RSS

Monatsarchiv: März 2011

METT.

Ich bin ja Anfang des Jahres umgezogen. Weg aus der Stadt, raus auf´s Dorf. Gute Luft, niedrige Mieten, schöne große Wohnung mit der Grundfläche eines Einfamilienhauses. Was ich beim Besichtigungstermin im Dezember nicht gesehen hatte, weil es da schon Dunkel war: An jeder Ecke des Dorfes steht eine Jesusfigur. Ich bin versehentlich in eine Region gezogen, über die ich mich in der Vergangenheit stets lustig gemacht habe: Das Eichsfeld.
Das Eichsfeld ist für genau 11 Dinge bekannt:

1. Das es eine tiefkatholische Enklave ausserhalb von Bayern ist
2. Die Sturschädeligkeit der Einwohner, die, so sagen böse Stimmen, darauf zurückzuführen ist, dass die Bewohner der kleinen Dörfer darauf achten, dass ihre Genpools nicht verwässern
3.-11. Mett

Ja, die Einwohner des Eichsfelds sind sehr stolz auf ihr Mett. In allen Formen: Als pures Mett, Mettwurst, Stracke, Kälberblase, Rotwurst oder wie man es auch sonst nennen will. Das Leben im Eichsfeld dreht sich um Mett. Hat jemand Geburtstag, gibt er ein Mettfrühstück aus. Frühstück, Mittag, Abendessen: Warum nicht mal Mett? Will man Freundschaft mit seinen Nachbarn schließen, pröppelt man ihnen Mett in den Briefkasten. Kinder freuen sich auf Mett an ihrem Geburtstag. Es gibt Dorffehden, weil irgendwann mal ein Ort behauptet hat, sein Mett sei besser als der des Nachbardörfchens – wobei doch JEDER weiß, dass es umgekehrt ist. Es gibt hier sogar spezielle Mettläden, die längere Öffnungszeiten haben als andere. Allerdings sollte das Mett im Eichsfeld beiben – die Eichsfelder sind sehr stolz darauf, dass man ins Eichsfeld kommen muss, um echtes Eichsfelder Mett zu kosten.

Alles, alles dreht sich um Mett.
Wer nun glaubt, dass ich hier schamlos übertreibe… Hier der Beweis:

 
4 Comments

Geschrieben von am 31. März 2011 in Gnadenloses Leben

 

Grüßen!!!

Ist hiermit erledigt!!!

20110331-075038.jpg

 
Leave a comment

Geschrieben von am 31. März 2011 in Ganz Kurz

 

Neulich, im Interweb

Wer, bitte, schlägt einen Koala??
Read the rest of this entry »

 
5 Comments

Geschrieben von am 30. März 2011 in Fun

 

Gürteltier

Mal ein wenig Exhibitionismus in eigener Sache: Diesen Gürtel habe ich Anfang letzten Jahres nicht mehr zu bekommen.
Er ächzste, zum Bersten gespannt, gerade noch im äußersten Loch, das direkt an der Spitze sitzt. Das war so der Zeitpunkt, wo ich mich selbst nur noch bedingt leiden konnte und beschloss, einfach mal auf Süßkram zu verzichten. Auf nichts sonst, nur auf die gedankenlos eingeworfenen Gummibärchen, die Freitag-Abend-Chips und das obligatorische Stück Schokolade nach dem Essen.

So sehen also 20kg Menschenfleisch aus, wenn sie nicht mehr da sind. Und, was soll ich sagen? Ich fühle mich wesentlich wohler in meiner Haut.

 
6 Comments

Geschrieben von am 30. März 2011 in Gnadenloses Leben

 

Mass Effect DLC: The Arrival

Ladies und Gentlemen, fahren Sie ihre Konsolen hoch und machen Sie Ihre Shepherds bereit. Hier kommt der angeblich letzte DLC für Mass Effect 2, der die Brücke zu Mass Effect 3 (Ende 2011) schlagen soll.

Launch Trailer:

„Die Ankunft“ – ab heute im Netzshop ihres Vertrauens für 560 M$-Points. Keine Ahnung was das in $ony-Geld auf der PS3 ist. Vermutlich drei Glückskekse der so.
[Update:] Im PS-Net kostet der DLC 6,99 Euro. (Danke, Melchotov!)

 
1 Comment

Geschrieben von am 29. März 2011 in Games, Trailer

 

Tags:

De mustela mobile

„Das Wiesel bewegt sich“

…auch, wenn es gar nicht mehr aus dem schönen Graz weg wollte. Das es von Rufus mit Sauna und leckeren Dingen verwöhnt wurde, machte die Abschiednahme wohl nur noch schwerer. Aber jetzt, jetzt ist es auf dem Weg, in seinem neuen Reisekarton.
Auf zu neuen Abenteuern!

 
6 Comments

Geschrieben von am 29. März 2011 in Wiesel, Wiesels große Reise

 

Aaaah!!!111!

Komme ich nichtsahnend aus dem Supermarkt, die Arme voller Einkäufe, wühle in der Jackentasche nach dem Autoschlüssel und sehe PLÖTZLICH AUS DEM AUGENWINKEL, WIE MICH AUS DEM WAGENINNEREN IRGENDWER MIT IRREM BLICK ANSTIERT.

Meine Güte, ich habe echt vor Schrecken einen Satz gemacht. Um anschliessend wegen dieser Fehlwahrnehmung laut loszulachen.

 
1 Comment

Geschrieben von am 28. März 2011 in Foto

 

Nach der Wahl in Baden-Württemberg

Sonntagabend, 18.49 Uhr. Laut Hochrechnungen der Forschungsgruppe Wahlen und Umfragen von Infratest Dimap wurde die Stefan Mappus vernichtend geschlagen.
Die Wähler sprachen ihr Vertrauen einer Partei aus, die bisher im „Ländle“ überhaupt keine Rolle gespielt hat. Diese Partei stellt auch den neuen Ministerpräsidenten: Einen Yeti.

Der Yeti freut sich sehr darüber, die Politik des Bundeslandes in den nächsten fünf Jahren entscheidend mitgestalten zu dürfen.


Read the rest of this entry »

 
8 Comments

Geschrieben von am 27. März 2011 in Berufsleben, Historisches

 

Vor der Wahl in Baden-Württemberg: Eine kurze Zusammenfassung des Mappus

Hahah: http://mappus-restlaufzeit.de/

Das dieser Stefan Mappus überhaupt zur Wahl antreten darf, das wundert mich ja schon.

Der Mappus stellt sich, rein subjektiv, so dar: Erst klüngelt er in einer Schwitzhütte in einer Altherrenrunde mit schwäbischen Bauunternehmern Stuttgart21 aus. Dann lässt er sich von der Atomlobby kaufen und fordert den schnellstmöglichen Aussteig aus der Energieversorgung durch Gas- und Kohlekraftwerke und eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Dazwischen setzt er die Bauarbeiten in Stuttgart mit Gewalt durch, in dem er Demonstranten mit Wasserwerfern die Weichteile wegschiessen lässt. Die Gewalt gegen Bürger lenkt ein wenig von seinen anderen Machenschaften ab: Mappus agiert mit Landesmitteln quasi öffentlich für Enerieversorger und seine Kumpels, das ging in den S21-Debatten aber nahezu unter.


Quelle: http://zeitlose-wahrheit.blogspot.com/

Die wirklich schlimmen Dinge stecken nämlich, kaum oder stümperhaft versteckt, in der Sache mit dem Deal mit EnBW. Und der geht so: Das Land kauft für schlappe 4,7 Milliarden Euro Aktien des Energieversorgers. Der Deal sollte Mappus im Wahlkampf als Atombefürworter und Macher präsentieren, während gleichzeitig seine Kumpels aus der Schwitzhütte auch was davon haben: Der Milliardendeal wird, gegen einen gewissen Prozentsatz der Transaktionssumme, von einem Finanzhaus abgewickelt, das den Auftrag ohne Ausschreibung bekam. Und dessen Chef ist Mappus Trauzeuge und engster Freund aus Junge-Union-Zeiten.

Das die Übernahme mit einem unüblich hohen Aufschlag auf den aktuellen Börsenwert der Aktien erfolgt, um die Transaktionssumme aufzublähen, fällt da kaum noch auf. Die Zustimmung zu dem Ganzen hat Mappus sich vom Landtag erst geholt, als die Verträge schon unterzeichnet waren. Das BRÜLLT alles nach Machtmissbrauch und Filz.

Der ganze Deal ist nun schon mehrfach auf verschiedene Füße gefallen: Zuerst natürlich dem Land und den Steuerzahlern, denn die EnBW-Aktien gehen nicht erst seit dem Erdbeben in Japan und der Atomausstiegsdiskussion den Bach runter. Das hat auch Auswirkungen auf Mappus: Der hat finanziell zwar seine Schäfchen im Trockenen, aber der Deal war SEIN Kernding im Wahlkampf. Pro-Atom, Mappus als Strahlemann präsentieren, das war der Kern der Wahlkampfstrategie. Geht nun leider alles gar nicht mehr. Vor Kurzem hat Mappus noch den Rücktritt von Bundesumweltminister Röttgen gefordert, weil der Mappus´ Forderungen nach Laufzeitverlängerungen für AKW nicht sofort und rückgratlos zugestimmt hat. Mittlerweile hat aber selbst Mappus gemerkt, dass so eine Nummer gerade beim Volk nicht gut ankommt.

So ein Mappus ist aber immer auch noch für andere Klopfer gut. So ist er gegen Homosexualität und bezeichnete den Christopher Street Day öffentlich als abstossend, lehnt Lebenspartnerschaften ab, findet Vertriebene als Stammwählerschaft der CDU wichtig, verhindert schonmal den Kauf von Steuerbetrugsdaten ab (warum wohl?) und droht kulturellen Einrichtungen, die sich Ausstellungen zum Neo-Faschismus befassen, mit der Kürzung der Mittel.

Übrigens hat kein Wähler jemals den Mappus zum Ministerpräsidenten gewählt. Der ist einfach von der Partei als Nachfolger von Oettinger ausgekungelt worden, weil der von der Bundesmerkel auf die EU-Ebene abeschoben wurde.

Was bei mir hängen bleibt, ist das Bild eines zutiefst korrupten, schwulenhassenden, skrupelosen, rechten Machtmenschen, der sich und seine Kreise hemmungslos mit Steuergeldern bereichert.
Von den Schwaben an sich habe ich eh nicht die höchste Meinung, aber wenn DER am kommenden Sonntag vom Volk zum Ministerpräsidenten gewählt wird, dann votiere ich dafür, dass Baden-Württemberg aus der Bundesrepublik ausgeschlossen wird.

 
3 Comments

Geschrieben von am 25. März 2011 in Betrachtung, Rant, Satire

 

Mr. Poppers Pinguine

Pin.
Gu.
I.
Ne.

!!!

 
10 Comments

Geschrieben von am 25. März 2011 in Trailer

 

100.000



Irgendwie hat so ein Moment ja schon ein wenig Magie:

Herzlichen Glückwunsch, Kleines Gelbes AutoTM!

 
6 Comments

Geschrieben von am 25. März 2011 in kleines gelbes Auto

 

Gruppenreise

Man sollte ja meinen, das in Zeiten von Interweb und Brieftauben alles so einfach sei. Eine Fahrkarte bei der Bahn buchen, zum Beispiel. Kann doch nicht so schwer sein. Auch nicht für eine Gruppe.

Um bei der Bahn eine Gruppenreise zu buchen sind lediglich folgende Schritte notwendig:

1. Man geht auf Bahn.de, sucht die gewünschte Verbindung für seine Gruppe und klickt auf „Weiter“. Aber dann geht es nicht weiter. Die Seite ist nicht etwa kaputt – nein, die Minimalanzahl für eine Gruppe beträgt 5 Personen. Das heisst, nach Bahnlogik, man muss wenigstens 6 Personen in das Kästchen eintragen. Sonst hat es sich was mit „Weiter“.

2. Man muss alle persönlichen Daten des „Gruppenorganisators“ per Hand erfassen, inkl. Privatadresse, Adresse der Organisation, usw. AUCH dann, wenn man als Organisator bereits Bahnkunde ist und die Bahn schon alle Daten hat. Selbst wenn man in die Bahnseite eingeloggt ist – die gefühlten hundert Felder wollen per Hand gefüllt werden.

3. Am Ende der Klick- und Ausfüllorgie steht nicht etwa eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Buchung durchführen“ sondern „Antrag stellen“. Also stellt man einen Antrag.

4. Nach Klick auf „Antrag stellen“ kommt eine Anzeige, dass sich die Bahn in Kürze mit einem in Verbindung setzen wird. Was irgendwie wie eine Drohung klingt. Oder als ob man Besuch von Bahnbediensteten bekommt, die einem subversiv kleine Zettelchen unter der Tür durchschieben. Oder so.

5. Am nächsten Tag klingelt das Telefon und eine freundliche Dame verkündet, dass die Bahn dem Antrag stattgegeben habe und sie nun „mit einem buchen wolle“. Was sich irgendwie schon versaut anhört. Ich buche nur sehr ungern mit wildfremden Frauen. Buchen ist für mich Vertrauenssache. Ich buche nicht mit jeder.
Egal. Sie wolle also mit mir buchen, obwohl wir uns gar nicht kennen, dazu bräuchte sie lediglich noch einmal alle personenbezogenen Daten, Zahlungsmittelangaben und ggf. zusätzliche Reiseinfos. Den Einwand, dass sie das doch schon haben müsse, wird mit Gelächter und der Belehrung, das „Die Buchungswege Internet und Telefon haben doch nichts miteinander zu tun haben“ quittiert. Aha. Ich Dummerchen. Vermutlich FAXT der Webadmin der Telefonursula die „Anträge“.

6. Kreditkarte als Zahlungsmittel geht nicht, deshalb Lastschriftverfahren. Um an dem teilzunehmen, faxt die Bahn ein Formular, dass man aber nicht zurückfaxen kann, sondern per Post schicken muss.

7. Wenn die Bahn das Formular zurückerhalten hat, dann bearbeitet sie den Antrag auf eine Gruppenreise. Nachdem Sie zuvor noch die Bonität geprüft hat. Muss ja alles seine Ordnung haben.

8. Wenn die Bahn zu Ende bearbeitet hat, dann schickt sie die Karten für die Gruppenreise. Per Post. Nicht per Brieftaube oder per Fax. Per Post. Muss man nur aufpassen, dass der Umschlag nicht in den 100 WErbeschrieben untergeht, die die Bahn so pro Woche schickt, und die immer gleich ungeöffnet entsorgt werden.

Das ist DIE DEUTSCHE BAHN im Jahr 2011.
Ganz einfach, oder?

 
6 Comments

Geschrieben von am 24. März 2011 in Berufsleben, Rant

 

Momentaufnahme: März 2011


Herrn Silencer im März 2011

Lesen: Michael Ende: Die unendliche Geschichte

Hören: Nina Simone: Feeling Good, Martina André: Teufelshure

Sehen: Knight and Day (DVD), The Ghostwriter (DVD, GROSSARTIG!), Ars Ex Machina (Theater)

Spielen: Saboteur (XBOX), Assassins Creed Brotherhood DLC: The Da Vinci Disappearance (XBOX)

Machen: Radtouren, die neue Lebenswirklichkeit besser kennenlernen

Neues Spielzeug: Royaltek 3800 GPS Logger, gebraucht gekauft.

 
7 Comments

Geschrieben von am 23. März 2011 in Ganz Kurz, Momentaufnahme

 

Der rote Knopf

Drücken Sie bitte den ROTEN Knopf. Aber nur bei Gefahr. Sonst nicht. Und keinen anderen. Nur den Roten.



Gesehen in einem Supermarkt in der Nähe. Da drängen sich ja gleich mehrere Fragen auf: Warum hängt man einen Alarmknopf 1,80m über den Boden? Was für eine Gefahr kann an einem Kopierer eintreten? Lebensgefährdender Papierstau? Toner alle? Kopiererkernschmelze? Und was macht der Knopf eigentlich?

Fragen über Fragen. Also mal flugs die Kassiererin befragt. Antwort: Der Knopf macht, dass der Alarm angeht und die Polizei kommt. Auf die Frage, ob das nicht ein etwas unüblicher Ort für einen Alarmknopf sei und wie man den unauffällig während eines Überfalls drücken sollte, wusste sie keine Antwort.

 
4 Comments

Geschrieben von am 22. März 2011 in Gnadenloses Leben, Skurril

 

Roxette Open Air



Ein Teenietraum wird wahr: Ich werde Marie Fredriksson live sehen! Meine Güte, was war ich mit 14 in die verliebt. Ich habe es immer bedauert, nie auf einem Roxette-Konzert gewesen zu sein. Mit der Diagnose Hirntumor im Jahr 2002 bei Marie schien es mit der Band vorbei zu sein. Aber nein, nach einer harten Reha geht die beste Sängerin Schwedens wieder mit dem mediokren Songwriter, schlechtem Texter und hauptberuflichen Frisurträger Per Gessle auf Tour. Hach. Soll er doch soviel Gitarrenspielimitationen abliefern wie er will, Hauptsache die Blonde ist dabei.

Das nach dem Tag, an dem die Karten für das Open Air in Oberursel (WTH??) eingetroffen sind, nun ausgerechnet die Arenatour mit einer Halle hier ganz in der Nähe angekündigt wird, ist ärgerlich. Aber nicht sehr. Ich war noch nie bei einem Open Air und bin gespannt drauf und, hey, Marie Fredriksson! Dafür würde ich sogar im Schlamm stehen.

Die Musik von damals mag ich größtenteils heute noch. Dazu stehe ich, vollkommen schamfrei.
In meiner Erinnerung wird Marie Fredriksson sowieso immer so aussehen:

Ich freu mich! Und jetzt gehe ich nachgucken, wo dieses „Oberursel“ eigentlich liegt.

 
5 Comments

Geschrieben von am 21. März 2011 in Event, Upcoming

 
 
Follow

Get every new post delivered to your Inbox.