Hahah: http://mappus-restlaufzeit.de/
Das dieser Stefan Mappus überhaupt zur Wahl antreten darf, das wundert mich ja schon.
Der Mappus stellt sich, rein subjektiv, so dar: Erst klüngelt er in einer Schwitzhütte in einer Altherrenrunde mit schwäbischen Bauunternehmern Stuttgart21 aus. Dann lässt er sich von der Atomlobby kaufen und fordert den schnellstmöglichen Aussteig aus der Energieversorgung durch Gas- und Kohlekraftwerke und eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Dazwischen setzt er die Bauarbeiten in Stuttgart mit Gewalt durch, in dem er Demonstranten mit Wasserwerfern die Weichteile wegschiessen lässt. Die Gewalt gegen Bürger lenkt ein wenig von seinen anderen Machenschaften ab: Mappus agiert mit Landesmitteln quasi öffentlich für Enerieversorger und seine Kumpels, das ging in den S21-Debatten aber nahezu unter.

Quelle: http://zeitlose-wahrheit.blogspot.com/
Die wirklich schlimmen Dinge stecken nämlich, kaum oder stümperhaft versteckt, in der Sache mit dem Deal mit EnBW. Und der geht so: Das Land kauft für schlappe 4,7 Milliarden Euro Aktien des Energieversorgers. Der Deal sollte Mappus im Wahlkampf als Atombefürworter und Macher präsentieren, während gleichzeitig seine Kumpels aus der Schwitzhütte auch was davon haben: Der Milliardendeal wird, gegen einen gewissen Prozentsatz der Transaktionssumme, von einem Finanzhaus abgewickelt, das den Auftrag ohne Ausschreibung bekam. Und dessen Chef ist Mappus Trauzeuge und engster Freund aus Junge-Union-Zeiten.
Das die Übernahme mit einem unüblich hohen Aufschlag auf den aktuellen Börsenwert der Aktien erfolgt, um die Transaktionssumme aufzublähen, fällt da kaum noch auf. Die Zustimmung zu dem Ganzen hat Mappus sich vom Landtag erst geholt, als die Verträge schon unterzeichnet waren. Das BRÜLLT alles nach Machtmissbrauch und Filz.
Der ganze Deal ist nun schon mehrfach auf verschiedene Füße gefallen: Zuerst natürlich dem Land und den Steuerzahlern, denn die EnBW-Aktien gehen nicht erst seit dem Erdbeben in Japan und der Atomausstiegsdiskussion den Bach runter. Das hat auch Auswirkungen auf Mappus: Der hat finanziell zwar seine Schäfchen im Trockenen, aber der Deal war SEIN Kernding im Wahlkampf. Pro-Atom, Mappus als Strahlemann präsentieren, das war der Kern der Wahlkampfstrategie. Geht nun leider alles gar nicht mehr. Vor Kurzem hat Mappus noch den Rücktritt von Bundesumweltminister Röttgen gefordert, weil der Mappus´ Forderungen nach Laufzeitverlängerungen für AKW nicht sofort und rückgratlos zugestimmt hat. Mittlerweile hat aber selbst Mappus gemerkt, dass so eine Nummer gerade beim Volk nicht gut ankommt.
So ein Mappus ist aber immer auch noch für andere Klopfer gut. So ist er gegen Homosexualität und bezeichnete den Christopher Street Day öffentlich als abstossend, lehnt Lebenspartnerschaften ab, findet Vertriebene als Stammwählerschaft der CDU wichtig, verhindert schonmal den Kauf von Steuerbetrugsdaten ab (warum wohl?) und droht kulturellen Einrichtungen, die sich Ausstellungen zum Neo-Faschismus befassen, mit der Kürzung der Mittel.
Übrigens hat kein Wähler jemals den Mappus zum Ministerpräsidenten gewählt. Der ist einfach von der Partei als Nachfolger von Oettinger ausgekungelt worden, weil der von der Bundesmerkel auf die EU-Ebene abeschoben wurde.
Was bei mir hängen bleibt, ist das Bild eines zutiefst korrupten, schwulenhassenden, skrupelosen, rechten Machtmenschen, der sich und seine Kreise hemmungslos mit Steuergeldern bereichert.
Von den Schwaben an sich habe ich eh nicht die höchste Meinung, aber wenn DER am kommenden Sonntag vom Volk zum Ministerpräsidenten gewählt wird, dann votiere ich dafür, dass Baden-Württemberg aus der Bundesrepublik ausgeschlossen wird.