RSS

Monatsarchiv: Dezember 2011

Woher der Rutsch kommt oder: Das war 2011

Zweitausendelf war ein Arschloch, da ist man sich in der Blogszene flächendeckend einig. Jahresrückblicke doof zu finden ist aus genau diesem Grund gerade konsensfähig. Weil dieses Blog aber der Fels im stürmischen Meer der Modemeinungen ist, wird hier jetzt mit einem Jahresrückblicken erst richtig angefangen.

Rosch ha schana tov ist ein jiddischer Ausspruch und bedeutet den Wunsch nach einem guten Jahresanfang. Es könnte die Quelle unseres verbalbescheuerten „Guten Rutsches“ sein, ganz sicher ist man da aber nicht.

Und jetzt kommt die Rückschau. Wer nicht an 2011 erinnert werden will klickt halt nicht auf Weiterlesen und hat trotzdem schon was aus diesem Posting gelernt.
In diesem Sinne: Allen Leserinnen und Lesern ein Guz Nois Jaa.

Read the rest of this entry »

 
3 Comments

Geschrieben von am 31. Dezember 2011 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

Vorbereitung 2012

20111230-131738.jpg

*Check!

 
Leave a comment

Geschrieben von am 30. Dezember 2011 in Berufsleben, Ganz Kurz

 

Neues Gesetz: Feiertage ab 2012 nur noch an Wochenenden

Boah, ich habe gerade SO einen Hals. Grund: Diese Meldung, gefunden in der LAZ.
Wenn ihr mich fragt: EIN SKANDAL!

Berlin (dpa) In den vergangenen Jahren fielen Feiertage gehäuft auf Wochenenden. Die Regierungskoaltition plant nun die gesetzliche Verankerung einer solch arbeitgeberfreundlichen Feiertagsgestaltung. Die könnte bereits im nächsten Jahr in Kraft treten.

Der Bundeskanzler Frau Merkel werde bereits in der Neujahrsansprache einen entsprechenden Gesetzesvorstoss öffentlich ankündigen, berichten informierte Kreise in Berlin. Vorab äußerte sich Philipp Rössler, Vorsitzender der FDP. Er sei angetreten, so Rösler, um frischen Wind zu verbreiten und alte Paradigmen zu hinterfragen. Dazu gehöre es auch, das Prinzip kalendarisch festgelegter Feiertage auf den Prüfstand zu stellen. Die letzten Jahre, in denen Weihnachten, Nationalfeiertag und Ostern stets auf Wochenenden gefallen waren, hätten die breite Akzeptanz in der Bevölkerung gezeigt. „Wir müssen flexibel sein, wenn wir den Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten wollen. Es gibt keinen Grund, warum wir Heiligabend nicht am 20. Dezember feiern können, wenn das ein Freitag ist. Erster und zweiter Weihnachtsfeiertag lägen dann immer auf einem Samstag und Sonntag. Das ist zuverlässig und schafft dauerhaft Planungssicherheit.“

Den Vorwürfen, das hier nur die Interessen der Arbeitgeber bedient werden sollen, begegnet Bundesinnenminister Friedrichs (CSU) mit Hinweisen auf die innere Sicherheit. Er halte die Einführung flexibler Feiertage für alternativlos, insbesondere vor dem Hintergrund der Terrorgefahr führe kein Weg um die Vorratsdatenspeicherung und die Flexibilisierung der Feiertage herum.

Kritik an diesem Vorhaben wird unterdessen aus den Reihen der Koalition laut. Dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel gehen die Vorschläge der Koalition nicht weit genug. „Wenn man hier wirklich etwas für die Wirtschaft und die Sicherheit tun wollte, dann müsste man konsequenterweise auch die Wochenenden abschaffen, wie es die SPD seit jeher fordert. Von dieser Forderung rücken wir auch jetzt nicht ab“, so Gabriel. Aus Reihen der Grünen war zu vernehmen, das man den Vorstoss begrüße, da es Feiertage wie Weihnachen seien, die zur Vermeidung von Konsumterror und Kommerz abgeschafft gehörten. „Das sehen wir als Schritt in die richtige Richtung“, formulierte es der grüne Kanzlerkandidat Jürgen Trittin.

Wenig Widerstand gegen die Koalitionspläne gibt es auch von den Kirchen in Deutschland. Ferdinand Reymann, Bischof der Erzdioziöse Augsburg, betont, das es bei kirchlichen Feiertagen um die Symbolik gehe, und nicht um das Festhalten an konkreten Terminen. Die, so Reymann, seien „ohnehin nur Schätzwerte.“

Über einen Gesetzentwurf zur Feiertagsflexibilisierung soll im Bundestag bereits im Januar abgestimmt werden. Eine entsprechende Regelung könnte voraussichtlich schon im Sommer 2012 in Kraft treten. Die Weihnachtsfeiertage 2012 würden dann auf Samstag und Sonntag, 22. und 23. Dezember, fallen.

 
4 Comments

Geschrieben von am 30. Dezember 2011 in Medienschau

 

Momentaufnahme: Dezember 2011

Herr Silencer im Dezember 2011

Lesen: GeoEpoche: Macht und Mythos der Serenissima

Hören: Jesper Kyd, Lorne Balfe: Assassins Creed Revelations Soundtrack, Evanescence: Evanescence

Sehen: The good German (DVD), Up in the Air (DVD), Ein unmöglicher Härtefall (DVD), Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Kino), Mission Impossible 4: Phantom Protocol (Kino)

Spielen: Venetica (XBOX, zumindest bis zum ärgerlichen Plostopper), Assassin Creed II (XBOX)

Machen: Festtage vorbereiten, Reisen, Last-Minute-Kram vor Jahresende erledigen

Neues Spielzeug: Neben gaaanz vielen tollen Weihnachtsgeschenken: Ein N-Com Basisset und ein Bluetooth-Kit.

 
Leave a comment

Geschrieben von am 30. Dezember 2011 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

IE7FRP

Also ehrlich, manchmal wundere ich mich, dass wir in der EU überhaupt was hinkriegen, so lange die Online-Systeme auf einem solchen Stand sind. Das „and above“ steht da bestimmt erst seit letzter Woche.

Und DAS klebt auf der Einreichungsseite zum 7. Forschungsrahmenprogramm, wo eigentlich Raketenforschung betrieben werden soll. Ts.

(Zur Erklärung für alle Nicht-Internetler: NIEMAND benutzt den Internet Explodierer 7. Sollte zumindest keiner. Der ist von 2006, kann nichts und ist unsicher.)

 
2 Comments

Geschrieben von am 29. Dezember 2011 in Berufsleben

 

Zigarettensuche

Farbkombinationen, die man beim Design eines Suchfeldes vermeiden könnte:

 
4 Comments

Geschrieben von am 29. Dezember 2011 in Berufsleben

 

Wohnzimmerkrokodile

Herr Silencer war schon wieder „auf´m Amt“. Dabei ist ihm was aufgefallen.

Kürzlich unterhielt ich mich mit jemandem, der bei der Stadt beschäftigt ist. Wie viele Beschäftigte im Öffentlichen Dienst hat er im Laufe der Jahre die Kunst des Jammerns zur Perfektion entwickelt. Wer will es ihm verdenken, berechtigte Gründe gibt es viele. An diesem Abend aber jammerte er über mangelnden Respekt der Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Personen seiner Profession. Ich verbiss mir einen Wortbeitrag zu diesem Thema, habe ich doch eine dezidierte Meinung dazu. Die durch den heutigen Besuch des hiesigen Rathauses mal wieder bestärkt wurde.

Respekt, das muss deutlich vorangestellt werden, muss man sich verdienen. Das Verdienen von Respekt wird durch die Erscheinung entscheidend mitgeprägt. In früheren Zeiten wusste man das. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass der Herr Amtsrat aus einem gestärkten Kragen heraus und über den Rand eines erhöht aufgebauten Schreibtisches auf die Bürger herabsah, bevor er sie mit gewählten Worten ansprach – allein die Aufmachung der Amtsstube sollte Respekt einflößen. Und das funktionierte.

Irgendwann im Laufe der Zeit muss dieses Wissen wohl verloren gegangen sein. Ich komme gerade aus dem Rathaus, wo ich meine Lizenz habe umschreiben lassen, und bin doch einigermaßen erschüttert. Der Grund dafür ist der mangelnde Respekt – der Angestellten und Beamten gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.

Es fängt bei Kleidung und Aufmachung an – die Hälfte der herumschluffenden und -lungernden Personen in den Gängen hätte ich von Aussehen und Kleidung nicht von den Gestalten unterscheiden können, die vor dem Tresen der Bahnhofskneipe leben. Einzig die Akten oder große Brötchentüten, die sie mit sich herumtrugen, verrieten das sichere Arbeitsverhältnis auf meine Kosten.

Wirkliche Abgründe tun sich beim Betreten der ehemaligen Amtsstube auf. Plötzlich steht man nicht mehr auf einem nüchternen Gang im Stile des Béton brûte, sondern mitten in subtropischen Gefilden. Könnte man jedenfalls meinen, nach einem Blick auf die Vegetation: Mannshohe Benjamini und riesige Palmen geben sich ein Stelldichein mit langen Reihen von Blümchen und Kakteen. Inmitten dieser grünen Hölle hockt die Beamtin oder der Verwaltungsfachangestellte und guckt gleichzeitig ausdruckslos und gereizt, wie ein Krokodil, da man beim Mittagsschlaf stört.

Besonders schön sind die Großraumbüros, wo einen bis zu drei Krokodile anglotzen und dasjenige, das zuerst zuckt, verliert. Es wird nicht zur Handtasche, aber die Chancen stehen gut, dass der Eindringling das Zucken als freundlichen Gruß und Aufforderung zum Nähertreten fehlinterpretiert und dann Arbeit ansteht.

Begibt man sich in die Tiefe der grünen Hölle, nimmt man man als Besucher noch mehr Details war. Das im Hintergrund Formatradio dudelt, zum Beispiel. Oder das jeder eine „lustige“ Bürotasse vor sich stehen hat und mit der rechten Hand auf einem Mauspad mit Familienfoto herumgleitet. Überhaupt: Schreibtischschmuck. Insbesondere der Flachbildschirm hat darunter zu leiden. Er ist nicht nur von einer Bazillion Schlümpfe, tanzenden Hippos und pupsenden Pingus aus dem Überraschungsei umstellt, sondern auch flächendeckend bis zur letzten Lüftungsöffnung beklebt. Zum Teil mit gelben Klebezetteln („KENNWORT VON OLAF: BergKarpfen. ACHTUNG, GEHEIM!!!!! „), zum weitaus größten Teil aber mit Postkarten und Fotos. Neben Ansichtskarten aus fernen Ländern sind es überwiegend „lustige“ Karten, vorzugsweise geflügelorientiert, auf denen sich Hühner für Adler halten oder Küken verkünden, das sie Karate können. Direkt daneben hängt die ganze Familien auf zwei Dutzend Einzelfotos, von den Kindern und dem Ehegespons über Urlaubsbilder bis hin zu Aufnahmen von Uroma und ihrem offenen Bein.

Das sind offenbar die kleinen Fundstücke, die hier präsentiert werden, sozusagen das Treibgut an den Gestaden des Bürostrandes. RICHTIG schlimm wird es, wenn die Insassen der Anstalt zielgerichtet dekorieren. Dann hockt die Mittvierzigerin vor einer Wand, die einer Fototapete gleicht, von der herab Robert Pattison und dieser Werwolfjunge halbnackt und lüstern in die Kamera starren. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass auch im Rathaus noch keine Gleichbehandlung der Geschlechter erfolgt. Zum Glück, denn wenn die Dame ein mittvierzigjähriger, übergewichtiger und ungepflegter KERL wäre, der sich sein Büro mit den Fotos halb nackter und lüstern schauender Teenagerinnen tapeziert – man kann sich ausmalen, was dann passieren würde.

Ich könnte noch stundenlang weiter über Mülleimer mit der Aufschrift „Datenmüll“ oder Schminkspiegel an der Bürowand schreiben, worauf ich hinaus will ist aber Folgendes: NIEMAND, der einen Arbeitsplatz, der Laufkundschaft mit sich bringt, wie sein Wohnzimmer einrichtet und dann auch noch angepisst ist, das fremde Leute selbiges betreten, hat Respekt verdient. Denkt eigentlich KEINER von der Bande darüber nach, was für eine Wirkung das auf die Bürgerinnen und Bürger hat, wenn Sie ein KFZ anmelden wollen und plötzlich knietief in Kuschelbären stehen?

Selbst wenn man auf Lebenszeit verbeamtet ist, heisst das nicht, dass man seine Arbeitsstelle so einrichten darf, als ob man bis zum Ende seines Lebens da wohnen würde. Es gibt Dinge, die sollten einfach selbstverständlich sei: Jeder Azubi im Metallgewerke lernt, wie wichtig es ist, seinen Arbeitsplatz sauber zu halten. Und der Öffentliche Dienst bekommt das nicht hin?

Aber vielleicht interpretiere ich das ja auch alles falsch. Vielleicht sind die lustigen Karten, Tassen, Masuspads, Überraschungseifiguren, Topfpflanzen, Poster, Porzellanfigürchen, Scherzartikel und Werbekalender, mit denen die Schreibtische ausstaffiert sind, in Wahrheit kleine Gaben von Bittstellern. Kleine Opfer, damit irgendwelche Vorgänge bearbeitet werden. Vielleicht ist es üblich, solchen Kram vor den Schreibtischen der Macht abzulegen, um Wohlwollen bei den Krokodilen zu beschwören, und ich habe von diesem Ritus bislang nur nichts mitbekommen. Das würde zumindest einiges erklären.

Die Erklärung, warum ich den Insassen des Rathauses keinen Respekt entgegen bringen kann, liegt jedenfalls auf der Hand bzw. auf deren Schreibtisch. Wie kann ich jemanden ernst nehmen, der mich aus einem Wald von Schnickschnack böse anstarrt, aus einer „Ich bin 40, bitte helfen sie mir über die Strasse“-Tasse nippt und auf Bildern an der Wand halbnackt auf einer Strandparty herumhüpft? Eben.

 
4 Comments

Geschrieben von am 28. Dezember 2011 in Betrachtung

 

Lad! Mich! Auf!

Ladegerät-Overkill auf Reisen:

 
2 Comments

Geschrieben von am 27. Dezember 2011 in Reisen

 

Der Rest vom Fest

Die Viecher haben sich in den Zuckerrausch gefressen. Das Wiesel liegt jammernd und mit dickem Bauch unterm Baum, während ein Huhu mit Schleifen am Po seit einer Viertelstunde die letzte Marzipankartoffel über den Teller truhlt. Vielleicht versucht er sie auch zu dressieren, wer weiß das schon. Ach, fragen sie nicht…

20111225-222101.jpg

 
Leave a comment

Geschrieben von am 25. Dezember 2011 in Ganz Kurz

 

Silencers Blog wünscht Fröhliche Weihnachten

Es gab schon Beschwerden wegen der geringen Wiesel- und Huhu-Dichte in den letzten Monaten. Keine Bange, die beiden sind nicht weg. Es war nur nicht ihre Zeit. Aber Zeiten ändern sich, und für heute wünschen wir drei allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest!

Und weil jede Tradition nicht nur einen Anfang, sondern auch eine Fortführung braucht, hier Robert „Iron Man“ Downey Jr. mit “ River“, dem besten Weihnachtslied der letzten 20 Jahre.

Read the rest of this entry »

 
3 Comments

Geschrieben von am 24. Dezember 2011 in Meta

 

Von den Briten lernen

Von den Briten können wir in der Tat lernen. Damit meine ich nicht, wie man Dinge zusammenmischt die nicht zusammengehören und dann der staunenden Welt als „Spezialität“ verhökert und sich wie irre freut, wenn die doofen Tourist Pommes im Blagendarm mit Minzsoße aus alten Zeitungen fressen, nein, ich meine die Handhabung der Feiertage.

Wenn in Großbritannien hohe Feiertage auf ein Wochenende fallen, dann werden die einfach am nächsten Werktag nachgeholt. Feiertag auf einem Samstag oder Sonntag? Zack, Montag und Dienstag auch frei. So kann es auch gehen.

Nicht so wie im doofen Kontinentaleuropa, wo für viele die höchsten Feiertage im Jahr aus einem leicht verlängerten Wochenende bestehen. Obwohl, wenn ich mir die Vacation-Autoreplys so ansehe, nehmen -arbeitgeberfreundliches Weihnachten hin oder her- etliche Arbeitgeber einfach von Mitte Dezember bis Mitte Januar frei. Woher bekommen die so viel Urlaub? Wenden die vielleicht auch britische Regelungen an?

So nach dem Motto „Wenn der Sommerurlaub in die Schulferien fällt zählt der nicht und wird im Dezember nachgeholt“?

 
3 Comments

Geschrieben von am 23. Dezember 2011 in Betrachtung

 

Sonderparkplatz

Sonderparkplatz. Gerade in dieser parkplatzarmen Jahreszeit sehr praktisch, wenn man dann ein Kleines Gelbes AutoTM hat. Da beschwert sich keiner wenn ich da draufstehe.

Das schnellste Postauto auf den Strassen…

 
2 Comments

Geschrieben von am 22. Dezember 2011 in Foto, Fun

 

Generisches Maskulinum oder: Wir hatten doch nichts, außer der taz

Alle die viel schreiben sehen sich irgendwann mit der Frage konfrontiert, wie in den eigenen Texten eigentlich mit den Geschlechterformen umgegangen werden soll. Einfach ignorieren? Also nur die männliche Form verwenden und auf Nachfrage erklären, dass ja sowieso und selbstverständlich beide Geschlechter gemeint sind? Oder konsequent gendern, als immer „die Besucherinnen und Besucher“ oder kürzer „Besucher/-innen“ oder mit Binnen-I „BesucherInnen“ schreiben?

Letzteres verweigern viele Schreibende. Hauptargumente sind immer wieder „Ist doch überflüssig“, „Ist doch feministische Propaganda das man sowas braucht“ und „das stört den Textfluss“.

Aus verschiedenen Gründen bin ich der Meinung das die Gleichbehandlung der Geschlechter nicht überflüssig ist. Sprache bildet, Sprache formt Verhalten und Gedanken. Es ist daher wichtig korrekt damit umzugehen. Die „Studenten zogen gröhlend durch die Strassen“ lässt vor meinem inneren Auge gröhlende, ausschliesslich männliche Burschenschaftler vorbeiziehen. Früher habe ich das Binnen-I verwendet. Macht heute keiner mehr so, aber hey, Ende der 90er hatten wir nichts. Außer der taz.

Heute versuche ich meistens geschlechterneutrale Formulierungen zu finden. Das funtkioniert nicht immer und es besteht die Gefahr, dass es schonmal unfreiwillig komisch wird („die Besuchenden“), klappt aber meist ganz gut. Bei dem Satz „Die Studierenden zogen gröhlend durch die Strassen“ sieht mein inneres Auge tatsächlich auch besoffene Hühner. Nunja. Das generische Maskulinum ist in etwa das Glitzereinhorn der deutschen Sprache. Es existiert einfach nicht.

Den beiden Hauptargumenten der Geschlechtergegner „Überflüssig“ und „stört den Lesefluss“ widmet das Sprachblog einen ganzen Artikel, in dem auch auf eine Studie eingegangen wird, die die Lesbarkeit von Texten untersucht. Money Quote:

Geschlechtergerechte Sprache hat keinen negativen Einfluss auf die Verständlichkeit und Lesbarkeit von Texten. Wohl aber hat sie einen Einfluss auf die Einbildung männlicher Leser.

Am besten Verständlich sind geschlechterneutrale Texte. Hatte ich jetzt fast vermutet.

 
1 Comment

Geschrieben von am 21. Dezember 2011 in Betrachtung

 

Bremen bei Nacht

Neulich das Vergnügen gehabt nachts in Bremen unterwegs sein zu dürfen. Großartige Stadt.

 
7 Comments

Geschrieben von am 20. Dezember 2011 in Foto, Reisen

 

Cello Wars

Noch einen für den, in diesem Jahr so gebeutelten, Owley: Cello Wars, das verdammt nochmal lustigste was ich seit langem in Bezug auf Star Wars gesehen habe. Abgesehen davon mag ich Cellos sowieso. Dranbleiben, die Pointe kommt 30 Sekunden vor Schluss!

 
9 Comments

Geschrieben von am 19. Dezember 2011 in Webvideo

 
 
Follow

Get every new post delivered to your Inbox.