Monatsarchiv: November 2011
Fixe Idee
//Fixe Idee an
- Plötzlich der Überzeugung gewesen, es wäre eine tolle Sache, den nächsten Geburtstag beim Karneval in Venedig zu verbringen.
- Hotel gesucht
- Zimmer reserviert
- Bilder von den Menschenmassen gesehen
- Aufnahmen von Touristen studiert, die im Gänsemarsch durch die Stadt schieben
- Besucherzahlen recherchiert
- Zimmerreservierung storniert
//Fixe Idee aus
Seufz. Waren aber schöne 15 Minuten. Leider sind fixe Ideen manchmal auch fix wieder weg.
Stille Post
Was genau läuft da eigentlich, wenn das iPhone so eine Nachricht bekommt?
Ist das auch so eine stille SMS, mit der die Polizei versucht einen zu orten?
Assassins Creed Revelations: Ezio Figur
Was in allen Sammlereditionen fehlt, aber zum Glück des Sammlers einzeln erworben werden kann: Eine fein gearbeitete, gut bemalte und ca. 22 cm hohe Statue des alten Assassinenmentors.
Damit macht er sich gut in der Reihe der existierenden Skulpturen. Links: Ezio als Neuling im Alter von 17, als erfahrener Assassine (ca. 35, beide Assassins Creed II), Rechts als Meister mit 44 und im Vordergrund als Mentor mit 53 Jahren. Merkwürdigerweise ist Ezio m Alter größer geworden. Die neue Figur überagt die anderen um 2 cm. Sei´s drum. Mein Spielkindherz freut sich dennoch.
Assassins Creed Revelations Collectors Edition Unboxing
Endlich: Heute erscheint offiziell Assassins Creed: Revelations. Witzigerweise scherten sich die lokalen Blöd- und Geizmärkte nicht um den weltweiten Launch und hatten das Spiel bereits am Samstag in den Regalen. Allerdings nur das Spiel. Und als echter Fan greift man natürlich zur Collectors Edition. Oder?
Die wurde brav heute geliefert und, um es gleich vorweg zu sagen: Sie fällt enttäuschend aus. Während in den vergangenen Jahren und Serienteilen eine Skulptur des Protagonisten oder eine dick gefüllte Schatzkiste inkl. ledergebundenem Buchaus der Verpackung fielen, besteht die Collectors Edition von Revelations aus einer schnöden Pappbox.
Drückt man das Assassinen-Symbol nach oben, klappt das obere Teil der Box auf („yeah.“) und der Inhalt guckt einen an („wow.“) Der besteht aus dem eigentlichen Spiel, einem Artbook („woohoo.“) und dem Kurzfilm „Embers“.
In der Spielhülle liegt zudem eine Soundtrack-CD. Das ist aber mitnichten der Revelations-Soundtrack, oh nein – es handelt sich nur um ein Best of von AC I und II. Den Revelationssoundtrack gibt es auf iTunes zu kaufen – in Form dreier Alben. Entweder man kauft das Hauptwerk, zersägt in zwei Volumes, oder die „Complete Recordings“ für saftige 18 Euro.
Zusammmengefasst: Enttäuschende Edition. Die alternativ exklusiv bei Gamestop erhältliche „Animus Edition“ ist ähnlich lieblos zusammengschustert, enthält aber wenigstens die gebundene Enzyklopädie des AC-Universums. Trotzdem: Bäh. Wenn man sich anguckt was der Ubiworkshop sonst an coolen Dingen produziert, von Bildern über Büchern bis hin zu Gürtelschnallen, dann ist das hier eine echte Sparversion.
Die Ära Berlusconi endet… nicht.
„Die Ära Berlusconi ist zu Ende“ schlagzeilt es allerorten durch den Blätterwald. Hört sich gut an, dürfte aber leider komplett an der Realität vorbeigehen. Von unserem Qualitätsjournalismus erwarte ich mittlerweile ja gar nicht mehr, dass er bei solchen Themen genau hinguckt und Vorgänge analysiert und im Kontext darstellt, daher mache ich das mal selbst:
Tatsache ist nämlich, dass Italien deshalb so am Abrunde steht, weil Berlusconi die fast 20 Jahre seiner Amtszeit(en) genutzt hat, um eine neue politische Kultur im Land zu installieren und die an Schlüsselpositionen mit seinen Getreuen zu besetzen. Man muss sich das ähnlich vorstellen wie seinerzeit am Hof von Versailles. Da gehörte dazu, seinem Vorbild nachzueifern, wenn man sich in dem Kreisen des Sonnenkönigs bewegen wollte. Am Hofe Ludwig des XIV hieß das, gepuderte Perücken zu tragen, albern zu kichern und das Volk öffentlich zu verachten. Am Hofe Berlusconis schickte es sich, dem Vorbild durch groteske Schönheitsoperationen und ungehemmte Selbstbedienung nachzueifern.
Das führte nicht nur dazu, dass Berlusconi ständig von Leuten umgeben war, die irgendwie wie die Splicerzombies aus Bioshock aussahen. Es führte auch dazu, dass bis auf kommunale Ebene hinunter ein politisches System etabliert wurde, in dem Amtsträger hemmungslos Vergünstigungen abgreifen können – was von oben nicht kontrolliert wird, weil dort genauso gemacht wird. Selbstbedienung gehört im Berlusconismus wie selbstverständlich zum Tagesgeschäft.
Zwei Jahrzehnte hat il veleno de Berlusconi, Berlusconis Gift, das Land verseucht und die Strukturen korrumpiert. Davon legen die vielen Bauruinen im Süden des Landes ein beredtes Zeugnis ab. Diesen Krebs aus den Strukturen und den Köpfen herauszubekommen, wird – wenn es überhaupt möglich ist- Jahrzehnte dauern. Die Ära Berlusconi ist also mitnichten vorbei. Der Cavaliere wird nur nicht mehr im Rampenlicht mitmischen. Die von ihm installierten Leute aber bleiben, und alle, die vom System Berlusconi profitiert haben, schulden ihm eh Dank. Die einzig interessante Frage muss sein: Will er es nochmal wissen? Falls ja, kommt er in zwei Jahren wieder. Falls nein, wird er die Geschicke des Landes aus dem Hintergrund steuern, wenn es ihm einen Vorteil verspricht.
Ohne eine solche Einflussnahme wird man ihn tatsächlich für seine Verbrechen zu belangen versuchen.
Ein weiterer, interessanter Aspekt ist übrigens, dass in den großen Städten Italiens in den letzten Wochen ziemlich große Proteste stattfanden, die aber -wen wunderst- in den Medien nicht statt fanden. Klar, wird man jetzt denken – die privaten Sender gehören ja auch Berlusconi und die öffentlich-rechtlichen sind an die politische Agenda und deren Vorgaben gebunden. Das stimmt sicherlich auch. Berlusconi konnte sich nur deswegen so lange halten, weil die Bevölkerung keine Ahnung hatte, was im eigenen Land lief und er nur als Lichtgestalt in Erscheinung trat, der alles anpackte und zum Wohl Italiens arbeitete.
Nur: In den letzten Wochen war ich ein wenig in Deutschland unterwegs und konnte Proteste und Demonstrationen in größeren Städten miterleben. Die fanden aber in den bundesweiten Medien, soweit ich mitbekommen habe, auch keine oder nur geringe Beachtung. Was sagt denn sowas bitte über unser Land?
Okertalsperre
Nur falls sich mal wieder jemand über den -gefühlt vielen- Regen in diesem Jahr beschwert: Die Talsperren im Harz, die auch eine wichtige Trinkwasserquelle von Göttingen bis nach Bremen (!) darstellen, führen nur noch Niedrigwasser. So richtig viel kann es also nicht geregnet haben. Hier aktuelle Bilder der Oktertalsperre. Richtig gefüllt ist der Stausee bis zu 65 Metern tief. Jetzt sind es… signifikant weniger.
Als die Talsperre gebaut wurde, mussten dafür zwei Ortschaften weichen. Das Dörfchen Schulenburg wurde ein paar Kilometer weiter komplett neu gebaut. Das alte Schulenburg versank in den Fluten.
Es geht die Legende, das man, bei so niedrigem Wasserstand wie jetzt, an stürmischen Tagen die Glocke im Turm der Kirche des alten Schulenburgs hören kann, wie sie in den Tiefen des Stausees hin- und herschwingt…
Assassins Creed: Revelations – Launch & andere Trailer
Ich fiebere dem Release des nächsten „Assassins Creed“ am nächsten Dienstag entgegen, weil darin ja angeblich so viele Geheimnisse gelüftet werden. Um Spoiler zu vermeiden, lese ich seit Monaten nichts mehr zum Spiel und hgucke auch keine Trailer. Auch die unterstehenden nicht. Auch wenn die bestimmt ganz doll sind. Ich will mich überraschen lassen – ohne die Wendungen in der Story ist AC nur halb so schön.Immerhin weiß ich schon, wohin mich die nächsten Assassins Creed Tour führen wird: Es geht nach Konstantinopel!
Leben in Konstantinopel:
Ezios letzte Reise:
Für mehr Warnhinweise!
Seit Jahren sinkt die Zahl der Verkehrstoten im Straßenverkehr, zuletzt auf den niedrigsten Wert seit 1953. Da besteht dringender Handlungsbedarf! Folgerichtig stellt heute der Ramsauer ein Papier vor, mit dem er die Sicherheit im Strassenverkehr verbessern will.
Das ist ja an sich nicht schlecht, nur: Wir haben es hier mit einem CSU-Politiker zu tun. Ich kann mir daher genau vorstellen, was in dem Papier drinsteht:
- Für mehr Verkehrskontrollen
- Rüttelstreifen auf Autobahnen
- Verbesserung der Fahrzeugtechnik und Assistenzsysteme zur Pflicht machen, die es bei, sagen wir mal, BMW, schon lange als Serienausstattung gibt (sonst aber nirgendwo)
Interessant wird sein, wie sich ein BAYER zum Alkoholverbot hält. Wenn man die Zahl der Verkehrstoten signifikant drücken will, kommt man um eine 0,0-Promille.Grenze, sprich: Ein absolutes Alkoholverbot am Steuer, nicht herum. Bin ich absolut dafür. Aber was sagt Herr Ramsauer, wenn er darauf angesprochen wird? Das er sich vorstellen könnte, größere Warnhinweise auf Verpackungen von Medikamenten anzubringen, die die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Chapeau! Das nenne ich mal einen mutigen Vorstoss!
Meine Vermutung ist ja: Durch so ein Scheinmanöver legitimiert Ramsauer entweder seinen eigenen Job, ist mal wieder im Fernsehen und freut sich über die Aufmerksamkeit ODER die CSU hat gerade was anderes am laufen und will davon ablenken.
Explora
Was passiert, wenn alte Männer ihre Sammelleidenschaft ausleben? Nun, manche rümpeln das gesamte Haus vom Keller bis zum Dach mit Zeugs aus dem Baumarkt voll, andere lassen ihre Umwelt an ihrer Marotte teilhaben und verdienen sogar Geld damit. Ich vermute, das Letzteres in Frankfurt passierte, genauer: Im Explora Sceince Center, Museum für Wissenschaft und Technik.
Eigentlich sollte sich dort alles um das Thema 3D und optische Täuschungen drehen, aber wenn man einmal den Enthusiasmus des Gründers mitbekommen hat, beginnt man zu verstehen, warum in den Austellungsräumen auch Palindrome, Zungenbrecher und Lebkuchenduft ausgestellt sind: Hier hat jemand einfach Dinge gesammelt, die er schön findet und mit der Welt teilen möchte.
Dabei herausgekommen ist eine Ausstellung, die fasziniert und stellenweise fast liebevoll altmodisch wirkt. Ich kann mich daran erinnern, dass inb den Achtzigern, als die ersten Silberhologramme rauskamen, ich dachte, dass zukünftig alle Zeitungen nur noch mit Holos versehen sein würden. Es kam andes, aber genau die damals gesehenen Motive jetzt noch einmal bewundern zu können, das hatte schon was nostalgisches.
Man darf die Exponate übrigens fotografieren – der 3D-Effekt entsteht auch beim Betrachten der Fotografien am heimischen Rechner. Insbesondere die vielen Aufnahmen weiblicher Brüste werden vermutlich, insbesondere vom männlichen Anteil der durchgeschleusten Schulklassen, einer intensiven Nachbetrachtung unterzogen.
Das Gebäude an sich ist übrigens auch schon eine Show: Das Ding ist ein ehemaliger Bunker, mitten in Frankfurt. Und auf der Rückseite klebt der zweitgrößte QR-Code der Welt.
Gedanken zur Neuordnung Europas
Spät in der Nacht DIE Idee: Wir lassen Umberto Bossi seinen sagenumwobenen Nordstaat gründen. Dafür geben wir ihm das Gebiet von, sagen wie mal, Bayern und Baden-Württemberg. Die wollen ja, so irgendwie, auch nicht mehr zu Deutschland gehören und träumen heimlich, aber feucht, von Unabhängigkeit. Mit der Lösung wären also schon mal die Nationalfanatiker glücklich.
Dafür könnten dann ja das Restdeutschland und Italien fusionieren. Vorteile liegen auf der Hand: Italien bekommt einen Schuldenschnitt, Deutschland eine längere Küstenlinie und, im Mittel, besseres Wetter. Dazu sind wir dann alle mal ehrlich und geben zu, das Nationalregierungen ohenhin nichts mehr zu entscheiden haben, übertragen die Hoheitsrechte von Bund und Ländern auch offiziell nach Brüssel und entsorgen unsere Politikerkaste in einem, noch zu ermittelnden, Endlager. Was das allein an Steuern spart! Genial, oder? Übrigens vollkommen alternativlos. Früher oder später kommt das eh. Nobelpreise bitte an die bekannte Adresse.
So, ich höre jetzt mal auf dieses Zeug zu rauchen und gehe ins Bett.


























