Großbanken wie HSBC tummeln sich dagegen auf den vorderen Plätzen des Index. Auf die Frage, wie man denn bspw. prüfe, dass eine Großbank nicht in Geschäfte mit Waffen, Glücksspiel, Tabak oder ähnlichen Ausschlusskriterien verwickelt sei, antwortete die Stoxx-Sprecherin in verschwörerischem Tonfall, dass sie überall Experten haben, in allen Unternehmen, und die würden sie informieren.
Eigentlich genial, oder? Nur damit fromme Christen eine moralische Richtschnur beim Anlegen ihrer Kohle haben, wäre die Gründung eines eigenen Aktienindex etwas viel Aufwand – wenn es keine Hintergedanken gibt. Und die gibt es natürlich, denn immerhin haben wir es hier mit Börsenleuten und Bankern zu tun.
Also, wenn ich Großgrundbesitzer wäre, würde ich auch einen eigenen Aktienindex gründen. In Silencers Aktienindex (SAX) würde ich dann auch Aktien ranken und empfehlen. Nach meinem eigenen, geheimen Katalog. Und welche Werte würde ich besonders hypen? Na klar: Die, an die ich sowieso schon ganz fest glaube, weil ich bereits in sie investiert habe. Was für mich gut ist, kann für andere nicht schlecht sein. Und wenn es dann so nebenbei dem Kurs der Unternehmen, an denen ich Beteiligungen halte, gut tut – dann haben wir doch alle was davon.
Empfohlene Lektüre: Die Vatikan AG
Irre laut
Am Vorderhaus heulen Kettensägen im Duett, rechterhand lässt sich der Nachbar eine Terasse baggern und einen Vorbau zimmern, hinterm Haus läuft ein LKW-großer Shredder und die Nachbarn linker Hand hören Technomucke. Irgendwo dazwischen laufen Schleifmaschinen der Fassadenrenovierer.
Mein rechtes Auge zuckt.
Apropos Nachbar, der sich was bauen lässt: Sowas habe ich echt noch nie gesehen. Der Mann hat sich offensichtlich frei genommen und beobachtet nun jeden Handgriff der Monteure.
Das heisst: Wenn einer der Handwerker auf seine Leiter klettert um in luftiger Höhe eine Schraube des Terrassenvorbaus anzuziehen, holt der Nachbar seine eigene Leiter, klettert da mit hoch und hängt seine Nasenspitze 30cm vor die Schraube. Wenn ein Handwerker eine Latte an die Wand dübelt, kommt der Nachbar mit der Wasserwaage und misst nach, ob das auch Lotrecht ist. Wenn ein Brett durchgesägt wird, springt er mit einem Winkel hinzu und moniert, wenn der nicht exakt 90,00 Grad ist. Dazwischen muss er stundenlang mit allen diskutieren, sogar darüber, wie auf der Baustelle gefegt wird. Dazu hat sich Herr Nachbar in schwere Arbeitsmontur geschmissen, inkl. nagelneuer Latzhose und blitzsauberer Arbeitshandschuhe.
Meine Güte. Was für ein peinliches Bild. Der Nachbar ist bestimmt unglaublich stolz darauf, was er nicht alles kann und wie er persönlich als Bauherr dafür sorgt, dass alles zu seiner Zufriedenheit wird. Aber schon beim Zusehen aus der ferne weiß ich nicht, ob ich mich nun intensiv fremdschämen soll oder rübergehen und den Mann schütteln, weil er sich wie der letzte Arsch benimmt. Die Handwerker sehen alles andere als glücklich aus. Vermutlich werden sie auf der nächsten Baustelle nur Pfusch und Murks machen, einfach nur, um sich abzureagieren.
Schlüsselgeschichten (2)
So ein Schlüsselbund etwas sehr persönliches. Man hat ihn ständig bei sich (wenn alles nach Plan läuft), er ist ein jahrelanger Begleiter und nimmt irgendwie die persönliche Note des Trägers an. Manchmal hängt auch nicht nur Gebömsel dran, sondern auch Geschichten.
Dies ist Teil 2 des Schlüsselstöckchens von Rüdiger, und in dem geht es um meinen Schlüsselbund für´s Motorrad. An dem hängt wirklich Geschichte.
Im Bild zu sehen: Zündschlüssel sowie Schließeisen für Lenkradschloss, Koffer und Werkzeugrolle. Bemerkenswert ist daran der kleine Stift, der links zu sehen ist.
Nein, das ist NICHT der Sicherungsstift einer Handgranate. Es ist der Sicherungsstift des Feuerlöschers. Mit dem habe ich mal ein Restaurant davor bewahrt in Flammen aufzugehen. Und das kam so:
Jemand der die Friteusen reinigte hatte das Fett abgelassen und vergessen, das Gerät abzuschalten. Dadurch entzündeten sich die Fettreste an den Innenwänden, und durch die hohe Temperatur geriet die Elektronik in Brand. Im Nu schlugen hohe Flammen aus dem großen Gerät, direkt in die Abluftanlage darüber. Die hat normalerweise Filtereinsätze, sog. Flameguards, die das zurückschlagen der Flammen verhindern sollen, aber in just diesem Moment waren diese Teile in der Reinigung – etwas, das NIEMALS passieren darf. Das ist deshalb so richtig schlimm, weil sich die Abluftschächte durch das ganze Gebäude ziehen und mit Fettrückständen behaftet sind, die erst am Auslass ausgefiltert werden. Wenn sich die Fettbeschichtung in einer Abluftanlage entzündet, kann man nichts mehr machen. Man kommt nicht an den Brandherd heran und kann nur noch dem Gebäude beim Abfackeln zusehen.
Ich sah nur die hochschlagenden Flammen und das Loch, wo die Flammensicherung sein sollte und wusste sofort was zu tun war. Glasklar sah ich vor mir, was ich tun würde und was passieren würden, wenn ich es nicht täte. Mein Chef stand daneben und sagte sowas wie „Hol´mal einen Eimer Wasser, da kokelt es“, da war ich schon auf dem Weg zum nächsten Feuerlöscher. Um mich herum geschah alles wie in Zeitlupe. Chef stand etwas hilflos in der Gegend rum, ein Kollege befüllte einen Eimer Wasser. Ich brüllte ihn an, dass er das lassen sollte und war schon am Feuerlöscher angekommen. Nicht umsonst hatte ich mir immer wieder dessen Handhabung eingeprägt. Und nun, da es soweit war, fiel er mir erstmal auf den Fuss als ich ihn aus der Halterung wuchtete- das Biest war viel schwerer als gedacht.
Ich schleifte das Teil zur Brandstelle, zog den Sicherungsstift, schnippte die gelbe Kappe weg, hielt auf das Feuer und drückte ab.
Es machte laut „Pschuuu“, und nach einem kurzen, Bruchteile von Sekunden dauernden Pulverstoss war das Feuer aus. Vom anwesenden Unterchef bekam ich Schimpfe, weil der gute Feuerlöscher ja nun neu befüllt werden müsste und ein Eimer Wasser es doch auch getan hätte. Also ER würde die Neubefüllung nicht aus seiner Tasche bezahlen, soviel war mal klar. Das sagte er auch unserer obersten Chefin, als er sich über mich beschwerte und ihr die Story erzählte, wie ich mich seiner ausdrücklichen Anweisung, Wasser auf einen Fett- und Elektrobrand zu schütten, widersetzt hatte. Sie nickte daraufhin und schenkte mir spontan eine goldene Uhr mit der Gravierung „DANKE!“.
Um mich immer daran zu erinnern, dass ich in Notsituationen ganz kühl und rational handeln kann, auch wenn ich das manchmal nicht unbedingt von mir erwarten würde, habe ich den Sicherungsstift des Feuerlöschers behalten.
Mit dem hatten wir übrigens noch sehr viel Spass, mit der Restfüllung haben wir Ameisen weggepustet oder Raketentriebwerk (auf einem Bürostuhl mit Rollen) gespielt.
Zu Teil 1 der Schlüsselgeschichten
Schlüsselgeschichten (1)
Rüdiger möchte gerne wissen, was ich als Glücksbringer oder ähnliches an meinem Schlüsselbund habe. Nun gut. Zunächst mal: Ich mag keine Schlüsselanhänger. Mein Schlüsselbund ist auch so schon groß und schwer, wenn ich da noch irgend einen Tinneff dran bömsele, bekomme ich ihn nicht mal mehr in die Jackentasche. Aus genau diesem Grund sind auch die Fahrzeugschlüssel von meinem Hauptschlüsselbund getrennt – wären sie daran befestigt, würden sie beim Fahren stören.
So ein Schlüsselbund etwas sehr persönliches. Man hat ihn ständig bei sich (wenn alles nach Plan läuft), er ist ein jahrelanger Begleiter und nimmt irgendwie die persönliche Note des Trägers an. Manchmal hängt auch nicht nur Gebömsel dran, sondern auch Geschichten.
Mein Hauptschlüsselbund.
Wohnungsschlüssel, Firmenschlüssel, Schlüssel zum persönlichen Geldspeicher, usw. Bemerkenswert sind hier zwei Dinge. Zunächst mal das Schlüsselband. Mit Schlüsselbändern wird man ja heute an jeder Ecke zugeschmissen, meist mit doofer Werbung bedruckt. Sowas ist nichts für mich. Ich laufe für niemanden Werbung ohne Geld dafür zu bekommen, weder auf Schlüsselbändern, Caps oder sonstigen Klamotten. Ausserdem sind Schlüsselbänder unpraktisch, wenn man einen großen und schweren Schlüsselbund hat. Sowas WILL man nicht um den Hals hängen haben. Warum ich trotzdem eins verwende? Weil es eine Spezialanfertigung ist. In Handarbeit in einer kleinen Druckwerkstatt von einem lieben Menschen im Auftrag von lieben Menschen NUR FÜR MICH angefertigt.
Der Satz „11 ist lauter als 10″ stammt aus Zeiten der legendären Gitarrenverstärkerkriege. Damals beschriftete die Firma Marshall die Lautstärkeregler seiner Verstärker mit einer Einteilung von 1 bis 11 statt, wie üblich, von 1 bis 10. Die Dinger waren deshalb nicht lauter, aber die Fans führten darum einen Glaubenskrieg. So entstand der o.g. Satz, der immer wieder als Ladebildschirm im allerersten „Guitar Hero“ auftaucht. Es ist also ein Insidergag, an dem sich Plastikrocker erkennen.Aber obwohl das Schlüsselband meistens aus meiner Jackentasche raushängt – es hat mich noch nie jemand drauf agesprochen.
Das zweite bemerkenswerte Ding an meinem Schlüsselbund ist der Verschluss bzw. der Schlüsselring selbst. Den habe ich nämlich selbst gebastelt, weil normale Schlüsselringe entweder zu labil oder zu klein sind. Er besteht aus einem Stück Stahlseil, dass in einer kleinen Platte verschraubt ist. Sowas benutzt man normalerweise bei hängenden Halogenlampen.
Jahrelang hatte ich an der Stelle den Schlüsselanhänger der taz, bis sich das Stahlseil auflöste und mir die Finger zerbiss. Gerne hätte ich so einen wie den taz-Anhänger neu gekauft, aber das war gerade zu einer Zeit ärgerte mich die Zeitung gerade so dermaßen, dass ich selbst kein taz-Anhänger mehr sein wollte.
Autoschlüssel
Als nächstes der Autoschlüssel, an dem auch der Fahrradschlüssel hängt. Und eine kleine Maglite. Die funktioniert nicht mehr richtig und funzelt nur noch, aber durch sie liegt der Schlüsselbund besser in der Hand.
Ausserdem erinnert sie mich daran, dass ich mal unglaubliches Schwein gehabt habe. Mir ist nämlich mal beim Moppedfahren mein Schlüsselbund, an dem die hing, aus der Jackentasche gefallen. Irgendwo zwischen Takka.Tukka-Land und zuhause. Also bin ich die ganze Strecke mehrfach abgefahren und habe ihn tatsächlich gefunden, mitten auf einer vierspurigen Bundesstrasse. Die Bergung war lebensgefährlich. Danach die Überraschung: Obwohl über Stunden hunderte von Autos und LKWs darüber gefahren waren und die Maglite total abgeschrabbelt aussah, funktionierte sie ohne Probleme. Nicht verzogen, nicht mal das Glas war kaputt.
Und zu guter Letzt folgt noch ein weiterer Schlüsselbund. Dessen Geschichte ist interessant, aber etwas länger, deshalb säge ich den Artikel an dieser Stelle mal in zwei Hälften und sage einfach: Schalten Sie auch morgen wieder ein, zu Teil 2 der Schlüsselgeschichten.
Magnum & ich
Wahnsinn. Alle 8 Staffeln „Magnum“ (156 Folgen! 7380 Minuten! 123 Stunden!) auf 44 DVDs für aktuell gerade mal 45 Euro (statt sonst zwischen 87 und 120 Euro). Billiger kann man´s nicht mal selbst machen.
Danke an Mick Schnelle für den Tip.
Ich weiß was Sie jetzt denken. Und Sie haben recht.
Ach, Magnum. Lief in meiner Kindheit immer am Sonntag auf N3, aber leider erst gegen kurz vor 22.30 Uhr – viel zu spät, als das ich als 12jähriger das hätte sehen dürfen. In meinem Zimmer stand zwar schon ein 27cm Schwarz-weiß-Fernseher, was damals Luxus war, doch hatte der noch Drehregler und keine Fernbedienung. Zu allem Übel befand er sich auch noch am Fussende meines knarrenden Bettes. Direkt unter meinem Zimmer befand sich das Wohnzimmer der Eltern, und meine Mutter wusste natürlich genau was Sache war, wenn zur Uhrzeit „kurz vor Magnum“ mein Bett knarrte. Den Fernseher vorher anschalten ging auch nicht, da sie um kurz nach 10 ihre Patrouille machte und an der Tür horchte. Und meine Mom war echt ein Fuchs. Sie hatte mich schon mehrfach erwischt – keine Ahnung wie sich sich durch unserer knarrendes und quietschendes Haus schleichen konnte, aber plötzlich war immer mal wieder die Tür aufgeflogen und eine Stimme dröhnte „Guckst Du etwa fern??“ – Wenn ich das verneinte, wurde das Licht ausgmacht – um zu schauen, ob die Mattscheibe des Fernsehers noch nachleuchtete. Das machten die Phosphorbeschichteten Dinger damals, und das war fast immer ein eindeutiges Zeichen, dass das Gerät zuvor in Betrieb gewesen war. Meine Mutter war also schlau wie ein Fuchs und hatte Ohren wie eine Eule. Was also tun?
Letztlich verfiel ich auf folgenden Trick: Ich stellte den Fernseher korrekt ein und schaltete ihn nicht am Schalter aus, sondern zog den Stecker aus der Dose und friemelte mir den zwischen die Zehen des rechten Fußes. Dann rutschte ich im Bett ganz nach unten, so dass ich mit den Füßen die Steckdose erreichen konnte, die dort in der Wand eingelassen war. In dieser Haltung, ganz unten im Bett, Brille auf der Nase, Fernsehstecker zwischen den Zehen, lag ich ganz still und wartete die mütterliche Patrouille ab. War diese durch und die Zeit gekommen, bugsierte ich den Stecker in die Dose. Der schwarz-weiße Bildschirm sprang an, und mit fast unhörbarer Lautstärke erklang die Titelmelodie von… MAGNUM
Selbstredend zog ich bei jedem noch so kleinen Geräusch den Stecker und lag atemlos im Dunkel. Aber der Trick klappte immer wieder, offensichtlich war mein quietschendes Knarrbett DER Indikator für die Aufpasserin.
Am nächsten Tag war ich zwar meist total übermüdet, aber hey, ich war auch der HELD. Wenn ich morgens im Zug zur Schule in allen Details erzählen konnte, was gestern wieder bei Magnum los war, wieviele Frauen er gerettet und wie er sich mit Higgins gezofft hatte – dann hingen meine Klassenkameraden an meinen Lippen und wünschten insgeheim, sie wären so mutig wie ich – der Meister der beweglichen Zehen.
Hands on: iPad
Das iPad. Seit seiner Vorstellung durch Steve Jobs brennen der versammelten Apple-Fangemeinde die Geldscheine Löcher ins Portemonnaie. Als öffentlich wurde, dass sich der Verkaufsstart in Europa auf Ende Mai verschieben würde, war sogar eine starke Erschütterung in der Macht zu spüren – als ob Millionen Seelen plötzlich in großer Pein aufschreien würden.
Das iPad wird sehnlichst herbeigewünscht, und wie das so mit Sehnsucht und Vorfreude ist: Das Objekt der Begierde wird schnell überhöht und idealisiert. Die Realität holt einen dann doch meist auf den Teppich zurück. Beim iPad ist das gerade extrem zu beobachten: Wenn man verfolgt, welche gerade zu mystischen Eigenschaften („Wird die Verlage retten“) ihm zugeschrieben wird, könnte man glatt auf die Idee kommen, es handele sich quasi um das Einhorn der Technikszene.
Am Wochenende hatte ich Gelegenheit es in der Hand zu halten. Das iPad existiert wirklich, anders als Einhörner kann man es tatsächlich berühren. Die Form gefällt. Das Gehäuse ist aus Alu und an den Ecken schön gerundet. Es fühlt sich griffig an, man muss wohl keine Sorgen haben, dass es einem aus den schweißnassen Händen rutscht. Das Display ist wie das der iPhones und iPods: Wunderschön farbig und hell. Insgesamt hätte ich mir das Gerät nach den Abbildungen größer vorgestellt, aber so liegt es gut in der Hand.
Die Bedienung ist natürlich ein Kinderspiel. Was mich erstaunt hat: Die Schwuppdizität (gefühlte Reaktionszeit der Benutzeroberfläche) wurde noch weiter erhöht. Man muss quasi nur daran denken eine App aufzurufen, und schon ist sie da.
Wirklich schön gemacht sind einige der Apps, die nativ für das iPad geschrieben wurden. Z.B. die interaktive Ausgabe von Popular Science, die auf meinem Testgerät installiert war. Eine quasi magische Zeitung, in der man Textkästen verschieben kann um die Bilder näher zu betrachten, Links und Erklärungen direkt im Text aufrufbar sind und sogar die Werbung Spass macht, weil sie so neu und anders ist. Auch die Marvel-App ist großartig, die den Nutzer durch Zooms und Schwenks durch ganzseitige Panels führen kann und dadurch eine ganz neue Art der Comicerzählung erfindet.
Der Emulationsmodus für iPhone-Apps ist dagegen Grütze. Sie werden entweder in Orginalgröße angezeigt und wirken total fuzzelig und verloren, oder sie werden hochskaliert und sind dann pixelig.
Richtig Power haben die WLAN-Antennen im iPad. In Entfernungen zum WLAN-Router, in denen andere Geräte schon lange keinen Empfang mehr haben oder 20-Zentimeter Richtantennen brauchen, hatte das iPad immer noch Empfang.
Das schwerwiegenste Problem des iPads ist genau das: Es ist schwer. Nicht ohne Grund sieht man die Leute in der Werbung auf eine Couch gelümmelt, mit hochgezogenen Knien, auf dem das Pad balanciert wird. Mit seinen 700 Gramm kann man es nämlich schlicht nicht länger als ein paar Minuten mit einer Hand halten, weil einem sonst der Daumen abfällt. Vermutlich sorgt das iPad für regem Andrang bei Orthopäden, die ausgekugelte oder chronisch überlastete Finger und Handgelenke richten müssen.
Insgesamt muss ich sagen: Schönes Gerät, etwas kleiner und schwerer als erwartet. Apple hat nahezu alles richtig gemacht, aber ob es nun die Welt revolutionieren wird, hängt maßgeblich von der Güte der Software ab. Kein Verlag wird gerettet, wenn er nur doofe PDFs auf das iPad bringt.
So schön das Gerät ist, ich werde mir das iPad nicht kaufen.
- Erstens: Die goldene Regel „Kaufe nie ein Modell der ersten Serie“ hat auch beim iPad Gültigkeit.
- Zweitens: Ein iPad ohne viel Speicher und 3G-Anbindung bringt überhaupt nichts, und entsprechend ausgestattete Modelle sind im Moment zu teuer.
- Drittens: Ich würde mal erwarten, dass die nächste Generation HD-Qualität und Kameras mitbringt. Beides wird das Anwendungsfeld des iPads drastisch erweitern.
Bis sich die Punkte 2 und 3 (und damit automatisch auch 1) geändert haben, kann ich gerne noch warten. Zumal sich das iPad letztlich seinen Bedarf selbst schafft, denn niemand BRAUCHT es wirklich. Sagt zumindest die Ratio, auch wenn die bei Apple-Produkten ja gerne mal aushakt.
Ein Witz! Ein Witz!
Beklagt sich doch neulich einer, dass dieses Blog so komplett unlustig sei. Na, da kommt doch dieser Witz recht, der mir gerade per Spam zugegangen ist. Der ist wirklich gut.
Ein Sohn fragt den Vater:
„Papi, was ist eigentlich Politik?“Da sagt der Vater:
„Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der Kapitalist.
Deine Mutter verwaltet das Geld, also ist sie die Regierung.
Der Opa passt auf, dass alles seine Ordnung hat, also ist er die Gewerkschaft.
Unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse.
Wir alle haben nur eines im Sinn, nämlich dein Wohlergehen. Folglich bist du das Volk.
Und dein kleiner Bruder, der noch in den Windeln liegt, ist die Zukunft.
Hast Du das verstanden mein Sohn?“Der Kleine überlegt und bittet seine Vater, dass er erst noch eine Nacht darüber schlafen möchte.
In der Nacht wird der kleine Junge wach, weil sein kleiner Bruder in die Windeln gemacht hat und daher furchtbar brüllt.
Da er nicht weiß was er tun soll, geht er ins Schlafzimmer seiner Eltern.
Da liegt aber nur die Mutter und die schläft so fest, dass er sie nicht wecken kann.
So geht er in das Zimmer des Dienstmädchens, wo der Vater sich gerade mit derselben vergnügt, während Opa durch das Fenster unauffällig zuschaut!
Alle sind so beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen, dass der kleine Junge vor ihnen steht.
Also beschließt der Junge unverrichteter Dinge wieder schlafen zu gehen.Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Worten erklären kann, was Politik ist.
„JA“
antwortete der Sohn
„Der Kapitalismus missbraucht die Arbeiterklasse.
Die Gewerkschaft schaut dabei zu,
Während die Regierung schläft.
Das Volk wird vollkommen ignoriert
und die Zukunft liegt in der Scheiße.“
Kennen Sie diesen Mann?
Neulich, vor Madame Tuassauds:
Wer ist das?
Ich sage nur: Frau Schildmaid hatte das in 0,2 Sekunden raus.
[Edit:] And the winner is: Kalesco! Sie hat erkannt, das der Halbglatzwachskopf Robert Downney jr. ist. War übrigens witzig: Ich habe darin Colin Farrell gesehen. Die Angestellte verzog dazu nur das Gesicht. Plötzlich meinte ich dann „Na klar, dass ist Iron Man“ – und sie fing an zu quieken und hat sich voll gefreut. Warum? „Endlich sagt mal wer Iron Man! Normalerweise höre ich nur „Naja, der hat mal bei Ally McBeal mitgespielt.“"













